- 01.07.2013, 13:08:56
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Dritte Ausbaustufe der Fachhochschul-Offensive: zusätzliche Plätze für Studienjahr 2014/2015 fixiert
BM Töchterle präsentiert bei Besuch an der FH Vorarlberg gemeinsam mit LR Sonderegger, VR Müller und GF Fitz-Rankl weiteren Ausbau - 24 zusätzliche Plätze an FH Vorarlberg

Utl.: BM Töchterle präsentiert bei Besuch an der FH Vorarlberg
gemeinsam mit LR Sonderegger, VR Müller und GF Fitz-Rankl
weiteren Ausbau - 24 zusätzliche Plätze an FH Vorarlberg =
Wien (OTS) - Der zweitgrößte Ausbau der Studienplätze an
Fachhochschulen seit deren Bestehen geht in die nächste Runde: Im
Rahmen der Hochschul-Milliarde erfolgt die dritte Ausbaustufe. Sie
bringt österreichweit 534 zusätzliche Studienplätze ab dem
Studienjahr 2014/2015 und hat ein Volumen von rund zehn Millionen
Euro. "Der Ausbau der Studienplätze entspricht der ständig wachsenden
Nachfrage - der FH-Sektor blüht, das zeigt sich gerade auch an der FH
Vorarlberg, die sich zu einem wesentlichen Standortfaktor für die
Region entwickelt hat und sich durch ihre praxisnahe Ausbildung und
hohe Attraktivität für Unternehmen im Umfeld auszeichnet", so
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle bei
einem gemeinsamen Pressegespräch mit Wissenschaftslandesrat Mag.
Harald Sonderegger, Vizerektor Prof. (FH) Dr. Oskar Müller und
Geschäftsführer Mag. Stefan Fitz-Rankl an der Fachhochschule
Vorarlberg in Dornbirn. Die FH Vorarlberg profitiert von der dritten
Ausbaustufe mit 24 zusätzlichen Plätzen. Nach dem Pressegespräch
machte sich der Minister bei einem Rundgang durch die FH von den
neuesten Vorhaben und Investitionen ein Bild.
"Die Vorarlberger Landesregierung hat das große Potenzial der
Fachhochschule als akademische und gleichzeitig praxisnahe tertiäre
Ausbildungsebene von Anfang an ebenso richtig wie frühzeitig erkannt
und mit ihrem großen Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass
sich die FH Vorarlberg (FHV) sehr gut entwickelt hat", so Landesrat
Mag. Harald Sonderegger. Das Land Vorarlberg investiert bewusst in
die Forschung an der FHV. "Mit diesen Investitionen fördert das Land
einerseits die hohe Qualität in der Lehre und stärkt damit
andererseits zugleich die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der
Unternehmen. Innovation und Wettbewerbsvorteile zu generieren ist
zentrale Aufgabe von Forschung. Fachhochschulen und deren zahlreiche
Kooperationen mit Wirtschaft und Gesellschaft sind Schlüsselfaktoren
für die Innovationsdynamik unseres Wirtschaftsstandorts", betont
Sonderegger.
Insgesamt wurde an der FHV im vergangenen Jahr an 50 Forschungs- und
Entwicklungsprojekten gearbeitet. Das gesamte Forschungsvolumen
belief sich auf 3,59 Millionen Euro. Davon konnten gut 58 Prozent
durch Drittmittel finanziert werden. Zwei Drittel der Projekte wurden
im Auftrag und in Zusammenarbeit mit Vorarlberger Unternehmen und
Organisationen durchgeführt. Weitere Projekte wurden mit
überregionalen bzw. internationalen Partnern oder mit
Hochschulpartnern bzw. in Eigenregie abgewickelt. 2013 wird der
Ausbau der Studienplätze weiter vorangetrieben. Für neue zusätzliche
Studienangebote im Bereich Energietechnik und Energiewirtschaft und
noch weiteren von der Wirtschaft und der Industrie nachgefragten
Bereichen soll ein Ausbau des Studienangebots auf insgesamt gut 1.200
Plätze erfolgen. "Dieser Ausbau ist ein wichtiger Schritt zur
Sicherung einer breit gefächerten, hochwertigen Aus- und
Weiterbildung im Lande", unterstreicht der Landesrat.
