- 24.06.2013, 14:06:49
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Gmunden wird Bayreuth: Dreharbeiten zu ORF/ZDF-Eventfilm über Wagners Erben
Iris Berben, Heino Ferch und Felix Klare drehen "Der Clan. Die Geschichte der Familie Wagner" (AT)
Utl.: Iris Berben, Heino Ferch und Felix Klare drehen "Der Clan. Die
Geschichte der Familie Wagner" (AT) =
Wien (OTS) - "In Gmunden haben wir alles gefunden, was wir gesucht
haben", freute sich Produzent Oliver Berben am Freitag, dem 21. Juni
2013, bei einem Pressetermin anlässlich der Dreharbeiten zu seinem
jüngsten Projekt. Denn noch bis 5. Juli wird die Villa Lanna im
oberösterreichischen Salzkammergut zur Villa Wahnfried, einem
Wagner'schen Domizil in Bayreuth, wenn dort "Die Geschichte der
Familie Wagner" erzählt wird. Basierend auf wahren Begebenheiten
erzählt Drehbuchautor Kai Hafemeister von einer Familie voll
schillernder Persönlichkeiten, deren Ringen um Liebe, Macht und Ruhm
über Skandale, Intrigen und Größenwahn bis zur gegenseitigen
Vernichtung führt. Erste Einblicke in den aufwendig produzierten
105-minütigen ORF/ZDF-Eventfilm, der mit dem Tod von Richard Wagner
beginnt, gaben u. a. die Darsteller Iris Berben, Petra
Schmidt-Schaller, Eva Löbau, Heino Ferch, Felix Klare, Lars Eidinger
und der Österreicher Werner Haindl sowie Regisseurin Christiane
Balthasar, Produzent Oliver Berben, die beiden Koproduzenten Gero von
Boehm und Gerald Podgornig sowie Vertreter/innen der
Fördereranstalten. Zu sehen ist "Der Clan. Die Geschichte der Familie
Wagner" (AT) voraussichtlich im Weihnachtsprogramm in ORF 2.
Iris Berben als "radikalste Figur des Clans"
Nach dem ORF/ZDF-Dreiteiler "Krupp - Eine deutsche Familie" stehen
Iris und Oliver Berben nun wieder gemeinsam für eine Produktion vor
bzw. hinter der Kamera. Cosima Wagner, die Rolle, die seine Mutter
verkörpert, ist für Oliver Berben "die radikalste, stärkste und
extremste Figur des Clans. Denn sie wollte nicht nur ihr eigenes
Leben dem Meister verschreiben, sondern diesen Schwur auch den
Kindern und Kindeskindern auferlegen." Iris Berben selbst über ihre
Rolle: "Ja, Cosima Wagner ist eine negative Figur, aber gerade, wenn
man eine solche spielt, muss man den Menschen auch mögen, den man
darstellt. Und das herauszuarbeiten, ist eine große Freude." Ob es
etwas gibt, das sie an der Figur bewundert? "Diese Kraft, dass sie
sich in einer Zeit, in der es doch eher ungewöhnlich war, ein
selbstbestimmtes Leben zu führen, sich nicht unterzuordnen. Man
könnte fast sagen, sie hat etwas sehr Emanzipatorisches gehabt. Wie
sie es umgesetzt hat, das ist die Diskrepanz für mich. Aber sie war
jemand, der eine eigene Haltung hatte und sich dadurch natürlich auch
in Situationen gebracht hat, die negativ sind. Aber für einen selber
muss es ja etwas sein, das man als richtig empfindet. Manchmal ist
man in dem eigenen Korsett oder in dem Korsett der Zeit gefangen. Das
ist sicher eine bewundernswerte Haltung." Und weiter über die
Schattenseiten an ihrer Figur: "Wenn ich daran denke, was man doch
auch als Elternteil erfüllen müsste, wenn man drei Kinder hat -
Neigungen und Talente zu fördern und ihnen die Möglichkeiten
aufzuzeigen, die es ihnen ermöglichen, ein kraftvoller Mensch zu
werden. Aber sie in etwas hineinzuzwängen, das die eigenen
Vorstellungen beinhaltet, von ihnen ein Talent abzufordern, das ist
fast unmenschlich. Und heute wäre sie sicherlich das, was man eine
der besten PR-Managerinnen nennen würde, die es gibt. Es war für mich
eine PR-Maschine, die sie betrieben hat, mit einem unheimlich
strategischen, kalten Handeln. Und wahrscheinlich ist sie auch das
erste Groupie gewesen: Wie sie diesen Mann erhöht hat, wie sie an
diesem Mann gehangen hat, wozu sie bereit war, was sie alles
verlassen und verleugnet hat, einschließlich ihrer eigenen
Musikalität, die sie nicht ausgelebt hat."
