- 07.06.2013, 16:13:38
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BM BERLAKOVICH, LH PÜHRINGER und LR ANSCHOBER: "Hochwasser-Schutz in Schärding hat oberste Priorität"
Wien/Linz (OTS) - Bundesminister Nikolaus Berlakovich,
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Umwelt-Landesrat Rudi
Anschober sind überein gekommen, dass der Hochwasserschutz von
Schärding auf HQ30 Priorität hat und raschest möglich verwirklicht
werden soll. Die dafür erforderlichen Mittel sollen vorrangig
gesichert werden. "Baulos 1 ist ja bereits verwirklicht. Unser Ziel
ist es, Baulos 2 raschest möglich bis spätestens 2016 zu
verwirklichen und parallel dazu bereits mit Vorbereitungen für den
Hochwasserschutz Neuhaus und Brunnwies zu beginnen", sind sich
Berlakovich, Pühringer und Anschober einig.
"Wir müssen das Hochwasserschutzprogramm in ganz Österreich
ausbauen. Die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Gemeinden hat sich
bewährt. Der Schutz der Menschen in Schärding sowie in ganz
Österreich hat höchste Priorität. Dazu werden in Zukunft noch mehr
Mittel von Bund- und Ländern notwendig sein. Österreich muss Stück
für Stück sicherer gemacht werden", bekräftigt Umweltminister
Berlakovich.
Landeshauptmann Pühringer: "Seit d em letzten großen Hochwasser
2002 haben Bund und Land alleine in Oberösterreich insgesamt 685
Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Das war wichtig
und richtig. Der Hochwasserschutz wird auch künftig bei uns Priorität
haben. Ich freue mich, dass Bundesminister Berlakovich für den
Weiterbau Mittel zur Verfügung stellt, denn Schärding wurde als erste
Stadt Oberösterreichs vom Hochwasser heimgesucht und stark
verwüstet."
"Schärding ist der schwierigste Ort für den Hochwasserschutz in
Oberösterreich und kann vor einem Extremhochwasser nicht vollständig
geschützt werden. Der Hochwasserschutz für Schärding hat aber oberste
Priorität und ich freue mich, dass der Schutz vor einem starken
Hochwasser jetzt rasch vervollständigt wird", so Landesrat Anschober.
In Schärding wird seit 2009 an der Umsetzung des
Hochwasserschutzes intensiv gearbeitet. 2011 wurde der erste
Bauabschnitt in Funktion gestellt und bietet seit damals Schutz vor
30-jährlichen Hochwässern. Aufgrund der schwierigen
Untergrundverhältnisse und dem unerwartet hohen Aufwand für die
bauliche Umsetzung der Maßnahme aufgrund der denkmalgeschützten
Bausubstanz und der schwierigen Untergrundverhältnisse kam es zu
einer deutlichen Kostensteigerung und einer Verzögerung des Baus.
Jetzt soll intensiv weitergebaut werden.
Die aktuelle Überflutung von Schärding hat ihre Ursache im
extremen Ausmaß des aktuellen Hochwassers: War der Inn in Schärding
2002 auf eine Höhe von 8,70 Meter angestiegen, so wurde der erste
bereits fertig gestellte Hochwasserschutz auf 9,33 Meter errichtet.
Mehr ist in Schärding nicht möglich. Die aktuelle Flutwelle ist
jedoch auf eine Extremhöhe von 10,80 Metern angestiegen. Vor einer
Extremflut wie am Wochenende kann die Altstadt Schärding nicht
gesichert werden, weil aufgrund des Rückstaus durch die Fornacher
Enge der Hochwasserspiegel extrem angehoben wird. Aufgrund der
kulturgeschichtlichen Bedeutung der Bausubstanz müssen vor allem
mobile Hochwasserschutzanlagen Verwendung finden und diese Anlagen
können bei einer Wasserstandshöhe von mehr als 6 Metern technisch
nicht mehr betrieben werden.
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