- 27.06.2013, 10:34:58
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Elbs: Kirche muss Freundin Gottes und der Menschen sein
"Kathpress"-Gespräch mit künftigem Vorarlberger Bischof
Utl.: "Kathpress"-Gespräch mit künftigem Vorarlberger Bischof =
Feldkirch, 27.06.13 (KAP) Die wichtigste Aufgabe der Kirche ist für
den designierten Feldkircher Diözesanbischof Benno Elbs,
"Freundschaft mit Gott und die daraus entstehende Zuwendung zum
Menschen" zu pflegen. Das legte Elbs in einem "Kathpress"-Gespräch
im Hinblick auf seine Bischofsweihe am Sonntag in Feldkirch dar. Es
sei "wie eine Verfassung der Kirche, dass sie Menschen bei der
Erfahrung hilft, dass Gott alle Wege des Lebens begleitet, und sich
weiters auch dem leidenden, hilfsbedürftigen Menschen widmet",
erklärte der künftig vierte Bischof der westlichsten Diözese
Österreichs, der rund 250.000 Katholiken angehören. Ausführlich ging
der ausgebildete Psychotherapeut im Interview auch auf die Beziehung
von Religion und Psychologie bzw. Psychotherapie ein.
Benno Elbs, Jahrgang 1960, wurde 1986 zum Priester geweiht und hatte
seither viele führende Positionen in der noch jungen Diözese
Feldkirch inne, darunter auch deren interimistische Leitung, seit
2011 sein Vorgänger Bischof Elmar Fischer zurücktrat. Zugleich war
der aus Bregenz stammende Geistliche jedoch auch als Seelsorger,
Religionslehrer und Psychotherapeut tätig.
Psychologie und Religion könnten sich ergänzen und einander viel
schenken, so Elbs: "Die Psychotherapie hat die Dynamik der Seele und
des Lebens im Blick, während die Theologie Inhalte gibt." Die
Aufarbeitung von Schuld sei in der Therapie möglich, nicht aber die
Schuldvergebung und der Aufruf zum Neuanfang mit der nötigen
Autorität. Er selbst arbeite auch mit Psychiatern und Psychologen
zusammen, "die in der Schuldaufarbeitung an die Grenze kommen".
Besonders fördern wolle Elbs den interreligiösen Dialog, sei doch
Vorarlberg gemeinsam mit Wien das Bundesland mit dem größten
Muslimen-Anteil. Viele Initiativen seien bisher von der diözesanen
Islambeauftragten ausgegangen, etwa die Errichtung des islamischen
Friedhofes. "Zuhause ist man erst dort, wo man auch seine Toten
begraben kann. Wir möchten, dass die muslimischen Mitbürger
integriert werden und eine Chance darauf haben."
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