"Der Tempel der Nacht und andere Lustbarkeiten - Landschaftsparks in Niederösterreich"

Ein "Unterwegs in Österreich" am Samstag, 15. Juni um 16.30 Uhr in ORF 2

St. Pölten (OTS) - Teiche und verschlungene Wasserläufe, üppige Pflanzenbeete und großzügige Baumalleen, Gartenpavillons und andere verschwiegene Ruheplätze, aber auch geheimnisvoll anmutende Ruinen und sogar ein in einer Grotte angelegter "Tempel der Nacht": Niederösterreichs Landschaftsgärten, oft Teil einer historischen Schlossanlage, überraschen mit vielen außergewöhnlichen Einfällen ihrer Gestalter.

Ein TV-Film aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich für die Reihe "Unterwegs in Österreich" (Gestaltung: Sabine Daxberger-Edenhofer, Kamera: Helmut Muttenthaler) erklärt die Tradition dieser Parkanlagen, deren Form und Stil sich im 18. Jahrhundert in England entwickelt hat und stellt in beeindruckenden Bildern einige herausragende Beispiele vor.

*Im Schlosspark von Artstetten wird österreichische Geschichte lebendig: Der in Sarajewo ermordete Thronfolger Franz Ferdinand und sein Vater Erzherzog Karl Ludwig haben hier selbst die Gartenarbeit überwacht und mitgearbeitet; ein alter Swimmingpool, der Gartenpavillon und eine prächtige Kastanienallee prägen die Anlage.

*Im Park von Grafenegg prägen riesige Plantanengruppen, Ginkos und Linden das Bild rund um das bedeutendste österreichische Schloss der Romantik. Dazu kommen Besonderheiten wie der historische Goldfischteich oder das Hundegrab, in dem die Vierbeiner der Fürstenfamilie Metternich begraben sind. Der vor wenigen Jahren neu errichtete "Wolkenturm" - Schauplatz zahlreicher Musikveranstaltungen - schließlich fügt sich perfekt in die Parkanlage und beweist, dass "alt" und "neu" gut miteinander harmonieren können.

*Auch in Ernstbrunn steht das Naturerlebnis im Mittelpunkt: Der Schlosspark, der in einen großen Waldbesitz übergeht, ist geprägt von bewusst angelegten Sichtachsen in die Landschaft sowie von einem Wildpark. Hier befindet sich auch ein kleines Gebäude in Tempelform, in dem eine Quelle eingefasst wurde.

*In Bruck an der Leitha wiederum sind es zahlreiche künstlich angelegte Wasserläufe, die dem Harrach schen Schlosspark sein markantes Aussehen verleihen und Generationen von Besuchern zu Bootsfahrten animiert haben. Heute befindet sich die Anlage im Gemeindebesitz und ist ein wichtiges öffentliches Naherholungsgebiet.

*Nicht allgemein zugänglich ist hingegen eine außergewöhnliche Anlage im Schlosspark von Schönau an der Triesting: Der so genannte "Tempel der Nacht" wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in einer Grotte angelegt - ein früher "Erlebnispark", der nur mittels Boot über einen Teich erreicht werden konnte.

Der Spaziergang durch die Grotte sollte den Lebensweg des Menschen symbolisieren - mit hellen und dunklen Abschnitten, geraden und verschlungenen Passagen, auf und ab. Wasserfälle, ein großes Wasserbecken, spezielle Düfte und eigens von Musikern wie Salieri und Cherubini komponierte Musik führten die Besucher in das Zentrum, den Tempelraum. Der wurde wohl von Mozarts "Zauberflöte" inspiriert und ist geprägt von Säulen, einer riesigen Kuppel mit Sternen, einem Mond und einem großen Gespann der "Königin der Nacht".

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