ÖGB-Bundeskongress - Bundeskanzler Faymann: Das Recht geht vom Volk aus, nicht vom Gold

Österreichs Duales Ausbildungssystem und niedrige Arbeitslosigkeit sind Aushängeschilder in ganz Europa

Wien (OTS/SK) - "Das Recht geht vom Volk aus, nicht wie manche meinen vom Gold", daran erinnerte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag, in seinen Grußworten beim 18. ÖGB-Bundeskongress im Austria Center Vienna. "Wir müssen gemeinsam die Stimme für die Menschen übernehmen, die kein Gehör finden", sagte Faymann und betonte die wichtige Rolle der Gewerkschaften für den sozialen Frieden eines Landes. Es müsse immer der Mensch im Mittelpunkt der Politik stehen. Solange Millionen von Menschen in Europa weiterhin arbeitslos seien, sei es zynisch zu sagen, die Krise sei vorbei. "In der Sozialdemokratie wird Solidarität hoch geschrieben. Deshalb stehen wir heute auch besser da als viele andere Länder in Europa", so Faymann. ****

Dies sei jedoch nicht möglich gewesen, ohne den starken Zusammenhalt zwischen Politik und Sozialpartner. Man habe mit klugen Maßnahmen seit Beginn der Finanzkrise dagegengehalten. "Das duale Ausbildungssystem und die niedrige Arbeitslosigkeit in Österreich sind mittlerweile Aushängeschilder und Vorbild in ganz Europa", wie Faymann betonte und wies auf Österreichs Position in Europa hin: "Wir müssen auch in Europa ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass alle Menschen gleich behandelt werden und die Verhältnisse fair sind." Soziale Gerechtigkeit sei daher das Gebot der Stunde, denn ohne aktives Zutun wird die Welt nicht gerechter. Ein starkes und gerechtes Europa ist auch im Sinne Österreichs, so der Bundeskanzler.

In Österreich hat die Sozialpartnerschaft einen besonderen Stellenwert. "Die enge und gute Zusammenarbeit ist ein Nährboden für kluge Entscheidungen", betonte der Bundeskanzler. Den Reichtum eines Landes misst man daran, wie man mit den Schwächsten in der Gesellschaft umgehe. Das sei auch das richtige Modell für Europa, so Faymann, der auch Zustimmung für die gewerkschaftliche Forderung, den Zugang zur sechsten Urlaubswoche zu erleichtern und damit mehr Menschen zu ermöglichen, signalisierte. (Schluss) mis

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