- 10.06.2013, 11:51:16
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Nationalparkhauptstadt Mittersill - Treffpunkt der Wissenschaft
300 Wissenschaftler aus 20 Nationen beim internationalen Nationalparks Austria Forschungssymposium

Utl.: 300 Wissenschaftler aus 20 Nationen beim internationalen
Nationalparks Austria Forschungssymposium =
Mittersill (TP/OTS) - Vom 10.-12. Juni 2013 treffen sich an die 300
Wissenschaftler aus 20 Nationen zum ersten NPs Austria
Forschungssymposium für Schutzgebiete in der Nationalparkhauptstadt
in Mittersill. Die Hohen Tauern haben bereits eine sehr lange
Forschungstradition. So hat die Erforschung des Gebietes schon im 18.
Jahrhundert begonnen, als die Alpen naturwissenschaftlich noch ein
'weißer Fleck' waren. Heute ist unser Nationalpark als größtes
Schutzgebiet der Alpen prädestiniert dafür, Langzeitforschung und
Monitoring zu betreiben. Nur in Großschutzgebieten ist eine
weitgehend unbeeinflusste Entwicklung der Ökosysteme gegeben und nur
hier gibt es auch ein Management, das gleichzeitig Forschungsfragen
koordiniert, finanziert und Ergebnisse nachhaltig verfügbar machen
kann.
NP-Dir Wolfgang Urban: "Ökosysteme und deren - gerade in Zeiten
der Klimaveränderung sehr dynamischen - Prozesse zu erforschen,
erfordert die Zusammenarbeit unterschiedlicher
naturwissenschaftlicher Disziplinen und nationale wie internationale
Kooperation und Koordina-tion der Forschungseinrichtungen,
Universitäten und Schutzgebietsverwaltungen". Bereits 4 Mal zuvor
richtete die Nationalparkverwaltung Hohe Tauern zu diesem Zweck
Forschungssym-posien für die alpine Schutzgebietsforschung aus.
"Diesmal ist es uns gelungen, diese hochka-rätige, in der
wissenschaftlichen Community geschätzte und etablierte Veranstaltung
bedeutend auszuweiten", berichtet Urban. Hinter der Ausrichtung und
Finanzierung stehe nun nicht mehr der Nationalpark Hohe Tauern
alleine sondern die Nationalparks Austria und die wissenschaft-lichen
Themen erreichen vom Alpenraum ausgehend nun auch alle
Großschutzgebiete im Donau- und Karpatenraum.
Alleine die 77 Referenten, welche in Plenarsitzungen genauso
arbeiten werden wie in 'parallel sessions' und 'workshops' stammen
aus 14 Nationen. Weitere 100 Forscher, die für Vorträge und
Moderationen nicht zum Zug gekommen sind, werden ihre zentralen
wissenschaftlichen Ergebnisse in einem eigenen Forscherzelt in Form
einer 'poster session' präsentieren.
Um hier wissenschaftlich fundiert und qualitätsvoll die richtige
Programmgestaltung zu treffen wurde das Team um NP-Dir Wolfgang Urban
und der Leiterin der Forschungsabteilung in der
Nationalparkverwaltung von einem schon vor einem Jahr eingerichteten
'International Scientific Board' unter dem Vorsitz von Dr.Günter Köck
von der Österreichischen Akademie der Wissen-schaften und Dr. Thomas
Scheurer von der Schweizer Akademie der Wissenschaften beraten. Dr.
Günter Köck: "Diese vom Nationalpark Hohe Tauern bereits zum fünften
Mal organisierte internationale Konferenz ist aus meiner Sicht das
wichtigste Forschungs- und Schutzgebiets-symposium im Alpenraum und
genießt in der Wissenschaftscommunity hohes Ansehen".
Schon bei der Eröffnung würdigten nicht nur die Wissenschaftler
und Schutzgebietsmanager diese einzigartige Veranstaltung. "Der
Nationalpark ist zu einem nicht mehr weg zu denkenden Faktum im
Tourismus geworden. Aber wir sind uns auch bewusst, dass Nationalpark
ein ganz besonderes 'USP' ist und dass eben alle Aufgaben eines
Schutzgebietes im Gleichgewicht sein müssen, um Erfolg zu haben.
Wissenschaft und Naturschutz ist für uns im Nationalparktouris-mus
deswegen genauso wichtig wie die attraktiven Angebote der
Nationalparkverwaltung in Bildung und Besucherinformation", so der
Direktor der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern Christian
Wörister.
"Mittersill ist gerne Nationalpark Hauptstadt und dazu gehört auch
das Bewusstsein und Selbstverständnis in diese internationale, ja
weltweite Idee eingebunden zu sein", freut sich Bürgermeister Dr.
Wolfgang Viertler.
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