"Report" am 11. Juni: Golan-Rückzug und Hochwasserkatastrophe

Zu Gast im Studio: Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer

Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 11. Juni 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Golan: Ein eiliger Rückzug

Das österreichische Bundesheer räumt die Golanhöhen. Ganz schnell soll es gehen. Die Lage sei zu gefährlich, sagen alle Parteien. Doch stellt Österreichs eiliger Rückzug nicht alle Auslandseinsätze in Frage? Ist unser Heer nur für sichere Einsätze geeignet? Ein Bericht von Alexander Sattmann und Münire Inam.

Hochwasser und Politik

In der Wachau haben die Schutzdämme gehalten, doch die kleine niederösterreichische Gemeinde Marbach an der Donau ist von der Jahrhundertflut besonders stark getroffen worden. 150 Häuser standen unter Wasser, der Wasserpegel ist diesmal noch höher angestiegen als im Jahr 2002, denn in Marbach gibt es noch immer keinen Hochwasserschutz. Politikerinnen und Politiker sowie Bewohnerinnen und Bewohner im Ort sind verärgert und sehen die Schuld für die verheerenden Auswirkungen der Katastrophe bei Land und Bund. Es habe trotz vieler Zusagen keine finanzielle Unterstützung gegeben, beteuert der Bürgermeister. Das Land wiederum schiebt die Schuld zurück an die Gemeinde. Martin Pusch war zum Höhepunkt des Hochwassers und während der Aufräumarbeiten in Marbach und hat mit den Betroffenen gesprochen.

Mehr rote Zonen für Österreich

400.000 Häuser stehen in Österreich in roten und gelben Zonen, also dort, wo die Katastrophengefahr durch Hochwasser, Muren und Lawinen besonders hoch ist. Naturkatastrophen bestätigen die Kritik an Raumplanung und Baulandwidmungen. Eine Ausweitung der roten Zonen wäre eine heikle Aufgabe für die Politik, denn sie würde weniger Bauland und massive Wertminderung der Grundstücke bedeuten. Ernst Johann Schwarz und Helga Lazar berichten über aktuelle Sündenfälle, die Verantwortung der Kommunalpolitik und die Zukunft von effizienten Frühwarnsystemen von Katastrophen.

Gäste im Studio: Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer.

Die Lehren der Geschichte

Seit Jahrhunderten erleben Menschen Hochwasserkatastrophen und versuchen, sich vor den Fluten zu schützen. Doch immer wieder zeigt sich, dass Dämme und Schutzbauten Probleme lösen und gleichzeitig neue schaffen, weil die Fluten sich anderswo ergießen. Der Umgang der Menschen mit den Flüssen und ihren Gefahren ist eine stete Folge von Versuchen und Irrtümern. Vom Mittelalter bis zum Streit um die Hainburger Au analysieren Jakob Horvat, Eva Maria Kaiser und Helga Lazar.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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