Regisseurin Christiane Balthasar war "von Anfang an Feuer und Flamme
für diese Projekt"
"Ich war von Anfang an Feuer und Flamme für dieses Projekt, was nicht
nur mit dem Thema selbst zu tun hat, sondern auch mit dem großartigen
Drehbuch", wirft Regisseurin Christiane Balthasar einen Blick zurück.
Unser Film beginnt mit dem Tod von Richard Wagner, es geht um eine
Familie, Familienbande, Familienstrukturen und wie sehr diese
beeinflussen. Das alles verkleidet in diesen speziellen Rahmen, das
historische Ambiente, in diese unglaublich schönen Motive und Kostüme
ist auch etwas, das mich an dem Projekt gereizt hat."
Produzent Oliver Berben: "Was passiert mit dem kulturellen und
familiären Erbe?"
"Anfangs habe ich gedacht, dass es nichts gibt, was über Wagner nicht
schon jetzt oder spätestens nach Ende des Jahres erzählt ist",
erinnert sich Produzent Oliver Berben. Doch dann bekam er ein Buch
und eine Reportage über den Wagner-Clan zu Gesicht, die sich auch
darum drehen, wie es nach dem Tod von Richard Wagner weitergegangen
ist. "Was wird aus dieser Familie, nachdem ein so großer Virtuose
gestorben ist? Was passiert mit dem kulturellen und familiären Erbe?
Und das brillante Drehbuch von Kai Hafemeister mit diesen ganz tollen
Figuren war dann gewissermaßen auch der Startschuss, diese Geschichte
zu erzählen. Und meine Neugier ist nicht zu kurz gekommen. Würde man
ein fiktionales Buch darüber schreiben, würde man vieles darin nicht
glauben." Und weiter über den Film: "Wie der Titel schon sagt, ist es
ein Ensemblestück. Aber es geht uns nicht darum, einen Kostümfilm zu
machen."
Mehr zum Inhalt ist online unter http://presse.ORF.at abrufbar.
Mit der aufwendigen 105-minütigen Produktion über die legendäre
Dynastie setzen ORF, ZDF und MOOVIE - the art of entertainment nach
"Das Adlon. Eine Familiensaga" ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort.
Die Dreharbeiten finden seit 28. Mai in Deutschland (München und
Umgebung) und Österreich statt. Nach Leopoldskron und Gmunden geht es
für das Team auch noch nach Salzburg. "Der Clan. Die Geschichte der
Familie Wagner" (AT) ist eine Koproduktion des ZDF mit Moovie - the
art of entertainment (Produzent: Oliver Berben) in Zusammenarbeit mit
dem ORF. Das Projekt wird gefördert von FFF FilmFernsehfonds Bayern,
Fernsehfonds Austria und Land Oberösterreich. Als weitere
Koproduzenten sind Lupa Film (Produzent: Gero von Boehm) und Mona
Film (Produzenten: Thomas Hroch, Gerald Podgornig) beteiligt.
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