• 10.06.2013, 11:46:14
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Rosenstatter: Außer-Nutzung-Stellung von Waldflächen wird strikt abgelehnt

Nachhaltige Waldbewirtschaftung als Vorbild für verantwortungsvolles Wirtschaften

Utl.: Nachhaltige Waldbewirtschaftung als Vorbild für
verantwortungsvolles Wirtschaften =

Wien (OTS) - "Nachhaltiges Handeln in der Forstwirtschaft bedeutet,
nachfolgenden Generationen eine gesicherte Zukunft zu bieten. Die
Behinderung der ohnehin nachhaltigen Waldbewirtschaftung und
mutwillige Gefährdung von Arbeitsplätzen ist kein Zukunftskonzept.
Deshalb lehne ich die von der Europäischen Kommission angedachten
neuen Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse oder die Forderung nach
großflächigen Außer-Nutzung-Stellungen im Wald strikt ab. Damit
werden nicht nur Arbeitsplätze im ländlichen Raum und die sehr
erfolgreiche Wertschöpfungskette Holz in Österreich, sondern auch die
Chancen unserer Kinder und Enkel gefährdet. Stattdessen muss die in
Österreich und Europa seit 300 Jahren gelebte nachhaltige
Waldbewirtschaftung Vorbild für das Handeln der gesamten Wirtschaft
werden." Dies fordert Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes
Österreich, im Namen von mehr als 61.000 Mitgliedern anlässlich der
"Woche des Waldes", die von 10. bis 14.06.2013 unter dem Motto "Unser
Wald - Das Rezept für Nachhaltigkeit" steht.

"Es wundert mich sehr, dass selbst ernannte Weltverbesserer von
Wien bis Brüssel mit erhobenem Zeigefinger immer auf die heimischen
Wälder zeigen, anstatt Nachhaltigkeit bei fossilen Rohstoffen und
Energieträgern einzufordern. Scheinbar schon vergessene Katastrophen
wie im Fukushima-Atomkraftwerk, bei der Ölbohr-Plattform im Golf von
Mexiko oder der Giftschlamm-Unfall in Ungarn würden Anlass genug dazu
geben", so Rosenstatter.

Wer hat's erfunden?

1713 - also vor genau 300 Jahren - wurde der Grundsatz der
Nachhaltigkeit erstmals in der Forstwirtschaft formuliert. Seit
diesem Zeitpunkt hat die nachhaltige Waldbewirtschaftung eine
umfassende Weiterentwicklung erfahren. "Damals ging es nur um die
Holzversorgung, heute sprechen wir von einer multifunktionalen
Forstbewirtschaftung, die weit darüber hinausgeht. Waldbesitzer
erbringen wertvolle Ökosystemleistungen für die Gesellschaft wie
Schutz vor Naturgefahren, Boden- und Biodiversitätsschutz,
Wasserregulierung sowie Luftreinigung und die Pflege eines sehr gerne
in Anspruch genommenen Erholungsraumes. Zusätzlich wird diese
nachhaltige Waldbewirtschaftung durch eine unabhängige Zertifizierung
für jeden Konsumenten mit dem PEFC-Siegel auf Holzprodukten
sichtbar", erläutert Rosenstatter.

Wertschätzung und Verantwortung der Gesellschaft

"Die österreichischen Waldbesitzer verdienen sich Wertschätzung
für ihren verantwortungsbewussten Umgang mit den heimischen Wäldern.
Denn auch im Forstbereich gibt es Herausforderungen, die zu
bewältigen sind. Der Klimawandel und seine Folgen haben Auswirkungen
auf den Wald, die nur durch eine gezielte Bewirtschaftung bewältigt
werden können. Wir leben eben in einer vom Menschen geprägten Natur.
Deshalb muss auch weiterhin eine ausreichende Förderung für
waldbauliche Maßnahmen, eine landschaftsschonende Infrastruktur und
eine moderne Aus- und Weiterbildung für Waldbesitzer aus dem Programm
Ländliche Entwicklung 2014 bis 2020 zur Verfügung stehen", fordert
der Obmann.
(Schluss)

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