Neues LehrerInnendienstrecht ist überfällig: ÖVP-Blockadepolitik schadet Bildungsstandort

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Bildung wird in Österreich nach wie vor vererbt."

Linz (OTS) - Vor Ende der Legislaturperiode im Herbst 2013 soll das neue LehrerInnendienstrecht verabschiedet werden, fordert SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn eine rasche Weiterführung der Verhandlungen. Erforderlich ist dazu ein sofortiges Ende der Blockadepolitik der Bundes-ÖVP. "Die entscheidende Voraussetzung für das neue LehrerInnendienstrecht ist eine Abschaffung des Klassenwesens im Schulsystem. PflichtschullehrerInnen müssen der Gesellschaft genauso viel wert sein wie Lehrkräfte an höheren Schulen. Um das dafür notwendige einheitliche Dienstrecht zu ermöglichen, braucht Bildungsministerin Schmied auch die ernsthafte Mitarbeit des Koalitionspartners ÖVP", stellt Jahn klar. Vizekanzler Spindelegger und sein Team agieren jedoch als Blockierer und Verhinderer - zum Nachteil des heimischen Bildungssystems.

In Österreich wird Bildung nach wie vor vererbt: Nur fünf Prozent der Kinder von Eltern mit Pflichtschulabschluss kommen an die Universität, dafür aber 53 Prozent der Kinder von Eltern mit akademischer Bildung. "Unserem Bildungssystem mangelt es an Durchlässigkeit. Ein Grund dafür ist die frühzeitige Bildungswegentscheidung im Alter von 10 Jahren sowie die unterschiedliche Ausbildung der PädagogInnen. Auch deshalb ist das einheitliche LehrerInnendienstrecht wichtig - denn bessere Durchlässigkeit für Lehrkräfte zwischen den einzelnen Schultypen verbessert auf Perspektive auch die Durchlässigkeit des Schulsystems für die SchülerInnen selbst", ist Bildungssprecherin Jahn überzeugt.

Im Gegensatz zu den vielen Reformen, die Bildungsministerin Schmied bereits auf Schiene gebracht hat, erfordert das LehrerInnendienstrecht eine gemeinsame Kraftanstrengung bei-der Koalitionspartner - also auch der ÖVP. "Wenn Spindeleggers ÖVP weiter blockiert, um Ministerin Schmied keinen Erfolg vor der Wahl zu gönnen, dann verhindert die ÖVP damit eine bessere Bildung und bessere Chancen für tausende Schülerinnen und Schüler in Österreich", kritisiert die SPÖ-Klubvorsitzende.

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