Staatssekretär Ostermayer: "Staat respektiert alle Kirchen und Religionsgesellschaften"

Hofrätin MMag. Dr. Christine Mann erhält Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Wien (OTS) - "Die freie Religionsausübung ist heute in Österreich ein Grundrecht, das allen Menschen gleichermaßen zusteht. Die Politik hat dieses Recht zu respektieren, zu schützen und notfalls auch zu verteidigen. Wir respektieren alle Kirchen und Religionsgesellschaften, insbesondere die römisch-katholische Kirche als größte unter ihnen, als wichtige gesellschaftliche Kraft in unserem Land. Sie erbringen ihre Leistungen nicht nur für ihre eigenen Mitglieder, sondern für die ganze Gesellschaft", sagte Staatssekretär Dr. Josef Ostermayer heute, Dienstag, in Vertretung von Bundeskanzler Werner Faymann anlässlich der Überreichung des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich an Hofrätin MMag. Dr. Christine Mann, Leiterin des Erzbischöflichen Amtes für Unterricht und Erziehung der Erzdiözese Wien.

Diese Leistungen der Kirche ließen sich etwa im Bildungssektor verorten, den Hofrätin Dr. Mann in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt habe. "Etwa 70.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in Österreich 335 katholische Privatschulen. Wir denken aber auch an die vielen Kinderbetreuungseinrichtungen, die unverzichtbaren Leistungen im Sozialbereich, die Leistungen von 32 Ordensspitälern und an die vielen denkmalschützenden Leistungen, welche die römisch-katholische Kirche in unserem Land erbringt", so der Staatssekretär.

In den gemeinsamen Bemühungen von Staat und Kirche fänden sich überdies viele Übereinstimmungen, die von beiden gemeinsam getragen und unterstützt würden. "Etwa wenn es um die Bekämpfung von Armut, die Forcierung von Integration, um ein gemeinsames Auftreten gegen Rassismus oder um den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft geht", sagte Ostermayer. Dies sei auch der Grund dafür, warum Bundeskanzler Faymann erstmalig und bisher schon mehrmals die Vertreter aller Kirchen und Religionsgesellschaften in das Bundeskanzleramt eingeladen habe, um die gemeinsamen Positionen für ein Miteinander in Österreich auszuloten und zu stärken.

Auch wenn es gesellschaftspolitische Fragen - wie etwa im Bereich der Bioethik - gebe, in denen unterschiedliche Auffassungen vorherrschten, sei es doch wichtig, die unterschiedlichen Auffassungen auszutauschen, um so die verschiedenen Beweggründe zu verstehen. "Dialog kann man nicht verordnen. Dazu braucht man Menschen, die Interesse am gemeinsamen Gespräch haben, die verlässliche Partner sind und die an gemeinsamen, stabilen Lösungen interessiert sind. Frau Hofrätin Mann ist eine Person, die auf Dialogbereitschaft setzt. Sie ist in diesem Spannungsfeld bestrebt, zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen und stellt das Gemeinsame vor das Trennende", so der Staatssekretär.

"Für alle Leistungen, die sie bisher für die Kirche und für die Gesellschaft erbracht hat, wollen wir uns bei ihr mit der Verleihung des Großen Silbernen Ehrenzeichens bedanken", so Ostermayer abschließend.

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