ÖJC solidarisiert sich mit griechischen und türkischen Journalisten

Angriffe auf die Pressefreiheit in Europa darf es nicht geben

Wien (OTS/ÖJC) - Die gesetzwidrige Einstellung des staatlichen griechischen Rundfunks und Fernsehen durch die Regierung muss innerhalb der EU Konsequenzen für die griechische Administration haben. Dies mit dem "Sparargument" zu machen ist feige. Geht es doch in Wirklichkeit dem griechischen Ministerpräsidenten nur darum, einen kritischen Staatsrundfunk mundtot zu machen. "Das Zerstören des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in einem EU-Staat ist ein massiver Angriff auf die Pressefreiheit, der innerhalb der Europäischen Union nicht ungestraft bleiben darf, da er allen vereinbarten Werten widerspricht", argumentiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim in einer Aussendung am Mittwoch.

Der Österreichische Journalisten Club - ÖJC solidarisiert sich aber auch mit allen türkischen Kolleginnen und Kollegen, die in diesen Tagen besonders harten Repressionen durch das Regime Erdogan ausgesetzt sind. So wurde der Sender Halk TV und drei weitere TV-Stationen, die durchgehend über die Demonstrationen berichten, zu einer Geldstrafe verurteilt weil sie "gegen Sendeprinzipien verstoßen haben und mit ihren Programmen die physische, geistige und moralische Entwicklung junger Menschen gefährden".

Der ÖJC ersucht dringend die österreichische Bundesregierung, das Europäische Parlament und die Europäische Kommission in Ankara vorstellig zu werden, und die Verhandlungen mit der Türkei so lange zu stoppen, bis alle Journalistinnen und Journalisten frei und ohne Repressionsgefahr berichten können. "Die Pressefreihit muss in der EU ein großes, unantastbares Gut sein", fordert Turnheim abschließend.

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