Wiener Stadthalle: Rückstellungen sind keine Verluste

Rückstellungen erfolgten auf Empfehlung gemäß AFRAC- bzw. Kontrollamt / Keine Verluste aus Veranlagungen schlagend - Portfolio wird aktiv gemanagt

Wien (OTS) - Das Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle wurde im Jahr 2011 genauestens vom Kontrollamt geprüft. Die Hauptempfehlung des Kontrollamtes bestand darin, dass als Vorsichtsmaßnahme Rückstellungen für das Risiko der Veranlagungen gebildet werden sollen. Auch das AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) empfiehlt eine solche Vorgangsweise ab den Wirtschaftsjahren, die nach dem 1. Jänner 2011 begonnen haben.

Die Wiener Stadthalle hat diese Empfehlungen voll umgesetzt und in der Bilanz 2011/2012 entsprechende Rücklagen als Vorsichtsmaßnahme gebildet. Das hat das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner aktuellen Ausgabe aufgegriffen. Das Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle wurde bereits vielfach öffentlich kommuniziert. Die Medien haben darüber in der Vergangenheit auch mehrfach berichtet.

Korrekte Bilanzierung

Eine Rückstellung in den bisherigen Bilanzen musste bisher nicht gebildet werden, da es sich um eine Bewertungseinheit bestehend aus dem Grundgeschäft der Immobilien-Leasingfinanzierung inklusive Zinssicherung durch das Derivatportfolio handelt. Außerdem weist das Portfolio in seiner Gesamtbetrachtung der Produkte einen positiven Gesamtertrag auf. Fazit ist, dass die korrekte Bilanzierung schon bisher gegeben war. Die uneingeschränkte Testierung aller Jahresabschlüsse seit der Bildung des Portfolios liegt vor. Entsprechende Gutachten von Wirtschaftsprüfern und Finanzexperten bestätigen die korrekte Vorgangsweise der Wiener Stadthalle. Alle notwendigen Beschlüsse nach der Geschäftsordnung lagen genauso vor. Das Portfolio wurde ordnungsgemäß in den Jahresabschlüssen der Wiener Stadthalle abgebildet.

Rückstellungen aus kaufmännischer Vorsicht

Mit den im Jahresabschluss 2011/2012 abgebildeten Rückstellungen ist nun die Wiener Stadthalle dieser neuen Empfehlung des AFRAC (Austrian Financial Reporting and Auditing Committee) nachgekommen. Außerdem hat die Wiener Stadthalle mit dieser Vorgangsweise auch den Empfehlungen des Kontrollamtes entsprochen.

Mit dem Darlehen der Wien Holding wurde es der Wiener Stadthalle ermöglicht, diese Rückstellungen zu bilden und zusätzlich auch Spielraum für Investitionen, die in einer 55 Jahre alten Halle notwendig sind, zu tätigen.

Kein Verlust von 14 Millionen Euro

Der in den Medien kolportierte Verlust der Wiener Stadthalle von 14 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011/2012 ist nicht korrekt. Denn Rückstellungen aus kaufmännischer Vorsicht sind keine Verluste. Aus dem Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle sind auch keine Verluste lukriert worden. Sie würden nur dann entstehen, wenn diese Finanzprodukte "glattgestellt" worden wären. Genau das ist aber nicht der Fall.

Der Jahresabschluss 2011/2012 weist einen Fehlbetrag von 6,49 Millionen Euro aus, den die Wiener Stadthalle bis Ende des Wirtschaftsjahres 2017/2018 aus eigener Kraft kompensieren wird. Die uneingeschränkte Testierung dieses Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfer liegt vor. Das bestätigt, dass die Bilanzierung der Wiener Stadthalle korrekt erfolgt ist.

Portfolio wird aktiv gemanagt - aktuell mit 480.000 Euro im Plus

Das Veranlagungsportfolio der Wiener Stadthalle steht in Bewertungseinheit zum Grundgeschäft der Leasingfinanzierung für die Halle F, die einer variablen Finanzierung auf Basis des 6-M-Euribor unterliegt. Damit ist das Portfolio ein Instrument zum aktiven Zins-und Risikomanagement. Um das Risiko zu streuen, besteht das Portfolio nicht nur aus einem Produkt, sondern aus mehreren. Manche Produkte haben sich gut, manche weniger gut entwickelt. Entscheidend ist, wie sich alle Produkte zusammen entwickelt haben und ob das Ziel im Sinne des aktiven Zins- und Risikomanagements erreicht wird und zwar über den gesamten Zeitraum der Leasingfinanzierung. Und die Leasingfinanzierung für die Halle F ist langfristig angelegt, mit einem Zeithorizont weit über das Jahr 2030 hinaus.

Das Portfolio wird aktiv im Sinne einer kontinuierlichen Finanzoptimierung gemanagt. Dabei werden die Produkte des Portfolios gemeinsam mit Finanzexperten regelmäßig im Konnex zum Gesamtpaket bewertet. Daraus ableitbare finanztechnische Optimierungen werden vorgenommen, um ein positives Ergebnis aus dem Finanzierungsgeschäft zu ermöglichen. Das Portfolio der Wiener Stadthalle liegt in seiner Gesamtheit betrachtet aktuell mit rund 480.000 Euro im Plus.

Stadthalle finanziert sich zu 60 Prozent selbst

Wie alle großen Veranstaltungshallen in Europa ist die Wiener Stadthalle ein Unternehmen, das auch von der Unterstützung der öffentlichen Hand abhängig ist. Die Modelle, in welcher Form diese Unterstützung erfolgt, mögen unterschiedlich sein. Faktum ist, dass jede Veranstaltungshalle in Europa jedoch eine solche Unterstützung aus öffentlichen Mitteln erhält, nicht zuletzt auch aufgrund der enormen Umwegrentabilität, die solche Häuser bringen. Die Wiener Stadthalle bringt pro Jahr eine Wertschöpfung von über 70 Millionen Euro für Wien.

An eigenen Einnahmen erwirtschaftet die Wiener Stadthalle aus der Vermietung der Hallen, der Bereitstellung von technischen und personalbezogenen Ressourcen sowie Dienstleistungen, Sponsoring und Ticketing jährlich bis zu 25 Millionen Euro. Damit finanziert sich die Wiener Stadthalle zu rund 60 Prozent selbst.

Stadthalle garantiert, dass die Top-Stars nach Wien kommen

Die Wiener Stadthalle ermöglicht es, dass so gut wie alle Top-Stars auf ihren Tourneen nach Wien kommen, obwohl es im Einzugsgebiet von Budapest bis München gleich mehrere Großhallen gibt. Pro Jahr finden in der Wiener Stadthalle rund 350 Veranstaltungen statt, auf höchstem, qualitativem und technischem Niveau. Trotz der 55 Jahre ihres Bestehens und der damit verbundenen Rahmenbedingungen kann die Wiener Stadthalle dabei mit den neuen Hallen und Arenen, die in den letzten Jahren gebaut wurden, problemlos mithalten. Der innerstädtische Hallenkomplex am Vogelweidplatz zählt zu den Top-Five-Hallen in Europa, was Besucher und Auslastung anbelangt.

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