- 27.06.2013, 09:27:17
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Kooperatives Planungsverfahren für Neu Leopoldau abgeschlossen
Wohnen, Arbeiten und viel Grün auf 13,5 Hektar Fläche im ehemaligen Gaswerk Leopoldau
Utl.: Wohnen, Arbeiten und viel Grün auf 13,5 Hektar Fläche im
ehemaligen Gaswerk Leopoldau =
Wien (OTS) - Mit einem Informationsabend wurde gestern, Mittwoch,
eines der ersten und vor allem größten kooperativen Planungsverfahren
Wiens abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein städtebaulicher Entwurf für
Neu Leopoldau in Wien-Floridsdorf bei der Siemensstraße. Auf einem
Areal von 13,5 Hektar werden ab 2016 Wohnungen, Gewerbeflächen und
viel Grünraum rund um zahlreiche denkmalgeschützte Bauten entstehen.
Neben ExpertInnen aus der Stadtplanung, der Verkehrsplanung sowie der
Landschaftsplanung, ArchitektInnen, dem Bundesdenkmalamt und
politischen EntscheidungsträgerInnen nahmen auch drei von den
AnrainerInnen gewählte VertreterInnen am Planungsverfahren teil.
Entsprechend groß ist der Zuspruch zum nun vorgestellten Konzept, das
gemeinsam von der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, einem
Tochterunternehmen der Wien Holding, und der Wien Energie Gasnetz
GmbH umgesetzt wird.
Gelungene Mischung aus Wohnen und Arbeiten
Im Süden des Areals Richtung Thayagasse wird es rund um die 17
denkmalgeschützten Gebäude einen öffentlichen Bereich mit viel Grün
geben. Die Marischkaallee wird verlängert bis zu einem öffentlichen,
rund 9.000 Quadratmeter großen Park. Dahinter werden bis zu 1.400
Wohnungen entstehen und rund 70.000 Quadratmeter Fläche für
gewerbliche Nutzung verbleiben. Das gesamte Areal wird
verkehrsberuhigt, für die Fahrzeuge der BewohnerInnen und NutzerInnen
werden in den Randlagen Garagen errichtet. Die Belastung der
Umgebungsstraßen soll durch ein extra erarbeitetes Verkehrskonzept
und eine bessere Anbindung des Areals an das öffentliche Verkehrsnetz
so gering wie möglich gehalten werden.
"Auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks wird mit diesem Entwurf eine
gelungene Mischung aus Wohnen und Arbeiten in Floridsdorf entstehen.
Wien wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Hier wird nun ein
Lebensraum sowohl für die künftigen BewohnerInnen und NutzerInnen als
auch für die jetzigen AnrainerInnen gebaut, der neue Impulse - auch
wirtschaftlicher Natur - im Nordosten Wiens setzen wird", freut sich
Vizebürgermeisterin Renate Brauner über die vorliegenden Pläne.
"Dieses Projekt ist beispielhaft für einen erfolgreich durchgeführten
Planungsprozess. Eingebunden wurden ExpertInnen aus unterschiedlichen
Fachrichtungen, politische EntscheidungsträgerInnen aus Stadt und
Bezirk sowie allen voran die AnrainerInnen. So ist ein
außergewöhnliches städtebauliches Konzept entstanden, das Grundlage
für einen neuen, belebten Stadtteil ist", sagt Vizebürgermeisterin
Maria Vassilakou anlässlich der Präsentation des Ergebnisses.
Breite Beteiligung aller Interessensgruppen
"Für den Bezirk ist dieses kooperative Planungsverfahren eine
Win-Win-Situation. Durch die Einbindung aller Interessengruppen und
einer breiten Beteiligung von Fachleuten sollen Ergebnisse erzielt
werden, mit denen eine große Mehrheit zufrieden ist. Das ehemalige
Gaswerk Leopoldau wird ein wichtiger und lebendiger Teil unseres
Bezirks werden und wir freuen uns schon auf die Umsetzung dieses
Projekts, in dem die Anrainer von Beginn an eingebunden sind", sagt
Bezirksvorsteher Heinz Lehner.
Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak freut sich "über diesen
gelungenen Prozess, der von unseren ProjektleiterInnen und allen
Beteiligten mit großem Engagement durchgeführt worden ist. Die
positiven Reaktionen der AnrainerInnen zeigen uns, dass wir mit
dieser Vorgangsweise auf dem richtigen Weg sind." Die
Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, Gabriele Payr, betont den
historischen Wert des Areals: "Das ehemalige Gaswerk gehört zur
Geschichte Wiens. Mit dem Erhalt von 17 alten Gebäuden, der
Ausweitung der Grünzonen und der Belebung der restlichen Flächen
gelingt es hier, Historie und Zukunft zu einem neuen Ganzen zu
vereinen."
Kooperatives Planungsverfahren
Der Startschuss für das kooperative Planungsverfahren erfolgte im
Herbst 2012. Als begleitende Planer wurden von einer neunköpfigen
Jury aus 28 BewerberInnen die Teams querkraft architekten,
Tillner&Willinger ZT GmbH sowie ABP Arquitectos - Madrid/1:1
Architektur - Wien ausgewählt. Bis Mitte 2014 soll die Flächenwidmung
abgeschlossen sein, danach folgen ein kooperativer zweistufiger
Bauträgerwettbewerb, die konkrete Planungsphase und schließlich im
Jahr 2016 der Baubeginn. Parallel zur Flächenwidmung wird ein
Zwischennutzungskonzept entwickelt. Geplant ist auch ein eigenes
Verfahren für Baugruppen. Eine Baugruppe ist ein Zusammenschluss von
Menschen, die selbstbestimmt und eigenverantwortlich ein gemeinsames
Gebäude errichten und dort wohnen und gegebenenfalls auch arbeiten.
(Schluss)
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