- 29.06.2013, 10:33:33
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6. Treffen der "Salzburg Gruppe" - Karlheinz Töchterle: Ist alles vergleichbar, was verglichen wird?
Amtskollegen und Vertreter aus 13 Ländern erstmals in Innsbruck zu Gast - Diskussion zu Rankings und Wissenschaftskommunikation

Utl.: Amtskollegen und Vertreter aus 13 Ländern erstmals in
Innsbruck zu Gast - Diskussion zu Rankings und
Wissenschaftskommunikation =
Innsbruck (OTS) - Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle eröffnete heute früh offiziell das mittlerweile sechste
Treffen der "Salzburg Gruppe", zu dem er Amtskolleg/innen und
Vertreter/innen aus 13 Ländern - darunter erstmals Kroatien - nach
Innsbruck geladen hatte. Bereits gestern Abend erfolgte der
informelle Auftakt bei einem Abendessen am Hafelekar auf Einladung
von Landeshauptmann Günther Platter, vertreten durch
Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe. Das Motto des
heurigen Treffens lautet "Measuring Innovation - communicating the
relevance of science", am Programm stehen u.a. Vorträge des
litauischen Ministers Dainius Pavalkis, der einen Überblick über die
mit Juli beginnende EU-Ratspräsidentschaft Litauens geben wird, sowie
von Dr. Peter Dröll, Vertreter der Europäischen Kommission.
Ausklingen wird die "Salzburg Gruppe" bei einem Bergisel-Besuch.
Minister Töchterle wird morgen nach Lindau weiterreisen und dort an
der Eröffnung des 63. Nobelpreisträger/innentreffens teilnehmen sowie
am Rande mit der deutschen Bildungsministerin Dr. Johanna Wanka zu
einem Arbeitsgespräch zusammentreffen.
Beim heurigen Treffen der "Salzburg Gruppe" stehen Rankings und
ihre Bedeutung für die Wissenschaftskommunikation im Mittelpunkt,
gibt es doch im Wissenschafts- und Forschungsbereich eine wachsende
Anzahl an Messungen und Vergleichen, die sich auf die Wahrnehmung von
Wissenschaft und Forschung in der Öffentlichkeit auswirken. Als
Beispiele nannte Töchterle das "Innovation Union Scoreboard" der
Europäischen Union, die jüngst präsentierte OECD-Studie "Bildung auf
einen Blick", das Shanghai- und das Times Higher Education-Ranking
und das Ranking "Universitas 21" der Universität Melbourne, wo
Österreich sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz auf Rang elf
verbessert hat und vor Ländern wie Frankreich und Deutschland zu
liegen kommt. "Rankings können eine wichtige Standortbestimmung sein
und beeinflussen den Diskurs über Universitäten und Standorte und die
Relevanz von Wissenschaft insgesamt, dessen müssen wir uns bewusst
sein." Aber der Minister plädierte erneut dafür, "die diversen
Rankings differenziert zu sehen und vor allem immer auch zu
berücksichtigen, was genau gemessen wird. Ist alles vergleichbar, was
verglichen wird?", fragt der Minister angesichts unterschiedlicher
Rahmenbedingungen in Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft und ebenso
in Hinblick auf die unterschiedliche Datenbasis sowie die
verschiedenen Methoden.
Die Mitglieder der vom damaligen Wissenschaftsminister Dr.
Johannes Hahn initiierten "Salzburg Gruppe" treffen sich jährlich.
Ziel ist die bessere Vernetzung und engere Abstimmung im
Forschungsbereich. Der Mehrwert dieser Vorgangsweise wurde bspw. in
den Vorbereitungen zum nächsten EU-Forschungsrahmenprogramm deutlich.
Nach Salzburg, Bregenz und Wien kommt die "Salzburg Gruppe" heuer zum
ersten Mal in Innsbruck zusammen. Minister/innen und Vertreter/innen
aus Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, der
Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern sind in
die Tiroler Landeshauptstadt gekommen.
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