Rosenstatter: Außer-Nutzung-Stellung von Waldflächen wird strikt abgelehnt

Nachhaltige Waldbewirtschaftung als Vorbild für verantwortungsvolles Wirtschaften

Wien (OTS) - "Nachhaltiges Handeln in der Forstwirtschaft bedeutet, nachfolgenden Generationen eine gesicherte Zukunft zu bieten. Die Behinderung der ohnehin nachhaltigen Waldbewirtschaftung und mutwillige Gefährdung von Arbeitsplätzen ist kein Zukunftskonzept. Deshalb lehne ich die von der Europäischen Kommission angedachten neuen Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse oder die Forderung nach großflächigen Außer-Nutzung-Stellungen im Wald strikt ab. Damit werden nicht nur Arbeitsplätze im ländlichen Raum und die sehr erfolgreiche Wertschöpfungskette Holz in Österreich, sondern auch die Chancen unserer Kinder und Enkel gefährdet. Stattdessen muss die in Österreich und Europa seit 300 Jahren gelebte nachhaltige Waldbewirtschaftung Vorbild für das Handeln der gesamten Wirtschaft werden." Dies fordert Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich, im Namen von mehr als 61.000 Mitgliedern anlässlich der "Woche des Waldes", die von 10. bis 14.06.2013 unter dem Motto "Unser Wald - Das Rezept für Nachhaltigkeit" steht.

"Es wundert mich sehr, dass selbst ernannte Weltverbesserer von Wien bis Brüssel mit erhobenem Zeigefinger immer auf die heimischen Wälder zeigen, anstatt Nachhaltigkeit bei fossilen Rohstoffen und Energieträgern einzufordern. Scheinbar schon vergessene Katastrophen wie im Fukushima-Atomkraftwerk, bei der Ölbohr-Plattform im Golf von Mexiko oder der Giftschlamm-Unfall in Ungarn würden Anlass genug dazu geben", so Rosenstatter.

Wer hat's erfunden?

1713 - also vor genau 300 Jahren - wurde der Grundsatz der Nachhaltigkeit erstmals in der Forstwirtschaft formuliert. Seit diesem Zeitpunkt hat die nachhaltige Waldbewirtschaftung eine umfassende Weiterentwicklung erfahren. "Damals ging es nur um die Holzversorgung, heute sprechen wir von einer multifunktionalen Forstbewirtschaftung, die weit darüber hinausgeht. Waldbesitzer erbringen wertvolle Ökosystemleistungen für die Gesellschaft wie Schutz vor Naturgefahren, Boden- und Biodiversitätsschutz, Wasserregulierung sowie Luftreinigung und die Pflege eines sehr gerne in Anspruch genommenen Erholungsraumes. Zusätzlich wird diese nachhaltige Waldbewirtschaftung durch eine unabhängige Zertifizierung für jeden Konsumenten mit dem PEFC-Siegel auf Holzprodukten sichtbar", erläutert Rosenstatter.

Wertschätzung und Verantwortung der Gesellschaft

"Die österreichischen Waldbesitzer verdienen sich Wertschätzung für ihren verantwortungsbewussten Umgang mit den heimischen Wäldern. Denn auch im Forstbereich gibt es Herausforderungen, die zu bewältigen sind. Der Klimawandel und seine Folgen haben Auswirkungen auf den Wald, die nur durch eine gezielte Bewirtschaftung bewältigt werden können. Wir leben eben in einer vom Menschen geprägten Natur. Deshalb muss auch weiterhin eine ausreichende Förderung für waldbauliche Maßnahmen, eine landschaftsschonende Infrastruktur und eine moderne Aus- und Weiterbildung für Waldbesitzer aus dem Programm Ländliche Entwicklung 2014 bis 2020 zur Verfügung stehen", fordert der Obmann.
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