Weiter heftige Diskussionen nach der Hochwasserkatastrophe in OÖ - Hätte es rechtzeitig Evakuierungsmaßnahmen geben müssen?

Verbund- Experte sagt jetzt im ORF-Magazin Heute Konkret: "Kraftwerk Ottensheim ist so ausgerichtet, dass eine Flutung des Eferdinger Beckens von statten geht."

Wien/Linz (OTS) - Die Diskussion reißt nicht ab, "man habe während der Hochwasser- Katastrophe am 3.Juni bestimmte Orte volllaufen lassen, um Linz zu schützen. Gegenüber dem ORF-Servicemagazin Heute Konkret sagt der Leiter der Werksgruppe Obere Donau vom Verbund, Reinhard Kremslehner, nun: "das Kraftwerk Ottensheim ist so ausgerichtet, dass eine Hinterlandflutung und eine Flutung des Eferdinger-Beckens von statten geht." Auf die konkrete Frage, ob man auch Evakuierungsmaßnahmen hätte einleiten müssen, antwortet Kremslehner im ORF, "natürlich." Und der Experte weiter: "Die Flutung des Eferdinger Beckens war grundsätzlich beim Projekt berücksichtigt und wird auch immer wieder durchgeführt. Es ist das ein Retentionsraum, der genutzt wird. Wenn sie das Becken nicht fluten, dann hat zum Beispiel Linz mehr Wasser". Gegenüber dem ORF- Magazin haben Anrainer von Goldwörth nur wenige Tage nach der Katastrophe heftige Kritik geübt mit den Worten " man habe Linz bewusst geschont und wie üblich die Gegend bei uns absaufen lassen. Josef Eidenberger, Bürgermeister von Walding sprach wörtlich davon, "man habe das Leben von hunderten Menschen aufs Spiel gesetzt, das sei grob fahrlässig".

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