- 30.06.2013, 09:30:31
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Thermische Sanierung: Mitterlehner und Berlakovich starten Sonderaktion für Konjunktur und Hochwasser-Betroffene
Konjunkturbonus wird verlängert und um Unterstützung für Hochwasser-Betroffene erweitert - Erfreulicher Ansturm auf Fördergelder der Sanierungsoffensive 2013
Utl.: Konjunkturbonus wird verlängert und um Unterstützung für
Hochwasser-Betroffene erweitert - Erfreulicher Ansturm auf
Fördergelder der Sanierungsoffensive 2013 =
Wien (OTS/BMWFJ/BMLFUW) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
und Umweltminister Niki Berlakovich haben die Förderkriterien für die
Sanierungsoffensive 2013 neu ausgerichtet und starten eine gemeinsame
Sonderaktion für Konjunktur und Hochwasser-Betroffene. "Jede
thermische Sanierung schafft einen nachhaltigen Mehrwert: Wir wollen
durch zusätzliche Aufträge für Bauwirtschaft und Handwerker Wachstum
und Beschäftigung sichern und gleichzeitig den Hochwasser-Betroffenen
unbürokratisch helfen. Daher verlängern wir den Konjunkturbonus für
alle Antragssteller bis zum 30. September und schaffen zusätzliche
Erleichterungen für die von der Katastrophe betroffenen Haushalte und
Unternehmen", erklären Mitterlehner und Berlakovich. Auf Basis einer
WIFO-Schätzung ist allein durch diese Sonderaktion ein
konjunktureller Anreiz für Investitionen in der Höhe von rund 160
Millionen Euro gegeben und werden bis zu 2.500 Arbeitsplätze erhalten
bzw. gesichert.
Mitterlehner betont, dass die gesamte Förderaktion aufgrund des
Konjunkturbonus und einer unbürokratischeren Abwicklung deutlich
besser angenommen werde als im Vorjahr. "Bisher wurden allein im
privaten Bereich fast 12.000 Projekte mit einem Förderbarwert von
60,2 Millionen Euro beantragt. Damit werden voraussichtlich
Investitionen von rund 440 Millionen Euro ausgelöst", so
Mitterlehner. "Jeder investierte Euro hilft beim Energiesparen,
reduziert den CO2-Ausstoß und schafft durch zusätzliche Aufträge ein
höheres Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze", wirbt
Mitterlehner für weitere Einreichungen. Auch Berlakovich verweist auf
den Mehrwert einer thermischen Sanierung, der jetzt um die wichtige
Hilfe für die Hochwasser-Betroffenen ergänzt werde. "Die Pegelstände
sind zurückgegangen, aber die Folgen des Hochwassers noch nicht
beseitigt. Daher wollen wir den betroffenen Haushalten und Betrieben
helfen, ihre Häuser nach den Schäden des Hochwassers wieder zu
sanieren", so Berlakovich.
Hochwasserhilfe für Private
Für die Hochwasser-Betroffenen gilt der regulär bis 30. September
verlängerte Konjunkturbonus (bis zu 2.000 Euro) sogar bis zum
Jahresende 2013. Mit einem weiteren Bonus von 1.000 Euro wird ihnen
die Umsetzung ihrer Sanierungsprojekte zusätzlich erleichtert. Es
gibt für sie zudem die neue Möglichkeit, Zwischenauszahlungen in
Anspruch zu nehmen. Auch Zusatzkosten, die durch Hochwasserschäden
entstanden sind, können gefördert werden. So gibt es für Geschädigte
neue Förderangebote zur Dämmung der untersten Geschoßdecke (bis zu
4.000 Euro) und werden Zusatzkosten für Trockenlegung und
Entfeuchtung anerkannt.
Darüber hinaus werden Investitionen in Wärmeerzeugungssysteme
(Holzheizung, Fernwärmeanschluss, Wärmepumpe, Solaranlage) unabhängig
von der thermischen Qualität des Gebäudes anerkannt. Die bisherige
Bedingung einer gleichzeitigen thermischen Sanierung bzw. der
Nachweis des guten thermischen Standards des Gebäudes durch einen
Energieausweis entfällt. Die Höhe dieser Förderung beträgt bis zu
3.000 Euro, jedoch maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten.
Hochwasserhilfe für Betriebe
Ähnlich dem Bonus für den Privaten Bereich erhalten Unternehmen, die
vom Hochwasser betroffen sind und thermische Sanierungsmaßnahmen
durchführen wollen, einen 10-Prozent-Zuschlag auf den bisher
geltenden Förderungssatz und können auch Zusatzkosten wie z.B. für
Trockenlegung bzw. Entfeuchtung bestehender Bausubstanz geltend
machen. Weiters entfällt eine bisher in der betrieblichen
Sanierungsoffensive geltende Förderobergrenze. Erheblich erleichtert
wird auch die Förderung für Heizungssysteme und Energiesparmaßnahmen
nach Hochwasserschäden. Investitionen in Heizungssysteme auf Basis
erneuerbarer Energie, Wärmerückgewinnungsanlagen, LED-Beleuchtung
etc. können nun einzeln gefördert werden, auch ohne gleichzeitiger
Sanierung bzw. Nachweis der guten thermischen Qualität des Gebäudes.
Alle Förderkriterien zur gemeinsamen Initiative von
Wirtschaftsministerium und Umweltministerium finden sich auf
http://www.sanierung2013.at/ bzw. bei der KPC-Kommunalkredit Public
Consulting (www.publicconsulting.at).
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