Weltflüchtlingstag: LR Kaufmann-Bruckberger dankt Bürgermeistern

Aufnahme von Flüchtlingen fußt auf christlich-humanistischer Prägung

Baden (OTS) - Anlässlich des Weltflüchtlingstages, der morgen begangen wird, dankte Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger allen Bürgermeistern des Landes, die bereits Flüchtlinge in ihren Gemeinden aufnehmen konnten. "Die dezentrale Unterbringung von Menschen, die vor Gewalt und Verfolgung fliehen müssen, ist die richtige Maßnahme und fußt auf unsere christlich-humanistischen Prägung. Da geht es meist nur um ein, zwei Familien pro Gemeinde", erläutert die dafür in NÖ zuständige Landesrätin.

Eine erschütternde Verlogenheit sei es, so Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, zwar andere Staaten für ihre Unterdrückung der Menschenrechte mit Gewalt, großspurig zu verurteilen, aber im selben Atemzug die Opfer, die deshalb aus ihrer Heimat flüchten, als "Schmarotzer" zu bezeichnen.

Elisabeth Kaufmann-Bruckberger: "Weltweit gibt es Millionen Flüchtlinge, die auf Grund von politischer oder religiöser Verfolgung, auf Grund eines Krieges, eines Rassenkampfes ihre Heimat verlassen müssen. Wir haben die Verpflichtung diesen Menschen gegenüber, wenn sie Asyl suchen, in einem kurzen, gesetzlichen Verfahren zu überprüfen, ob Asyl gewährt wird oder nicht." Die Landesrätin streicht auch hervor, dass von einer Überbelastung Österreichs mit Flüchtlingen nicht die Rede sein kann. Im Vergleich zur österreichischen Bevölkerung liegt die Zahl der Asylwerber bei rund 0,4 Prozent.

Welche Bereicherung Flüchtlinge sein können, unterstreicht EKB stellvertretend mit der Nennung dreier bekannte Persönlichkeiten, die nach Österreich flüchten mussten:

Ioan Holender: 1959 flüchtete er von Rumänien nach Österreich. Er war von 1992 bis August 2010 Direktor der Wiener Staatsoper und damit der am längst amtierende Direktor seit dem Bestehen des Hauses.

Paul Lendvai: Der aus Ungarn stammende Journalist Paul Lendvai ist politischer Kommentator in österreichischen und englischsprachigen Medien und gilt als einer der profundesten Kenner Osteuropas. Lendvai wurde in Ungarn im Jahr 1953 als "politisch Unzuverlässiger" für acht Monate inhaftiert und konnte erst 1957 nach Österreich flüchten.

Kardinal Christoph Schönborn: Geboren wurde Schönborn 1945 in Skalsken bei Litomerice (Leitmeritz) in der Tschechischen Republik. Noch im selben Jahr musste die Familie flüchten und fand eine neue Heimat in Österreich.

Aber auch flüchtende Österreicher konnten sich auf das Asylrecht anderer Länder verlassen. So flüchtete der spätere Bundeskanzler Bruno Kreisky nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Abstammung und seines Engagements bei den Sozialisten nach Schweden. Von dort kehrte er in den 50er Jahren nach Österreich zurück und setzte seine politische Tätigkeit fort, bis er schließlich 1959 stellvertretender Parteivorsitzender der SPÖ wurde und von 1971 bis 1983 Bundeskanzler.

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