- 12.06.2013, 11:42:24
- /
- OTS0132 OTW0132
"dok.film"-Premiere "WikiLeaks - Geheimnisse und Lügen" am 16. Juni in ORF 2
Dokumentarfilm von Patrick Forbes über die Geschichte der Enthüllungsplattform von Julian Assange
Utl.: Dokumentarfilm von Patrick Forbes über die Geschichte der
Enthüllungsplattform von Julian Assange =
Wien (OTS) - Mit seiner Enthüllungsplattform WikiLeaks, die 2010 in
den USA für eine Reihe handfester politischer Skandale sorgte, wurde
der gebürtige Australier Julian Assange schlagartig weltberühmt. Doch
seit in Schweden wegen sexueller Vergehen gegen ihn ermittelt wird,
ist ein Schatten auf den strahlenden Helden der Pressefreiheit
gefallen. Seither ist Assange auf der Flucht vor den Behörden und hat
vor einem Jahr politisches Asyl in der Londoner Botschaft von Ecuador
gefunden. Seit Anfang Juni wird einem WikiLeaks-Informanten, dem
US-Soldaten Bradley Manning, vor einem Militärgericht in Fort Meade
bei Washington der Prozess gemacht. Aus aktuellem Anlass präsentiert
"dok.film" am Sonntag, dem 16. Juni 2013, um 23.05 Uhr in ORF 2 den
neuen Dokumentarfilm zum Thema: "WikiLeaks - Geheimnisse und Lügen",
der die Geschichte der umstrittenen Plattform erzählt.
In der australisch-deutschen Koproduktion verwebt Filmemacher Patrick
Forbes die Aussagen der unmittelbar Beteiligten auf beiden Seiten -
Befürworter und Beschuldigte - miteinander. Dabei geht es um
Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Technologie und des
Journalismus. Erzählt wird aber auch die Geschichte menschlicher
Gefühle, die mit der Eigendynamik des Internets kollidieren, sowie
die persönliche Tragödie von Bradley Mannig, dem eigentlichen
Aufdecker vieler Geheimnisse.
Mehr zum Inhalt
Als Julian Assange und seine Plattform WikiLeaks brisante Akten aus
dem Irak-Krieg, geheime Dokumente über den internationalen
Militäreinsatz in Afghanistan und vertrauliche Informationen von
US-Diplomaten über ausländische Politiker publik machten, waren
Skandale die logische Folge. Assange entwickelte sich von nun an zur
Symbolfigur der Medienfreiheit, die mutig geheimes Material
veröffentlichte, um Machenschaften von Organisationen, Banken und
sogar Regierungen aufzudecken. Er wurde weltweit verehrt für diese
neuartige Form des digitalen, transparenten Journalismus.
Doch die Geschichte nahm eine plötzliche Kehrtwende, als Assange
beschuldigt wurde, in Schweden mit zwei Frauen gegen deren Willen Sex
ohne Kondom gehabt zu haben, was in Schweden juristisch mit dem
Straftatbestand der Vergewaltigung gleichgesetzt wird. Assange setzte
sich nach Großbritannien ab und bezeichnet die schwedischen Vorwürfe
bis heute als Teil eines Komplotts. Er befürchtet, dass er in der
Folge an die USA ausgeliefert werden könne, wo er nach eigenen
Aussagen keinen fairen Prozess zu erwarten hätte. Nachdem er in
Großbritannien alle juristischen Mittel gegen eine Auslieferung an
Schweden ausgeschöpft hatte, floh er im Juni 2012 in die Londoner
Botschaft von Ecuador und bat dort um politisches Asyl. Seit einem
Jahr hat er die Botschaft nicht verlassen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






