BZÖ-Bucher: "Mit der Ehrenamtskarte den Helfern Danke sagen!"

"Bei den EU-Nettobeiträgen kürzen und das Geld für die Opfer verwenden"

Wien (OTS) - "Ehrliche Anteilnahme für die Opfer" und "größte Hochachtung für die freiwilligen Helfer" sprach BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher heute am Beginn seiner Rede anlässlich der Erklärung der Bundesregierung zur Lage nach dem Jahrhunderthochwasser aus.

Auch den vielen kleinen und mittelständische Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für die Hochwasserhilfe freigestellt haben, gebühre vollste Anerkennung. Österreich habe in einer schwierigen Situation bewiesen, welch große Solidarität im Land herrsche. Aber Dankesworte an die tausenden freiwilligen Helfern seien zu wenig, sondern Handeln sei angesagt. Es sei Aufgabe der Politik, für jene dazu sein, die oft sogar ihr Leben riskieren, um anderen zu helfen. Daher habe das BZÖ "den Vorschlag gemacht, eine Ehrenamtskarte umzusetzen, die den Helfern klare Vorteile bringt." Diese Ehrenamtskarte - eine Art Bonus Card - soll den Freiwilligen folgende Vorteile beziehungsweise Entschädigungen bringen:

+ bundesweit einheitliche Dienstfreistellung samt Lohnfortzahlung aus dem Katastrophenfonds
+ Pensionsanrechnungsmöglichkeiten
+ Gratisimpfungen
+ bevorzugte Behandlung bei der Aufnahme in den öffentlichen Dienst + Eintrittsermäßigungen bei öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Bädern, öffentliche Freizeiteinrichtungen, Bildungseinrichtungen, etc. sowie
+ Preisnachlässe bei Unternehmen, die sich beteiligen wollen
Bucher verwies auf eine parlamentarische Petition, kündigte einen Antrag des BZÖ an und forderte die anderen Parlamentsparteien auf, diese positive Initiative des BZÖ zu unterstützen. "Das wäre eine echte Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Helferinnen und Helfern in Österreich".

Die Ankündigung der Bundesregierung, jetzt schnell und unbürokratisch den Opfern zu helfen, sei lobenswert und "wir vertrauen darauf, dass Sie dieses Versprechen auch einlösen, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler". Bucher zeigte sich sehr skeptisch, dass Österreich auf den europäischen Solidaritätsfonds setzen könne, da der zuständige EU-Kommissar bereits festgestellt habe, dass der EU-Solidaritätsfonds leer sei und beispielsweise die Opfer des Erdbebens in den Abruzzen seit 2009 auf EU-Hilfe warten. Deshalb sei es "viel vernünftiger, gleich bei den Nettobeiträgen zu kürzen. Denn es macht keinen Sinn, das Geld zuerst nach Brüssel zu schicken, um es durch die sündteure EU-Bürokratie zu schleusen und dann nur einen Bettel zurück zu bekommen. Setzen wir dieses Geld lieber gleich unbürokratisch für die Österreicherinnen und Österreicher ein".

Bucher verlangte bundeseinheitliche Regelungen im Baurecht und Hochwasserschutz, aber auch eine Mittelaufstockung im Katastrophenschutz. "Wir brauchen einen respektvollen Umgang mit der Natur und das erste Ziel Aller muss sein, dass niemand der Betroffenen im Stich gelassen wird".

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