ALPINE: Bei Rettung müssen Arbeitsplätze Hauptrolle spielen

GBH ist bei einer Marktbereinigung auf Kosten der Arbeitnehmer nicht dabei

Wien (OTS/ÖGB) - Verschiedene Konzepte zur Rettung der ALPINE müssen vom Masseverwalter geprüft werden. Dabei ist es der GBH (Gewerkschaft Bau-Holz) besonders wichtig, dass so viele Arbeitsplätze wie möglich mittelfristig gesichert werden. Bei einer reinen Marktbereinigung ist die GBH nicht dabei. ++++

Die Telefone laufen bis Montag 24 Stunden zwischen Investoren, Ministerien und den Interessenvertretungen heiß. Eine Lösung für die ALPINE und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu finden, gestaltet sich schwierig. Es kristallisieren sich zwei mögliche Szenarien heraus. Die vier größten österreichischen Bauunternehmen - PORR, STRABAG, Swietelsky und HABAU - arbeiten an einer eigenen privaten Auffanggesellschaft, um die ALPINE österreichweit übernehmen zu können. Neben den kartellrechtlichen Fragen ist vor allem die Finanzierung zu klären. Das Konzept dazu soll bis Montag dem Masseverwalter vorgelegt werden.

Parallel dazu gibt es eine weitere neue interessante Variante. So könnten die einzelnen ALPINE-Niederlassungen in den Bundesländern von regionalen Bauunternehmen weitergeführt werden. Auch hier sollen die Landeskonzepte bis Montag ausgearbeitet und dem Masseverwalter übergeben werden.

Baugewerkschaftschef Josef Muchitsch: "Die Uhr läuft, und jeder Vorschlag zur Fortführung der Alpine ist begrüßenswert und muss eingehend geprüft werden. Dabei ist für uns als Baugewerkschaft nicht nur das bestmögliche Ergebnis für die Gläubiger, sondern vor allem eine Arbeitsplatzgarantie für die Beschäftigten der ALPINE und der Zuliefererfirmen sicher zu stellen. Wir als zuständige Gewerkschaft unterstützen natürlich jede Lösung, bei der zumindest mittelfristig die Arbeitsplätze gesichert werden. Bei einem Modell zur reinen Marktbereinigung sind wir auf keinen Fall dabei. Diese Pleite darf nicht auf dem Rücken der Bauarbeiter und Zuliefererbetriebe ausgetragen werden."

Rückfragen & Kontakt:

GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch, 0664/614 55 42, bessere.zukunft@josef-muchitsch.at, www.bau-holz.at

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