Gerald Grünberger zum Präsidenten des Friedrich Funder Instituts gewählt

Neuer FFI-Präsident: "Professioneller Journalismus muss Überangebot an Medienkanälen mit Rückbesinnung auf Kernkompetenzen begegnen"

Wien (OTS) - Das Friedrich Funder Institut (FFI) steht unter einer neuen Führung: Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), wurde gestern bei der ordentlichen Generalversammlung zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Vizepräsident des Institutes folgt in dieser Funktion auf den ehemaligen TW1-Geschäftsführer Werner Mück.

Grünberger dankte den Mitgliedern des Vereins für das Vertrauen, das ihm entgegen gebracht wurde. Er will in seiner Funktion neben dem journalistischen Handwerk vor allem auf die Herausforderungen durch die Digitalisierung für den Journalismus eingehen: "Das Überangebot an Medienkanälen ist für den klassischen Journalismus nicht nur eine Chance, sondern vor allem eine Herausforderung. Wenn professioneller Journalismus nicht die Deutungshoheit des Nachrichtengeschehens an private Blogger oder Soziale Medien abtreten will, muss er sich stärker als bisher gegen die Konkurrenz behaupten. Das kann den Redakteuren mit der Rückbesinnung auf ihre Kernkompetenz, den journalistischen Tugenden, gelingen: der gründlichen Recherche, dem gewissenhaften Double-Check der Fakten und einer klaren Haltung sowie unbeirrbaren Unabhängigkeit. Das FFI will mit seinen Ausbildungsangeboten dazu seinen Beitrag leisten." Denn es seien die Leistungen der Redaktionen, die klassische Medien auszeichnen, glaubwürdig und unverwechselbar machen würden, betonte Grünberger.

Werner Mück war seit 2008 Präsident des Institutes. Grünberger dankte ihm für seinen Einsatz und würdigte sein Wirken mit der FFI-Ehrennadel. "Werner Mück hat das Institut während seiner Amtsperiode entscheidend geprägt und vielen Berufseinsteigern eine fundierte und praxisnahe Ausbildung zu Teil werden lassen. Damit hat er einen wichtigen Beitrag geleistet, den Medienstandort Österreich inhaltlich zu stärken", betonte Grünberger.

Neben Gerald Grünberger sind im Präsidium als Vizepräsidenten Ulrike Rauch-Keschmann (Österreich Werbung), Jürgen Peindl (Puls4), Ursula Schimpl-Horvath (Kurier) und Wolfgang Struber (Radio Arabella) vertreten. Weitere Präsidiumsmitglieder sind: Johannes Bruckenberger (APA), Claus Reitan (ehemals Furche), Andreas Csar (VÖZ), Dietmar Halper (Politische Akademie).

Das Funder Institut wurde 1981 gegründet und versteht sich als unabhängige Einrichtung in der Tradition des katholischen Publizisten Friedrich Funder. Mit seinem Ausbildungsprogramm hat das Institut den journalistischen Nachwuchs im Fokus sowie die Aus- und Weiterbildung etablierter Journalisten.

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