- 12.06.2013, 15:05:52
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ÖJC solidarisiert sich mit griechischen und türkischen Journalisten
Angriffe auf die Pressefreiheit in Europa darf es nicht geben
Utl.: Angriffe auf die Pressefreiheit in Europa darf es nicht geben =
Wien (OTS/ÖJC) - Die gesetzwidrige Einstellung des staatlichen
griechischen Rundfunks und Fernsehen durch die Regierung muss
innerhalb der EU Konsequenzen für die griechische Administration
haben. Dies mit dem "Sparargument" zu machen ist feige. Geht es doch
in Wirklichkeit dem griechischen Ministerpräsidenten nur darum, einen
kritischen Staatsrundfunk mundtot zu machen. "Das Zerstören des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einem EU-Staat ist ein massiver
Angriff auf die Pressefreiheit, der innerhalb der Europäischen Union
nicht ungestraft bleiben darf, da er allen vereinbarten Werten
widerspricht", argumentiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim in einer
Aussendung am Mittwoch.
Der Österreichische Journalisten Club - ÖJC solidarisiert sich aber
auch mit allen türkischen Kolleginnen und Kollegen, die in diesen
Tagen besonders harten Repressionen durch das Regime Erdogan
ausgesetzt sind. So wurde der Sender Halk TV und drei weitere
TV-Stationen, die durchgehend über die Demonstrationen berichten, zu
einer Geldstrafe verurteilt weil sie "gegen Sendeprinzipien verstoßen
haben und mit ihren Programmen die physische, geistige und moralische
Entwicklung junger Menschen gefährden".
Der ÖJC ersucht dringend die österreichische Bundesregierung, das
Europäische Parlament und die Europäische Kommission in Ankara
vorstellig zu werden, und die Verhandlungen mit der Türkei so lange
zu stoppen, bis alle Journalistinnen und Journalisten frei und ohne
Repressionsgefahr berichten können. "Die Pressefreihit muss in der EU
ein großes, unantastbares Gut sein", fordert Turnheim abschließend.
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