- 12.06.2013, 17:00:43
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"Der Tempel der Nacht und andere Lustbarkeiten - Landschaftsparks in Niederösterreich"
Ein "Unterwegs in Österreich" am Samstag, 15. Juni um 16.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Ein "Unterwegs in Österreich" am Samstag, 15. Juni um 16.30
Uhr in ORF 2 =
St. Pölten (OTS) -
Teiche und verschlungene Wasserläufe, üppige Pflanzenbeete und
großzügige Baumalleen, Gartenpavillons und andere verschwiegene
Ruheplätze, aber auch geheimnisvoll anmutende Ruinen und sogar ein in
einer Grotte angelegter "Tempel der Nacht": Niederösterreichs
Landschaftsgärten, oft Teil einer historischen Schlossanlage,
überraschen mit vielen außergewöhnlichen Einfällen ihrer Gestalter.
Ein TV-Film aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich für die
Reihe "Unterwegs in Österreich" (Gestaltung: Sabine
Daxberger-Edenhofer, Kamera: Helmut Muttenthaler) erklärt die
Tradition dieser Parkanlagen, deren Form und Stil sich im 18.
Jahrhundert in England entwickelt hat und stellt in beeindruckenden
Bildern einige herausragende Beispiele vor.
*Im Schlosspark von Artstetten wird österreichische Geschichte
lebendig: Der in Sarajewo ermordete Thronfolger Franz Ferdinand und
sein Vater Erzherzog Karl Ludwig haben hier selbst die Gartenarbeit
überwacht und mitgearbeitet; ein alter Swimmingpool, der
Gartenpavillon und eine prächtige Kastanienallee prägen die Anlage.
*Im Park von Grafenegg prägen riesige Plantanengruppen, Ginkos und
Linden das Bild rund um das bedeutendste österreichische Schloss der
Romantik. Dazu kommen Besonderheiten wie der historische
Goldfischteich oder das Hundegrab, in dem die Vierbeiner der
Fürstenfamilie Metternich begraben sind. Der vor wenigen Jahren neu
errichtete "Wolkenturm" - Schauplatz zahlreicher Musikveranstaltungen
- schließlich fügt sich perfekt in die Parkanlage und beweist, dass
"alt" und "neu" gut miteinander harmonieren können.
*Auch in Ernstbrunn steht das Naturerlebnis im Mittelpunkt: Der
Schlosspark, der in einen großen Waldbesitz übergeht, ist geprägt von
bewusst angelegten Sichtachsen in die Landschaft sowie von einem
Wildpark. Hier befindet sich auch ein kleines Gebäude in Tempelform,
in dem eine Quelle eingefasst wurde.
*In Bruck an der Leitha wiederum sind es zahlreiche künstlich
angelegte Wasserläufe, die dem Harrach█schen Schlosspark sein
markantes Aussehen verleihen und Generationen von Besuchern zu
Bootsfahrten animiert haben. Heute befindet sich die Anlage im
Gemeindebesitz und ist ein wichtiges öffentliches Naherholungsgebiet.
*Nicht allgemein zugänglich ist hingegen eine außergewöhnliche
Anlage im Schlosspark von Schönau an der Triesting: Der so genannte
"Tempel der Nacht" wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in einer Grotte
angelegt - ein früher "Erlebnispark", der nur mittels Boot über einen
Teich erreicht werden konnte.
Der Spaziergang durch die Grotte sollte den Lebensweg des Menschen
symbolisieren - mit hellen und dunklen Abschnitten, geraden und
verschlungenen Passagen, auf und ab. Wasserfälle, ein großes
Wasserbecken, spezielle Düfte und eigens von Musikern wie Salieri und
Cherubini komponierte Musik führten die Besucher in das Zentrum, den
Tempelraum. Der wurde wohl von Mozarts "Zauberflöte" inspiriert und
ist geprägt von Säulen, einer riesigen Kuppel mit Sternen, einem Mond
und einem großen Gespann der "Königin der Nacht".
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