"dok.film"-Premiere "WikiLeaks - Geheimnisse und Lügen" am 16. Juni in ORF 2

Dokumentarfilm von Patrick Forbes über die Geschichte der Enthüllungsplattform von Julian Assange

Wien (OTS) - Mit seiner Enthüllungsplattform WikiLeaks, die 2010 in den USA für eine Reihe handfester politischer Skandale sorgte, wurde der gebürtige Australier Julian Assange schlagartig weltberühmt. Doch seit in Schweden wegen sexueller Vergehen gegen ihn ermittelt wird, ist ein Schatten auf den strahlenden Helden der Pressefreiheit gefallen. Seither ist Assange auf der Flucht vor den Behörden und hat vor einem Jahr politisches Asyl in der Londoner Botschaft von Ecuador gefunden. Seit Anfang Juni wird einem WikiLeaks-Informanten, dem US-Soldaten Bradley Manning, vor einem Militärgericht in Fort Meade bei Washington der Prozess gemacht. Aus aktuellem Anlass präsentiert "dok.film" am Sonntag, dem 16. Juni 2013, um 23.05 Uhr in ORF 2 den neuen Dokumentarfilm zum Thema: "WikiLeaks - Geheimnisse und Lügen", der die Geschichte der umstrittenen Plattform erzählt.

In der australisch-deutschen Koproduktion verwebt Filmemacher Patrick Forbes die Aussagen der unmittelbar Beteiligten auf beiden Seiten -Befürworter und Beschuldigte - miteinander. Dabei geht es um Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Technologie und des Journalismus. Erzählt wird aber auch die Geschichte menschlicher Gefühle, die mit der Eigendynamik des Internets kollidieren, sowie die persönliche Tragödie von Bradley Mannig, dem eigentlichen Aufdecker vieler Geheimnisse.

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Als Julian Assange und seine Plattform WikiLeaks brisante Akten aus dem Irak-Krieg, geheime Dokumente über den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan und vertrauliche Informationen von US-Diplomaten über ausländische Politiker publik machten, waren Skandale die logische Folge. Assange entwickelte sich von nun an zur Symbolfigur der Medienfreiheit, die mutig geheimes Material veröffentlichte, um Machenschaften von Organisationen, Banken und sogar Regierungen aufzudecken. Er wurde weltweit verehrt für diese neuartige Form des digitalen, transparenten Journalismus.

Doch die Geschichte nahm eine plötzliche Kehrtwende, als Assange beschuldigt wurde, in Schweden mit zwei Frauen gegen deren Willen Sex ohne Kondom gehabt zu haben, was in Schweden juristisch mit dem Straftatbestand der Vergewaltigung gleichgesetzt wird. Assange setzte sich nach Großbritannien ab und bezeichnet die schwedischen Vorwürfe bis heute als Teil eines Komplotts. Er befürchtet, dass er in der Folge an die USA ausgeliefert werden könne, wo er nach eigenen Aussagen keinen fairen Prozess zu erwarten hätte. Nachdem er in Großbritannien alle juristischen Mittel gegen eine Auslieferung an Schweden ausgeschöpft hatte, floh er im Juni 2012 in die Londoner Botschaft von Ecuador und bat dort um politisches Asyl. Seit einem Jahr hat er die Botschaft nicht verlassen.

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