Mailath an Spindelegger: Schluss mit der Aschenputtel-Politik!

Vorschlag von AHS-Aufnahmeprüfungen zeugt von der nicht vorhandenen bildungspolitischen Kompetenz der ÖVP

Wien (OTS) - "'Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen' - Vizekanzler Spindelegger ist es scheinbar nicht zu peinlich, im Jahr 2013 immer noch Bildungspolitik auf Basis von Märchensprüchen aus dem 19. Jahrhundert zu machen. Wir möchten den Vizekanzler daher daran erinnern, dass wir bereits im 21. Jahrhundert angekommen sind", empört sich BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny.

"Die Forderung, Aufnahmetests für die AHS einzuführen, mutet geradezu absurd an", pflichtet BSA-Generalsekretärin Olivia Weiss bei. "Bildung wird in Österreich nach wie vor nicht erworben, sondern vererbt - eine Maßnahme zu fordern, die diese fatale Entwicklung noch verstärken würde, ist hoffentlich dem nahenden Wahlkampf geschuldet. Andernfalls müsste man ernsthaft an der Fähigkeit des Vizekanzlers zweifeln, elementare Zusammenhänge zu erfassen."

"Die heute präsentierte OECD-Studie 'Education at a Glance' zeigt, dass Österreich dem OECD-Schnitt bei StudienanfängerInnen und Studienabschlüssen weiterhin hinterherhinkt. Da AHS-SchülerInnen wesentlich häufiger ein Studium beginnen als jene anderer Schultypen, würde die Umsetzung von Spindeleggers Vorschlag die soziale Durchmischung an den Universitäten weiter verringern, während sie im Gegenteil dringend verbreitert gehört", so Mailath und Weiss abschließend.

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