- 10.06.2013, 12:10:55
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"Report" am 11. Juni: Golan-Rückzug und Hochwasserkatastrophe
Zu Gast im Studio: Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer
Utl.: Zu Gast im Studio: Umweltminister Nikolaus Berlakovich und
Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer =
Wien (OTS) - Susanne Schnabl präsentiert im "Report" am Dienstag, dem
11. Juni 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Golan: Ein eiliger Rückzug
Das österreichische Bundesheer räumt die Golanhöhen. Ganz schnell
soll es gehen. Die Lage sei zu gefährlich, sagen alle Parteien. Doch
stellt Österreichs eiliger Rückzug nicht alle Auslandseinsätze in
Frage? Ist unser Heer nur für sichere Einsätze geeignet? Ein Bericht
von Alexander Sattmann und Münire Inam.
Hochwasser und Politik
In der Wachau haben die Schutzdämme gehalten, doch die kleine
niederösterreichische Gemeinde Marbach an der Donau ist von der
Jahrhundertflut besonders stark getroffen worden. 150 Häuser standen
unter Wasser, der Wasserpegel ist diesmal noch höher angestiegen als
im Jahr 2002, denn in Marbach gibt es noch immer keinen
Hochwasserschutz. Politikerinnen und Politiker sowie Bewohnerinnen
und Bewohner im Ort sind verärgert und sehen die Schuld für die
verheerenden Auswirkungen der Katastrophe bei Land und Bund. Es habe
trotz vieler Zusagen keine finanzielle Unterstützung gegeben,
beteuert der Bürgermeister. Das Land wiederum schiebt die Schuld
zurück an die Gemeinde. Martin Pusch war zum Höhepunkt des
Hochwassers und während der Aufräumarbeiten in Marbach und hat mit
den Betroffenen gesprochen.
Mehr rote Zonen für Österreich
400.000 Häuser stehen in Österreich in roten und gelben Zonen, also
dort, wo die Katastrophengefahr durch Hochwasser, Muren und Lawinen
besonders hoch ist. Naturkatastrophen bestätigen die Kritik an
Raumplanung und Baulandwidmungen. Eine Ausweitung der roten Zonen
wäre eine heikle Aufgabe für die Politik, denn sie würde weniger
Bauland und massive Wertminderung der Grundstücke bedeuten. Ernst
Johann Schwarz und Helga Lazar berichten über aktuelle Sündenfälle,
die Verantwortung der Kommunalpolitik und die Zukunft von effizienten
Frühwarnsystemen von Katastrophen.
Gäste im Studio: Umweltminister Nikolaus Berlakovich und
Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer.
Die Lehren der Geschichte
Seit Jahrhunderten erleben Menschen Hochwasserkatastrophen und
versuchen, sich vor den Fluten zu schützen. Doch immer wieder zeigt
sich, dass Dämme und Schutzbauten Probleme lösen und gleichzeitig
neue schaffen, weil die Fluten sich anderswo ergießen. Der Umgang der
Menschen mit den Flüssen und ihren Gefahren ist eine stete Folge von
Versuchen und Irrtümern. Vom Mittelalter bis zum Streit um die
Hainburger Au analysieren Jakob Horvat, Eva Maria Kaiser und Helga
Lazar.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.
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