• 12.06.2013, 12:12:56
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BZÖ-Bucher: "Mit der Ehrenamtskarte den Helfern Danke sagen!"

"Bei den EU-Nettobeiträgen kürzen und das Geld für die Opfer verwenden"

Utl.: "Bei den EU-Nettobeiträgen kürzen und das Geld für die Opfer
verwenden" =

Wien (OTS) - "Ehrliche Anteilnahme für die Opfer" und "größte
Hochachtung für die freiwilligen Helfer" sprach BZÖ-Chef Klubobmann
Josef Bucher heute am Beginn seiner Rede anlässlich der Erklärung der
Bundesregierung zur Lage nach dem Jahrhunderthochwasser aus.

Auch den vielen kleinen und mittelständische Unternehmen, die ihre
Mitarbeiter für die Hochwasserhilfe freigestellt haben, gebühre
vollste Anerkennung. Österreich habe in einer schwierigen Situation
bewiesen, welch große Solidarität im Land herrsche. Aber Dankesworte
an die tausenden freiwilligen Helfern seien zu wenig, sondern Handeln
sei angesagt. Es sei Aufgabe der Politik, für jene dazu sein, die oft
sogar ihr Leben riskieren, um anderen zu helfen. Daher habe das BZÖ
"den Vorschlag gemacht, eine Ehrenamtskarte umzusetzen, die den
Helfern klare Vorteile bringt." Diese Ehrenamtskarte - eine Art Bonus
Card - soll den Freiwilligen folgende Vorteile beziehungsweise
Entschädigungen bringen:

+ bundesweit einheitliche Dienstfreistellung samt Lohnfortzahlung aus
dem Katastrophenfonds
+ Pensionsanrechnungsmöglichkeiten
+ Gratisimpfungen
+ bevorzugte Behandlung bei der Aufnahme in den öffentlichen Dienst
+ Eintrittsermäßigungen bei öffentlichen Einrichtungen wie Museen,
Bädern, öffentliche Freizeiteinrichtungen, Bildungseinrichtungen,
etc. sowie
+ Preisnachlässe bei Unternehmen, die sich beteiligen wollen
Bucher verwies auf eine parlamentarische Petition, kündigte einen
Antrag des BZÖ an und forderte die anderen Parlamentsparteien auf,
diese positive Initiative des BZÖ zu unterstützen. "Das wäre eine
echte Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Helferinnen und
Helfern in Österreich".

Die Ankündigung der Bundesregierung, jetzt schnell und unbürokratisch
den Opfern zu helfen, sei lobenswert und "wir vertrauen darauf, dass
Sie dieses Versprechen auch einlösen, Herr Bundeskanzler und Herr
Vizekanzler". Bucher zeigte sich sehr skeptisch, dass Österreich auf
den europäischen Solidaritätsfonds setzen könne, da der zuständige
EU-Kommissar bereits festgestellt habe, dass der EU-Solidaritätsfonds
leer sei und beispielsweise die Opfer des Erdbebens in den Abruzzen
seit 2009 auf EU-Hilfe warten. Deshalb sei es "viel vernünftiger,
gleich bei den Nettobeiträgen zu kürzen. Denn es macht keinen Sinn,
das Geld zuerst nach Brüssel zu schicken, um es durch die sündteure
EU-Bürokratie zu schleusen und dann nur einen Bettel zurück zu
bekommen. Setzen wir dieses Geld lieber gleich unbürokratisch für die
Österreicherinnen und Österreicher ein".

Bucher verlangte bundeseinheitliche Regelungen im Baurecht und
Hochwasserschutz, aber auch eine Mittelaufstockung im
Katastrophenschutz. "Wir brauchen einen respektvollen Umgang mit der
Natur und das erste Ziel Aller muss sein, dass niemand der
Betroffenen im Stich gelassen wird".

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