• 11.06.2013, 08:49:44
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NEWS: BayernLB streicht Hypo offene Kreditlinien von einer Milliarde Euro

Reaktion auf Rechtsstreit um einbehaltene Milliarden-Darlehen. Hypo erklärt vor Gericht, dass unter BayernLB-Eigentümerschaft zu positiv bilanziert wurde.

Utl.: Reaktion auf Rechtsstreit um einbehaltene Milliarden-Darlehen.
Hypo erklärt vor Gericht, dass unter BayernLB-Eigentümerschaft
zu positiv bilanziert wurde. =

Wien (OTS) - Im Streit um die Rückzahlung von Milliardendarlehen
zwischen der Kärntner Hypo und ihrer Ex-Konzernmutter BayernLB hat
die Münchner Bank gravierende Maßnahmen ergriffen. Wie das
Nachrichtenmagazin NEWS online berichtet, strich die BayernLB ihrer
früheren Tochter rund eine Milliarde Euro an offenen, aber bis dato
nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien. Dies ist die Reaktion
darauf, dass die Hypo rund 2,4 Milliarden Euro aus ausgezahlten
Darlehen mit der Begründung einbehält, dass diese in einer
Krisensituation von einer damaligen Miteigentümerin gewährt wurden
und deshalb nicht als Kredit, sondern als Eigenkapital zu betrachten
seien.

Die BayernLB hat nach der Hypo-Entscheidung, die Gelder vorerst
einzubehalten, im vergangenen Dezember Klage beim Landgericht München
eingebracht. Die Erwiderung der Kärntner Bank liegt dem Gericht nun
vor. NEWS-Informationen zufolge führt die Hypo ins Treffen, dass in
den Jahren 2007 bis 2009 Kredite und Beteiligungen in den Bilanzen zu
hoch bewertet worden seien. Die Bank verweist auf 21 ausgewählte
Fälle. Aus diesen heraus hätte sich zum 31. Dezember 2007 eine
Überbewertung von rund 520 Millionen Euro und zum 31. Dezember 2008
von rund 699 Millionen Euro ergeben. Rechnet man die Überbewertung
von Beteiligungen dazu, käme man Ende 2008 auf 920 Millionen Euro.

Die Bank verweist vor Gericht darauf, dass bei korrekter
Bilanzierung die Hypo von Jänner bis November 2008 sowie im Dezember
2009 die gesetzlich geforderte Eigenkapitalquote von acht Prozent
nicht erreicht hätte. CSI-Hypo-Chef Georg Krakow: "Die Bank sieht
sich durch die Überprüfung in ihrer Rechtsansicht bestärkt. Es
handelt sich bei den Geldzuflüssen der BayernLB an die HBInt. Aus den
Jahren 2008 und 2009 nicht um fremdübliche Kredite, sondern um
eigenkapitalersetzende Maßnahmen des damaligen Mehrheitseigentümers."

NEWS berichtet online auf www.news.at ausführlich.

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