• 28.06.2013, 11:28:50
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Experten: Apps halten auch im Berufsalltag Einzug

Podiumsdiskussion zeigt: Die Masse macht der Privatkunde, doch neue Anwendungen gibt es künftig vermehrt auch im Geschäftsumfeld

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4338 Im Bild
v.l.n.r.: Helmut Waitzer (Navax), Stefan Mey (WirtschaftsBlatt),
Marcus Hebein (Moderation; APA), Martin Schevaracz (APA-IT),
Christian Kittl (Evolaris), Klaus-M. Schremser (Gentics) und Rainer
Friedl (diamond:dogs)

Utl.: Podiumsdiskussion zeigt: Die Masse macht der Privatkunde, doch
neue Anwendungen gibt es künftig vermehrt auch im
Geschäftsumfeld =

Wien (OTS) - Einfach zu bedienende, übersichtliche Apps sind beim
Endkunden der Renner, Geschäftsanwendungen hinken dieser Entwicklung
hingegen noch etwas hinterher. Das Potenzial sei aber groß, erklärten
Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community
gestern, Donnerstagabend, in Wien.

"Business-Apps sind kein Trend, sondern Realität. Damit muss man
sich auseinandersetzen", gab sich Martin Schevaracz vom
Technologieanbieter APA-IT überzeugt. Für entsprechende Anwendungen
würden vor allem zwei Gründe sprechen: Erstens verdrängen Smartphones
und Tablet-Computer immer stärker PCs und Notebooks, zweitens wollen
Mitarbeiter ihre eigenen Geräte auch beruflich nutzen - Stichwort
"Bring your own device". Letzteres könnte auch dem Unternehmen
Vorteile bringen.

Es gebe aber deutlich Luft nach oben. Laut aktuellen Statistiken
würden nur rund sechs Prozent der Downloads im App Store von Apple
auf den Bereich Business-Anwendung entfallen. Bei Google seien es
wahrscheinlich noch weniger. Ganz vorne stehen den Angaben zufolge
Spiele und Unterhaltung. Im Wettbewerb zwischen "echten", sogenannten
nativen Apps, und mobilen Webseiten gebe es auf beiden Seiten Vor-
und Nachteile, sagte Schevaracz. Beim Endkunden seien aber Apps
beliebter.

Anders sah das Helmut Waitzer vom Softwareanbieter Navax: "Für den
Nutzer ist es wichtig, dass die jeweilige Anwendung auf jedem Gerät
funktioniert", plädierte er für eine plattformunabhängige, auf HTML5
basierende Web-Applikation und damit gegen die klassischen Apps.
Außer einem Browser sei praktisch nichts mehr erforderlich. Man dürfe
sich keinem Hersteller ausliefern, verwies der Experte auch auf den
Sicherheitsaspekt. Hier sei die Sensibilität in Europa sehr hoch.

Neu entstandener Milliardenmarkt

Security sei zwar wichtig, der Trend gehe aber eindeutig Richtung
Apps, erklärte Christian Kittl vom Kompetenzzentrum Evolaris. Laut
einer aktuellen Studie würden Smartphone-User ihre Geräte zu 80
Prozent mit Apps und nur zu 20 Prozent mit Browsern nutzen. "Apps
sorgen für etwa 25 Milliarden Dollar Umsatz - ein Markt, der noch vor
fünf Jahren praktisch gar nicht existiert hat", so Kittl. Auch bei
Geschäftsanwendungen seien neben einem klaren Nutzen herausragende
ästhetische Gestaltung und einfache Bedienbarkeit - wie von Spielen
und Entertainment-Apps gewohnt - notwendig.

Wichtig sei, im Vorfeld zu definieren, welchen Nutzen eine mobile
App dem User stiften soll und was die Unternehmensziele sind,
ergänzte Klaus-M. Schremser vom Softwarespezialisten Gentics. Will
man die Kundenbindung erhöhen oder die Verkaufskanäle erweitern?
Jedenfalls sollte der Benutzer nicht durch zu viel Angebot
überfordert, sondern gezielt und schnell informiert werden.
Entsprechende Applikationen seien bei der Umsetzung der
Online-Strategie mittlerweile jedenfalls ein essenzieller Teil. Auch
er hält native Apps für benutzerfreundlicher als HTML5-Lösungen.

Kleine Tricks statt Manipulation

"Die Kunden wollen zur App zurück. Gleichzeitig öffnen sich die
Unternehmen immer stärker auf programmatischer Ebene und stellen
ihren Partnern Schnittstellen zur Verfügung", pflichtete Rainer
Friedl vom Consulter diamond:dogs bei. Wichtig sei die Relevanz:
"Eine reine Abbildung der Website bringt nichts", so Friedl. Er
empfiehlt, in den App Stores auf Votings und Kritiken zu achten,
sowie Manipulationen zu vermeiden. Kleine Tricks gebe es aber schon:
Zum Beispiel nur regelmäßige Nutzer einer App aktiv aufzufordern, die
Anwendung zu bewerten. Er hält die Prüfung von Applikationen durch
manche Anbieter für gut, bei Android ist der Experte entsprechend
skeptisch.

"Auf der Android-Plattform gibt es laut Studien mehr Malware",
verwies auch Stefan Mey vom WirtschaftsBlatt auf diesen Aspekt.
Security sei jedenfalls beim Konsumenten als Thema schon verankert.
"Wo der Server steht, betrifft sowohl Endanwender als auch
Unternehmen", so Mey. Aktuelle Enthüllungen rund um das
Geheimdienst-Programm "PRISM" würden zeigen, wie leicht Daten, die
per App von Servern abgerufen werden, in falsche Hände geraten
könnten.

Die Plattform

Soziale Netzwerke, mobiles Marketing und Software als
Dienstleistung: Die IT-Welt dreht sich immer schneller. Die seit 2001
existierende E-Business-Community (EBC) hat es sich daher zur Aufgabe
gemacht, Wissen über aktuelle Themen aus der Branche zu vermitteln
und Geschäftskontakte zu erleichtern. Veranstaltet von
APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und
redaktionelles Outsourcing, bildet die EBC ein schlagkräftiges
Netzwerk für erfolgreiches E-Business. Monatliche Veranstaltungen,
bei denen sowohl Impulsreferate als auch Fachvorträge und
Podiumsdiskussionen Platz haben, bilden die ideale Plattform für
Erfahrungs- und Meinungsaustausch.

Die Partner-Unternehmen der E-Business-Community sind:

- A1 www.a1.net
- APA-MultiMedia http://multimedia.apa.at
- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH www.cms-rrh.com
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net
- Gentics Software GmbH www.gentics.com
- Kapsch www.kapsch.net
- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com
- NextiraOne www.nextiraone.at
- Samsung www.samsung.at
- Technische Universität (TU) Wien www.tuwien.at
- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at
- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at
- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4338

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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