BV-Stv. Gabriele Jell-Wiesinger: "Ausschluss war letzter Ausweg der FPÖ-Spitze um von eigener Untätigkeit abzulenken!"

Wien (OTS) - Dass sie mit sofortiger Wirkung wegen "parteischädigenden Verhaltens" aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, wertet die nunmehr parteifreie Liesinger Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Gabriele Jell-Wiesinger als Retourkutsche für das von ihr vor dem Landesparteigericht Wien angestrengte Ausschlussverfahren gegen FPÖ-Bezirksparteiobmann LAbg Wolfgang Jung. "Seit mehr als 1,5 Jahren sind die Spitze der FPÖ Wien und Bundesparteiobmann Strache über die Zustände und Vorkommnisse in der FPÖ Bezirksgruppe Liesing informiert, aber alle haben nur weggeschaut und versucht, alles unter den Teppich zu kehren ", sagt sie wörtlich. Selbst über die Entscheidung ab Juli 2013 keine Klubbeiträge mehr zu zahlen war FP-Bundesobmann Strache schon vor Wochen von Jell-Wiesinger informiert worden. Sein knapper Kommentar (per SMS) zu dieser Entscheidung: "Danke für die Information!"

Den nunmehrigen Versuch ihr den schwarzen Peter für die Entwicklung zu zuschieben und ihren Ausschluss aus der FPÖ bezeichnet Jell-Wiesinger als "typisches Verhalten bei permanenter, eklatanter Führungsschwäche". Um das eigene Fehlverhalten bzw. Nichtstun zu rechtfertigen, sucht die FPÖ-Spitze nach einem Sündenbock, im Fall der FPÖ-Liesing hat es eben sie getroffen, stellte Jell-Wiesinger fest. Mit Spannung warte sie darauf, ob und wann das Landesparteigericht der FPÖ Wien die Behandlung des Antrages auf Ausschluss von Jung aufnehmen werde. Der Antrag wurde bereits vor Wochen gestellt, bis dato sei jedoch nichts passiert, stellte sie die zeitliche Abfolge der Ereignisse klar. In diesem Zusammenhang findet es Jell-Wiesinger befremdlich, dass seitens der FP-Spitze noch am Donnerstag (Kurier-Artikel) mitgeteilt wurde, "man werde die Mobbing-Vorwürfe prüfen" und schon am Freitag der Parteiausschluss gegen sie verhängt wurde. "Es kann sich jeder ein Bild machen, wie intensiv die Prüfung war, umso mehr als keiner der seit Beginn involvierten FP-Spitzenfunktionäre - und das waren viele - das Gespräch mit ihr gesucht habe", sagte Jell-Wiesinger.

Interessant erscheint in diesem Zusammenhang, dass man ihr den Umstand, dass sie keine Klubbeiträge mehr zahle, nunmehr als "asoziales Verhalten" vorwerfe. Die Verwendung dieses Begriffes zeige recht deutlich, von welchem Geist einzelne Politiker innerhalb der FPÖ beseelt seien, denn schon zur Zeit des Nationalsozialismus und in der DDR hätten die Machthaber den Begriff "asozial" zum Rechtsbegriff gemacht und daraus die Verfolgung von unangepassten sozialen Gruppen und Personen juristisch abgeleitet. "Anstatt sich Problemen zu stellen und zu versuchen diese zu lösen, werde gegen unliebsame Mitstreiter aus den eigenen Reihen, mit faschistischer Diktion vorgegangen, werden sie öffentlich verunglimpft und wird versucht sie mundtot zu machen", wehrt sich Jell-Wiesinger gegen den unqualifizierten Vorwurf asozialen Verhaltens. "Es ist weder sozial noch kameradschaftlich einer Landesparteiobfrau via Facebook (SocialNetwork!!!) auszurichten, sie möge doch gefälligst ihren Sessel räumen", zieht BV-Stv. Jell-Wiesinger Parallelen zu Vorgängen innerhalb der FPÖ in jüngerer Vergangenheit.

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