"Das Erfolgsmodell FHV hat viele Determinanten. Eine davon ist unsere
Wirtschafts- und Praxisnähe. Die FHV hat seit Anbeginn ihre
Studienprogramme in Kooperation und Vernetzung mit der Wirtschaft und
für die Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. Diese enge
Zusammenarbeit spannt sich über alle Studiengänge und alle Bereiche
der Hochschule", sagt Vizerektor (FH) Dr. Oskar Müller. "Sie ist
vielschichtig und umfangreich", verweist er auf folgendes Beispiel:
Seit 2011 hat die FHV in allen Studienbereichen Fachbeiräte
eingerichtet. Deren Inputs fließen in die Entwicklung und
Durchführung der jeweiligen Studienprogramme ein. Darüber hinaus
werden regelmäßig Bedarfs- und Marktanalysen durchgeführt und unsere
Studienprogramme über den gesetzlichen Rahmen hinaus, freiwillig
regelmäßig "reakkreditiert".
"Das Erfolgsmodell FHV zeigt sich auch am guten Ruf der Hochschule.
Aktuell kommen an der FHV zwei Bewerbungen auf einen Studienplatz,
was deutlich zeigt, dass die FHV stark nachgefragt wird und wir mehr
Studienplätze benötigen würden", betont Geschäftsführer Mag. Stefan
Fitz Rankl. Aktuelles Beispiel sei der im Herbst startende neue
Masterstudiengang Energietechnik und Energiewirtschaft. Dieser
Studiengang wurde durch die neuen Studienplätze möglich. "Innerhalb
von nur einem Jahr hat die FHV in enger Kooperation mit Wirtschaft
und Forschung das Curriculum für diesen sowohl gesellschaftlich als
auch wirtschaftlich brisanten Bereich entwickelt und die
umfangreichen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgewickelt. Wir starten
im Herbst mit 30 Studierenden, hatten aber fast doppelt so viele
Bewerber/innen als Studienplätze, obwohl das Studium als
Zugangsvoraussetzung einen akademischen Abschluss hat und
berufsbegleitend durchgeführt wird."
Die dritte Ausbaustufe im Überblick
Die dritte FH-Ausbaustufe umfasst österreichweit 534 zusätzliche
Studienplätze, die ab dem Studienjahr 2014/2015 finanziert werden.
Schwerpunkte dieser Ausschreibung waren die Bereiche Weiterbildung,
Kooperationen sowie Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung von
Studiengängen und Standorten. Insgesamt investiert der Bund im Rahmen
der Hochschulmilliarde rund 40 Millionen Euro in die drei
Ausbaustufen und schafft so bis 2015 rund 4.200 neue hochwertige
Ausbildungsplätze in zukunftsträchtigen und stark nachgefragten
Bereichen. Der Ausbau der FH-Studienplätze entspricht dem von
Minister Töchterle mehrfach betonten Ziel, ebenso den Empfehlungen
der Expertengruppe zum Hochschulplan und des Wissenschaftsrates.
Dritte Ausbaustufe - der Ausbau der Studienplätze an den einzelnen
Fachhochschulen ab dem Studienjahr 2014/2015 im Überblick:
- FH Burgenland: 20 zusätzliche Plätze
- FH Kärnten: 10 zusätzliche Plätze
- FH Krems: 30 zusätzliche Plätze
- FH St. Pölten: 24 zusätzliche Plätze
- FH Wiener Neustadt: 25 zusätzliche Plätze
- FH Oberösterreich: 65 zusätzliche Plätze
- FH Salzburg: 30 zusätzliche Plätze
- Campus 02 Graz: 10 zusätzliche Plätze
- FH Joanneum: 58 zusätzliche Plätze
- MCI - Management Center Innsbruck: 30 zusätzliche Plätze
- FH Kufstein: 17 zusätzliche Plätze
- FH Vorarlberg: 24 zusätzliche Plätze
- FH BFI Wien: 30 zusätzliche Plätze
- FH Campus Wien: 61 zusätzliche Plätze
- FFH - Gesellschaft zur Erhaltung und Durchführung von
FH-Studiengängen: 10 zusätzliche Plätze
- Lauder Business School: 10 zusätzliche Plätze
- FH Technikum Wien: 50 zusätzliche Plätze
- FHW - Fachhochschul-Studiengänge Betriebs- und
Forschungseinrichtungen der Wiener Wirtschaft: 30 zusätzliche Plätze
- GESAMT: 534 zusätzliche Studienplätze
Im Rahmen seines heutigen Vorarlberg-Besuchs war Minister Töchterle
am Vormittag bei Landeshauptmann Mag. Markus Wallner zu Gast, zu
Mittag erfolgt ein Arbeitsgespräch mit Landesrätin Bernadette Mennel
und dem Rektorat der Pädagogischen Hochschule. Am Nachmittag wird der
Minister gemeinsam mit Landesrat Sonderegger in Dornbirn das Institut
für Atemgasanalytik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
(ÖAW) sowie das im Forschungsbereich starke Unternehmen "Cree", das
sich unter anderem mit dem weltweit ersten Holzhochhaus in
Systembauweise einen Namen gemacht hat, besuchen.
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