• 14.06.2013, 09:51:52
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18. Regenbogenparade - stolz vereint

Wien (OTS) - Morgen, am 15. Juni 2013, wird zum 18. Mal die
Regenbogenparade über die Ringstraße in Wien ziehen. Sie beginnt um
14 Uhr beim Äußeren Burgtor am Heldenplatz und wird gegen die
Fahrtrichtung "andersrum" einmal um den Ring ziehen. Veranstalterin
der Parade ist zum elften Mal die Homosexuelle Initiative (HOSI)
Wien. "Wir erwarten zehntausende Menschen, die im Paradenzug
mitmaschieren, und insgesamt über 100.000 Menschen, die entlang der
Ringstraße als ZuschauerInnen den Weg der Parade säumen werden",
erklärt Obfrau Cécile Balbous. "Es wird wieder eine eindrucksvolle,
friedliche und bunte Demonstration für Toleranz, Akzeptanz und
Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen sein.
Anschließend wird ab ca. 18 Uhr am Heldenplatz im Rahmen der 'Pride
Celebration' bei einem umfangreichen Showprogramm weitergefeiert."
Alles Nähere zur Parade und zur Celebration auf
http://www.regenbogenparade.at.

"Gegen-Demo" ignorieren...

Zeitgleich mit der Parade hat auch eine
christlich-fundamentalistische Gruppierung einen "Marsch für die
Familie" in der Wiener Innenstadt angemeldet. Wiewohl es im Flugblatt
dieser Gruppierung heißt, man wolle die Regenbogenparade nicht
stören, scheint sie doch die mediale Aufmerksamkeit, die die Parade
genießen wird, auf sich und ihre abstrusen Forderungen (Abschaffung
des Sexualkundeunterrichts an Schulen, von Kinderkrippen und der
Eingetragenen Partnerschaft) lenken zu wollen. "Die HOSI Wien ruft in
diesem Zusammenhang alle FreundInnen der Parade dringend auf, diesen
Marsch für die Familie 'nicht einmal zu ignorieren' und sich auf
keinen Fall zu verbalen oder anderen Attacken auf diese lächerliche
Kundgebung eines versprengten Häufchens religiöser Fanatiker
hinreißen zu lassen", betont Balbous weiter, "abgesehen davon, dass
auch für solche Gruppen das Recht auf Meinungs- und
Versammlungsfreiheit gelten muss, wofür wir absolut eintreten!"

"Seien wir dieser Gruppe lieber dafür dankbar, dass sie uns allen
einmal mehr die hässliche Seite der Religionen präsentiert und damit
deutlich macht, wie wichtig unser Kampf um Nichtdiskriminierung und
gleiche Rechte nach wie vor ist, damit wir uns nicht in trügerischer
Sicherheit über das Erreichte wiegen", ergänzt Balbous. "Auf keinen
Fall sollten Lesben und Schwule oder ihre wohlmeinenden
SympathisantInnen diesen christlichen Fanatikern den Gefallen tun,
sie durch Beachtung aufzuwerten oder sie gar durch Angriffe zu
'christlichen Märtyrern' zu machen. Seien wir gelassen, bleiben wir
aber trotzdem wachsam, und strafen wir diese unbedeutende Gruppierung
mit Ignoranz. Eine erfolgreiche und fröhliche Parade ist als passende
Antwort völlig ausreichend!"

...und lieber gemeinsam stolz die Vielfalt feiern

"Die Medien sollen über die Regenbogenparade und ihre Anliegen
berichten - und nicht über etwaige sinnlose und kontraproduktive
Geplänkel mit dogmatischen Fundis", ergänzt HOSI-Wien-Obmann
Christian Högl, um in diesem Zusammenhang auf das diesjährige
Paradenmotto "United in Pride" hinzuweisen: "In Österreich ist es
gelungen, das Einende vor das Trennende zu stellen. Heteros feiern
auf der Parade gemeinsam mit der LSBT-Community die Vielfalt der
Gesellschaft - gemeinsam können und sollen wir alle stolz darauf
sein, dass es bei uns möglich ist, unterschiedliche Lebensweisen und
vielfältige Lebensentwürfe zu verwirklichen. Das ist bekanntlich
nicht überall selbstverständlich. 'United in Pride' soll daher nicht
zuletzt auch unsere Solidarität mit der LSBT-Bewegung in jenen
Ländern zum Ausdruck bringen, wo diese Vielfalt nicht so konfliktfrei
wie in Österreich gelebt werden kann. Die HOSI Wien wird in diesem
Sinne ihre internationale Arbeit in den nächsten Jahren verstärken
und dabei u. a. von ihrem im Vormonat zuerkannten NGO-Beraterstatus
bei den Vereinten Nationen Gebrauch machen."

Die mehr als 100.000 TeilnehmerInnen an der Regenbogenparade
werden jedenfalls auch dieses Jahr wieder positive Energien und ein
Signal für ein respektvolles Miteinander aussenden. "Die HOSI Wien
lädt alle EinwohnerInnen und BesucherInnen Wiens herzlich ein, dieses
Fest der Vielfalt - im Stolz vereint - mitzufeiern", so Högl
abschließend.

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