- 17.06.2013, 09:56:45
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"Balkangipfel" beim diesjährigen Europa-Forum Wachau
LH Pröll: "Schrittmacherdienste für Zukunft des gemeinsamen Europas"
Utl.: LH Pröll: "Schrittmacherdienste für Zukunft des gemeinsamen
Europas" =
St. Pölten (OTS/NLK) - Zu einem bemerkenswerten Zusammentreffen der
Regierungschefs von Serbien und Kosovo kam es am gestrigen zweiten
Tag des Europa-Forums Wachau, das seit Samstag im Stift Göttweig
stattfindet. Nach dem einleitenden Referat von Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll sprachen auch der Premierminister der Republik Kosovo,
Hashim Thaci, sowie der Premierminister der Republik Serbien, Ivica
Dacic zum Plenum. Weiters kamen auch der Außenminister der Republik
Mazedonien, Nikola Poposki, der Außenminister Rumäniens, Titus
Corlatean, und Vizekanzler Außenminister Dr. Michael Spindelegger zu
Wort.
Zum 18. Mal treffe man zum Europa-Forum Wachau zusammen, um
europäische Anliegen zu diskutieren, sagte Landeshauptmann Pröll. Das
diesjährige Europa-Forum sei dabei ein besonderer Höhepunkt, so
Pröll: "Denn wir glauben, dass derartige Begegnungen
Schrittmacherdienste für die Zukunft unseres gemeinsamen Europas
leisten können."
Gerade in der gegenwärtigen Situation habe man "größtes Interesse
daran, dass das gemeinsame Europa noch stabiler wird", meinte Pröll.
Dazu beitragen solle zum einen die Donauraumstrategie, zum anderen
gehe es aber auch darum, den Balkan zu stabilisieren: "Darum ist es
wichtig, dass Menschen zusammenkommen, die aus der Vergangenheit
lernen und einen Beitrag leisten, um eine angespannte Situation zu
entspannen." Der Landeshauptmann: "Weniger Konflikte auf diesem
Kontinent bedeuten auch ein Prolongieren der Friedensphase auf diesem
Kontinent."
Hashim Thaci, Premierminister der Republik Kosovo, sprach im
Zusammenhang mit dem Brüsseler Abkommen zwischen Kosovo und Serbien
von einer "historischen Leistung" und einem "historischen Erfolg":
"Wir haben damit eine neue Situation geschaffen, und wir haben damit
begonnen, ein neues Kapitel der Geschichte aufzuschlagen."
Der westliche Balkan habe großen Einfluss auf den Frieden und den
Wohlstand am europäischen Kontinent, betonte Ivica Dacic,
Premierminister Serbiens. Auch er sprach im Zusammenhang mit den
Verhandlungen mit dem Kosovo von "historischen Schritten". Die EU sei
"sicherlich das wichtigste Friedensprojekt in der Geschichte
Europas", so Dacic.
Vizekanzler Spindelegger bezeichnete die diesjährige Veranstaltung
als ein "außergewöhnliches Europa-Forum". Er bedankte sich im Blick
auf das Abkommen zwischen Serbien und dem Kosovo bei den
Premierministern, "dass beide diese historische Chance genutzt
haben." Zum Außenauftritt der Europäischen Union hielt er fest: "Wir
brauchen eine starke Position Europas in der Welt."
Nikola Poposki, Minister für auswärtige Angelegenheiten der
Republik Mazedonien, nahm in seinem Referat zur gemeinsamen
Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union
Stellung, diese werde in Zukunft "immer mehr an Bedeutung gewinnen".
Titus Corlatean, Minister für auswärtige Angelegenheiten von
Rumänien, meinte, das Europa-Forum Wachau habe "im Laufe der Jahre
sehr an Prestige gewonnen". Österreich und Rumänien verbinde "eine
ganz besondere Partnerschaft", so Corlatean.
Das diesjährige Europa-Forum Wachau, das auch heuer wieder von
Paul Lendvai moderiert wurde, stand ganz im Zeichen des Themas
"Jenseits der Krise - Umrisse eines neuen Europas". Im Zuge der
abschließenden Plenarveranstaltung wurden auch die Resumées der
Arbeitskreise präsentiert. Getagt wurde zu den Themen "10 Jahre
Gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik",
"Subsidiarität - Solidarität", "Wirtschaft - Wachstum und
Budgetsanierung" sowie "Mehr Europa durch mehr Kultur - Die Rolle der
Kultur bei der europäischen Integration und in den
EU-Außenbeziehungen".
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