• 21.06.2013, 09:53:33
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"Dr. Alois Mock-Europa-Preis" in Grafenegg verliehen

LH Pröll: "NÖ ist ein guter Boden, um die Europaidee weiter voranzutreiben"

Utl.: LH Pröll: "NÖ ist ein guter Boden, um die Europaidee weiter
voranzutreiben" =

St. Pölten (OTS/NLK) - In Grafenegg ist am gestrigen Donnerstagabend,
20. Juni, der "Dr. Alois Mock-Europa-Preis 2012" an den
Vizeministerpräsidenten und Außenminister der Tschechischen Republik,
Karel Schwarzenberg, vergeben worden. Den "Dr. Alois
Mock-Europa-Preis 2013" erhielt in Abwesenheit der Präsident der
Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso.

"Niederösterreich ist ein guter Boden, um die Europaidee weiter
voranzutreiben", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in seiner
Begrüßungsrede. Auf niederösterreichischer Ebene betreibe man "seit
langem schon eine niederösterreichische Außenpolitik, weil wir
glauben, dass eine kleine überschaubare Region wie Niederösterreich,
die im Herzen Europas liegt, einen entsprechenden Beitrag leisten
kann". Der Landeshauptmann verwies dabei etwa auf das vor wenigen
Tagen zu Ende gegangene Europa-Forum Wachau oder auch die
Donauraumstrategie.

Die Laudatio wurde durch Vizekanzler und Außenminister Dr. Michael
Spindelegger gehalten. Beide Politiker, Barroso und Schwarzenberg,
hätten oftmals unter Beweis gestellt, dass sie in Europa das
Gemeinsame vor das Trennende stellen, so Spindelegger. Er würdigte
Karel Schwarzenberg als "großen Europäer", der sich "große
Verdienste" erworben habe, mit seiner Mitwirkung seien "wichtige
politische Weichen gestellt" worden.

Europa stehe heute vor einem "entscheidenden Moment", betonte
Preisträger Karel Schwarzenberg in seiner Dankesrede. In Bezug auf
die Erweiterungspolitik stellte er fest, dass Europa "noch nicht
vollständig" sei. Es sei "der Auftrag unserer Generation, dass wir
ganz Europa vereinen", so Schwarzenberg.

In Vertretung von Kommissionspräsident Barroso verlas Mag. Richard
Kühnel eine Grußbotschaft, in der er sich "sehr herzlich für diese
große Ehre" bedankte.

Mit dem "Dr. Alois Mock-Europa-Preis" werden Persönlichkeiten
ausgezeichnet, die in Forschung oder Lehre, auf den Gebieten des
Schrifttums oder der Publizistik, durch ihre Tätigkeit im staatlichen
oder kommunalen Bereich, in Organisationen oder im Wirtschaftsleben
die europäische Einheit in vorbildlicher Weise gefördert haben.
Bisherige Preisträger sind Paul Lendvai, Elmar Brok, Dimitrij Rupel,
Hugo Bütler, Roland Dumas, Magdalena Vasaryova, Hans-Gert Pöttering,
Otto von Habsburg, Hans-Dietrich Genscher und Jerzy Buzek. Im Zuge
der Veranstaltung in Grafenegg wurden auch die "Dr. Alois
Mock-Wissenschafts- und Förderpreise 2012 und 2013" vergeben, diese
gingen an Alina Schmidt (Wissenschaftspreis 2012), Martina Almhofer
und Eva Tscherner (Förderpreise 2012) sowie Thomas Müller
(Wissenschaftspreis 2013) und Marie Czuray und Christoph Burger
(Förderpreise 2013).

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