Meinl Bank: Wissenschaftliches Gutachten bestätigt Marktüblichkeit der MEL - Gebühren

Wien (OTS) - - Umfassendes Gutachten renommierter Universitätsprofessoren der Wirtschaftsuniversität Wien bestätigt Position der Meinl Bank in zentraler Frage staatsanwaltlicher Anschuldigungen

- "Analysen bestätigen, dass jede einzelne Gebühr als marktüblich und damit als angemessen zu beurteilen ist"

- Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Zentraler Punkt der staatsanwaltlichen Vorwürfe damit vom Tisch"

- "Fünf Jahre andauerndes ergebnisloses Ermittlungsverfahren sollte endlich eingestellt werden"

Seit rund fünf Jahren führt die Staatsanwaltschaft Wien (StA-Wien) Ermittlungen gegen Organe der Meinl Bank im Zusammenhang mit MEL (heute Atrium; Anm.). Abgesehen von 13 letztinstanzlich festgestellten Rechtsbrüchen der StA-Wien zulasten der Bank zeitigten diese Ermittlungen kein Ergebnis. Inzwischen beschäftigt die StA -Wien bereits den vierten Sachverständigen (Mag. FH Martin Geyer; Anm) und verursachte insgesamt Kosten von mehreren Mio EUR. Im Zentrum der staatsanwaltlichen Vorwürfe stehen die Gebühren, die die Meinl Bank als Dienstleisterin der MEL verrechnete. Die - von der Bank stets und vehement zurückgewiesene - Unterstellung: Die Gebühren wären stark überhöht gewesen.

Umfassende Studie zur Gebührenfrage belegt Position der Meinl Bank

Die Meinl Bank legte nun zu diesem zentralen Punkt des MEL-Diskurses ein umfassendes Gutachten zweier renommierter Professoren der Wirtschaftsuniversität Wien vor. Die Studie vergleicht die Gebühren der MEL mit einer umfassenden Vergleichsgruppe von an der Wiener Börse im Zeitraum von 2002 bis 2008 durchgeführten IPOs und SEOs. Das Ergebnis der von den Universitätsprofessoren Stefan Bogner und Stefan Pichler erstellten Analyse ist eindeutig: "Jede einzelne Gebühr ist marktüblich und damit als angemessen zu beurteilen".

Nach fünf Jahren ergebnisloser Ermittlungen sollte Verfahren eingestellt werden

Dazu Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Mit diesen wissenschaftlich fundierten Ergebnissen ist ein zentraler Punkt staatsanwaltlicher Vorwürfe vom Tisch. Wir haben nun einen objektiven Beleg zweier renommierter Wissenschaftler, der zeigt, dass die Gebühren, die die Meinl Bank als Dienstleisterin der MEL verrechnete, marktkonform und angemessen waren. Dieses Dokument ist das erste wissenschaftlich fundierte Gutachten in diesem Verfahren. Nun liegt es an der Staatsanwaltschaft Wien endlich die Konsequenzen zu ziehen und von ihren bedauerlicherweise tendenziösen Einstellungen gegen die Bank abzurücken. Das so genannte MEL - Verfahren ist nach nunmehr fünf Jahren ergebnisloser Ermittlungen einzustellen. Die vor den Augen der Öffentlichkeit ungeschminkt vorgenommene Umdrehung des Prinzips der Unschuldsvermutung im MEL - Diskurs sollte nun endlich zu einem Ende kommen, die Bank als ökonomisch gesundes Institut endlich von weiteren Vorverurteilungen verschont bleiben."

Executive Summary des Gutachtens

Die Meinl Bank veröffentlicht im Folgenden das executive summary des Gutachtens der beiden Wissenschaftler der Wirtschaftsuniversität Wien:

"Marktüblichkeit der der Meinl European Land (MEL) aus dem Placement and Market-Maker Agreement, dem Lizenzvertrag sowie dem Management-Vertrag erwachsenen Kosten

Executive Summary

Das Gutachten von Bogner und Pichler hat folgende Fragestellungen untersucht:

- Waren die von MEL im Rahmen der Kapitalmaßnahmen zu tragenden Gesamtkosten einschließlich der Placement, Guarantee und Listing Fee gemäß Placement and Market-Maker Agreement marktüblich und daher angemessen?

- War die im Lizenzvertrag zwischen MEL und Meinl Bank AG vereinbarte Gebühr angemessen?

- War die zwischen MEL und MERE in dem Management-Vertrag vereinbarte Gebühr angemessen?

- Wie haben sich die Rückkäufe von MEL Zertifikaten im Jahr 2007 auf das Volumen der Gebühren ausgewirkt, die MEL an Meinl Bank AG bzw. MERE gemäß den Verträgen (PMMA, Lizenzvertrag und Managementvertrag) zu zahlen hatte?

