- 01.07.2013, 12:11:09
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Wiener Stadthalle: Rückstellungen sind keine Verluste
Rückstellungen erfolgten auf Empfehlung gemäß AFRAC- bzw. Kontrollamt / Keine Verluste aus Veranlagungen schlagend - Portfolio wird aktiv gemanagt
Utl.: Rückstellungen erfolgten auf Empfehlung gemäß AFRAC- bzw.
Kontrollamt / Keine Verluste aus Veranlagungen schlagend -
Portfolio wird aktiv gemanagt =
Wien (OTS) - Das Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle wurde im
Jahr 2011 genauestens vom Kontrollamt geprüft. Die Hauptempfehlung
des Kontrollamtes bestand darin, dass als Vorsichtsmaßnahme
Rückstellungen für das Risiko der Veranlagungen gebildet werden
sollen. Auch das AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing
Committee) empfiehlt eine solche Vorgangsweise ab den
Wirtschaftsjahren, die nach dem 1. Jänner 2011 begonnen haben.
Die Wiener Stadthalle hat diese Empfehlungen voll umgesetzt und in
der Bilanz 2011/2012 entsprechende Rücklagen als Vorsichtsmaßnahme
gebildet. Das hat das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner aktuellen
Ausgabe aufgegriffen. Das Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle
wurde bereits vielfach öffentlich kommuniziert. Die Medien haben
darüber in der Vergangenheit auch mehrfach berichtet.
Korrekte Bilanzierung
Eine Rückstellung in den bisherigen Bilanzen musste bisher nicht
gebildet werden, da es sich um eine Bewertungseinheit bestehend aus
dem Grundgeschäft der Immobilien-Leasingfinanzierung inklusive
Zinssicherung durch das Derivatportfolio handelt. Außerdem weist das
Portfolio in seiner Gesamtbetrachtung der Produkte einen positiven
Gesamtertrag auf. Fazit ist, dass die korrekte Bilanzierung schon
bisher gegeben war. Die uneingeschränkte Testierung aller
Jahresabschlüsse seit der Bildung des Portfolios liegt vor.
Entsprechende Gutachten von Wirtschaftsprüfern und Finanzexperten
bestätigen die korrekte Vorgangsweise der Wiener Stadthalle. Alle
notwendigen Beschlüsse nach der Geschäftsordnung lagen genauso vor.
Das Portfolio wurde ordnungsgemäß in den Jahresabschlüssen der Wiener
Stadthalle abgebildet.
Rückstellungen aus kaufmännischer Vorsicht
Mit den im Jahresabschluss 2011/2012 abgebildeten Rückstellungen
ist nun die Wiener Stadthalle dieser neuen Empfehlung des AFRAC
(Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nachgekommen.
Außerdem hat die Wiener Stadthalle mit dieser Vorgangsweise auch den
Empfehlungen des Kontrollamtes entsprochen.
Mit dem Darlehen der Wien Holding wurde es der Wiener Stadthalle
ermöglicht, diese Rückstellungen zu bilden und zusätzlich auch
Spielraum für Investitionen, die in einer 55 Jahre alten Halle
notwendig sind, zu tätigen.
Kein Verlust von 14 Millionen Euro
Der in den Medien kolportierte Verlust der Wiener Stadthalle von
14 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011/2012 ist nicht korrekt. Denn
Rückstellungen aus kaufmännischer Vorsicht sind keine Verluste. Aus
dem Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle sind auch keine
Verluste lukriert worden. Sie würden nur dann entstehen, wenn diese
Finanzprodukte "glattgestellt" worden wären. Genau das ist aber nicht
der Fall.
Der Jahresabschluss 2011/2012 weist einen Fehlbetrag von 6,49
Millionen Euro aus, den die Wiener Stadthalle bis Ende des
Wirtschaftsjahres 2017/2018 aus eigener Kraft kompensieren wird. Die
uneingeschränkte Testierung dieses Jahresabschlusses durch die
Wirtschaftsprüfer liegt vor. Das bestätigt, dass die Bilanzierung der
Wiener Stadthalle korrekt erfolgt ist.
Portfolio wird aktiv gemanagt - aktuell mit 480.000 Euro im
Plus
Das Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle steht in
Bewertungseinheit zum Grundgeschäft der Leasingfinanzierung für die
Halle F, die einer variablen Finanzierung auf Basis des 6-M-Euribor
unterliegt. Damit ist das Portfolio ein Instrument zum aktiven Zins-
und Risikomanagement. Um das Risiko zu streuen, besteht das Portfolio
nicht nur aus einem Produkt, sondern aus mehreren. Manche Produkte
haben sich gut, manche weniger gut entwickelt. Entscheidend ist, wie
sich alle Produkte zusammen entwickelt haben und ob das Ziel im Sinne
des aktiven Zins- und Risikomanagements erreicht wird und zwar über
den gesamten Zeitraum der Leasingfinanzierung. Und die
Leasingfinanzierung für die Halle F ist langfristig angelegt, mit
einem Zeithorizont weit über das Jahr 2030 hinaus.
Das Portfolio wird aktiv im Sinne einer kontinuierlichen
Finanzoptimierung gemanagt. Dabei werden die Produkte des Portfolios
gemeinsam mit Finanzexperten regelmäßig im Konnex zum Gesamtpaket
bewertet. Daraus ableitbare finanztechnische Optimierungen werden
vorgenommen, um ein positives Ergebnis aus dem Finanzierungsgeschäft
zu ermöglichen. Das Portfolio der Wiener Stadthalle liegt in seiner
Gesamtheit betrachtet aktuell mit rund 480.000 Euro im Plus.
Stadthalle finanziert sich zu 60 Prozent selbst
Wie alle großen Veranstaltungshallen in Europa ist die Wiener
Stadthalle ein Unternehmen, das auch von der Unterstützung der
öffentlichen Hand abhängig ist. Die Modelle, in welcher Form diese
Unterstützung erfolgt, mögen unterschiedlich sein. Faktum ist, dass
jede Veranstaltungshalle in Europa jedoch eine solche Unterstützung
aus öffentlichen Mitteln erhält, nicht zuletzt auch aufgrund der
enormen Umwegrentabilität, die solche Häuser bringen. Die Wiener
Stadthalle bringt pro Jahr eine Wertschöpfung von über 70 Millionen
Euro für Wien.
An eigenen Einnahmen erwirtschaftet die Wiener Stadthalle aus der
Vermietung der Hallen, der Bereitstellung von technischen und
personalbezogenen Ressourcen sowie Dienstleistungen, Sponsoring und
Ticketing jährlich bis zu 25 Millionen Euro. Damit finanziert sich
die Wiener Stadthalle zu rund 60 Prozent selbst.
Stadthalle garantiert, dass die Top-Stars nach Wien kommen
Die Wiener Stadthalle ermöglicht es, dass so gut wie alle
Top-Stars auf ihren Tourneen nach Wien kommen, obwohl es im
Einzugsgebiet von Budapest bis München gleich mehrere Großhallen
gibt. Pro Jahr finden in der Wiener Stadthalle rund 350
Veranstaltungen statt, auf höchstem, qualitativem und technischem
Niveau. Trotz der 55 Jahre ihres Bestehens und der damit verbundenen
Rahmenbedingungen kann die Wiener Stadthalle dabei mit den neuen
Hallen und Arenen, die in den letzten Jahren gebaut wurden,
problemlos mithalten. Der innerstädtische Hallenkomplex am
Vogelweidplatz zählt zu den Top-Five-Hallen in Europa, was Besucher
und Auslastung anbelangt.
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