Unsere Analysen bestätigen, dass jede einzelne Gebühr für sich allein als marktüblich und damit als angemessen zu beurteilen ist.

Die zwischen einer Investmentbank und Emittenten vereinbarten Platzierungsgebühren für IPOs und Kapitalerhöhungen repräsentieren nur einen Teil der insgesamt zu erwartenden Kosten einer Kapitalmaßnahme. In Wissenschaft und Praxis ist es unbestritten, dass die Entscheidung für oder gegen die Durchführung einer Kapitalmaßnahme und die Wahl einer Investmentbank ausschließlich auf Basis der für eine Kapitalmaßnahme zu erwartenden Gesamtkosten zu treffen sind.

In detaillierten Analysen konnten wir feststellen, dass die Gesamtkosten der betrachteten Kapitalmaßnahmen der MEL durchwegs zwischen 6% und 8% der Emissionserlöse (gross proceeds) betragen haben. Die vergleichenden Untersuchungen haben überdies gezeigt, dass die Gesamtkosten vom Volumen abhängen. Unser umfassendes multiples Regressionsmodell bestätigt, dass die Gesamtkosten bei MEL Kapitalmaßnahmen mindestens 1,9%-Punkte und damit deutlich unter den von uns festgestellten oberen Grenzen marktüblicher Emissionskosten bei Berücksichtigung verschiedener Emissionsvolumina liegen. Die von der MEL zu tragenden Emissionskosten sind daher ohne Einschränkung als angemessen zu beurteilen.

Die Verwendung des Markennamens Meinl kann zu höheren Erträgen aus der Vermietung von Immobilien, besserem Zugang zu Projekten und zu niedrigeren Kapitalkosten führen. Zum Abschlusszeitpunkt des Vertrages über die Lizenzgebühren war aus Sicht der MEL allein durch die Nutzung der Marke "Meinl" eine Reduktion der Fremd- und Eigenkapitalkosten um ca. 0,5% p.a. zu erwarten. Die Lizenzgebühr von 0,3% p.a. von der vertraglich vereinbarten Bezugsgröße (entspricht näherungsweise dem Buchwert von Eigen- und Fremdkapital) sind daher angemessen.

Am Markt beobachtbare feste und erfolgsabhängige Gebühren von extern gemanagten Immobiliengesellschaften unterscheiden sich sowohl in der Berechnungsbasis als auch im Verrechnungsprozentsatz. Regelmäßig werden zusätzliche Gebühren, wie beispielsweise Immobilienakquisitionsgebühren, gesondert verrechnet. Die von der MEL zu zahlenden Managementgebühren i.H.v. 0,5% der mit dem VPI valorisierten Anschaffungskosten wurden im niedrigen Bereich der am Markt beobachtbaren Gebühren vereinbart. Das Fehlen einer Performance Fee sowie von Akquisitionsgebühren untermauern diese Feststellung. Die Managementgebühren wurden daher ohne Zweifel in angemessener Höhe vereinbart.

Der Rückkauf von Zertifikaten kann selbstverständlich nur laufende Gebühren beeinflussen. Im Rahmen von Kapitalmaßnahmen gezahlte Einmalgebühren werden durch nachfolgende Kapitalmaßnahmen grundsätzlich nicht verändert oder rückabgewickelt. Zu den laufenden Gebühren zählen hier die Lizenzgebühren, die Managementgebühren sowie die Bestandsgebühren.

Der Rückkauf der Zertifikate reduziert die Berechnungsbasis sowohl der Lizenzgebühr (Buchwert des ausstehenden Eigen- und Fremdkapitals) als auch der Bestandsgebühren (Marktwert der im Umlauf befindlichen Zertifikate) und damit unmittelbar auch die betreffenden Gebühren. Die Managementgebühren bleiben vom Zertifikate-Rückkauf unberührt."

Hintergrundinformationen:

Meinl Bank AG

Die Meinl Bank bietet als Privatbank Leistungen im Bereich Corporate Finance, Fondsmanagement sowie privater und institutioneller Vermögensverwaltung an. Mit der Julius Meinl Investment GmbH verfügt die Meinl Bank über eine eigene Investmentfondsgesellschaft. Die Meinl Bank steht eigenständig auf einem starken ökonomischen Fundament, die Eigenmittel des Instituts sind mit 17% mehr als doppelt so hoch wie die gesetzlich vorgeschriebene Eigenmittelunterlegung. Damit ist die Bank für die Zukunft gut positioniert.

Rückfragen & Kontakt:

Meinl Bank AG
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Thomas Huemer
Tel.: +43 1 531 88 - 520
e-mail.: huemer@meinlbank.com

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