- 07.06.2013, 11:06:53
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Mit Social Franchising Gutes tun
Graz (OTS) - atempo beschäftigt sich seit Jahren mit
Barrierefreiheit. Das innovative Sozialunternehmen aus Graz erbringt
Dienstleistungen im Social Franchise-System. Gestern Abend erhielten
die Gründer Walburga Fröhlich und Klaus Candussi den Franchise-Award
in der Kategorie "Newcomer des Jahres".
Was haben ein Fitnessstudio, ein Pizzaservice und ein
gemeinnütziges Unternehmen gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht
viel. Bei näherer Betrachtung das einheitliche Geschäftsmodell:
Franchising. Das kommerzielle Vertriebssystem wird in Österreich
immer beliebter. Laut einer vom Österreichischen Franchise-Verband
durchgeführten Erhebung sind im Jahr 2012 rund 450 unterschiedliche
Franchise-Systeme mit mehr als 66.000 Mitarbeitern und
Mitarbeiterinnen im Einsatz.
atempo - Pionier für Social Franchising
Am 6. Juni vergab der Österreichische Franchise-Verband bei seiner
Gala in Wien die jährlichen Auszeichnungen für besonders erfolgreiche
Franchise-Unternehmen.
"Franchising ist keine Lizenz für schnelles Geld. Vertrauen und
Anerkennung sind für langfristig angelegte Partnerschaften ebenso
wichtig wie ein klares Konzept", so Waltraud Martius, Doyenne des
Franchising und Ehrenpräsidentin des Österreichischen
Franchise-Verbandes. Passend zu diesem Credo wurde an diesem Abend
erstmals das System Social Franchising einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt. Als Sieger in der Kategorie "Newcomer" erhielt atempo,
das innovative Sozialunternehmen aus Graz, für sein Franchisesystem
und seine Marken capito und nueva die begehrte Auszeichnung.
Erfolgreich in Österreich und Deutschland
"Für uns ist dieser Preis Anerkennung und Ansporn zugleich" freuen
sich Klaus Candussi und Walburga Fröhlich von atempo. "Mit dem
Social Franchisesystem konnten wir in Österreich und in Deutschland
Partner für unsere Idee gewinnen und 50 neue Arbeitsplätze für
Menschen mit Behinderung schaffen. Diese werden ausgebildet und
arbeiten dann als Experten und Expertinnen in den Partnerbetrieben."
Die Produkte des atempo Social Franchise-Systems aus Graz wurden
bis 2010 in Pilotbetrieben entwickelt und erprobt. Zurzeit hat atempo
neun Betriebslizenzen vergeben, weitere fünf Franchise-Partner sollen
bis Ende 2013 dazukommen. atempo Franchisenehmer übernehmen eine hohe
Verantwortung, denn im Schnitt werden mit jedem Franchisebetrieb zehn
neue Arbeitsplätze geschaffen, davon fünf für Menschen mit
Behinderung. "Daher wählen wir die Bewerber sorgfältig aus und
begleiten sie durch Schulungen in der Gründungsphase sehr intensiv",
so Walburga Fröhlich, verantwortlich für das Social
Franchise-Netzwerk von atempo.
Social Entrepreneurship aus Graz
"Social Franchising erfreut sich zunehmend wachsender Beliebtheit,
doch es gibt immer noch Aufklärungsbedarf", so Klaus Candussi und
Walburga Fröhlich. Den Social Entrepreneurs aus Graz geht es darum,
ihre soziale Idee nicht nur an einem Ort anzubieten, sondern in einem
starken Netzwerk überall dort zu verbreiten, wo sie gebraucht wird.
Mag. Klaus Candussi, MAS, studierte Musikwissenschaft, später
Sozialmanagement. Er arbeitete als Journalist (u.a. für das profil)
und Geschäftsführer im Behindertenbereich. Seit 2001 ist er Gründer
und Geschäftsführer von atempo.
Walburga Fröhlich, MA, ist Sozialarbeiterin, Supervisorin und
Organisationsberaterin. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen im
Sozialbereich ist sie seit 2001 Gründerin und Geschäftsführerin von
atempo. Die beiden entwickelten gemeinsam das Social Franchise
Netzwerk von atempo.
atempo - zur Gleichstellung von Menschen
atempo ist eines der führenden inklusiven Sozialunternehmen
Österreichs und gilt als Pionier für Social Franchising im
deutschsprachigen Raum. Die Leistungen umfassen Aus- und
Weiterbildung, Evaluation und Qualitätssicherung, Übersetzungen von
Texten in einfache Sprache, Überprüfung von Barrierefreiheit,
Beratung und Forschung sowie die Entwicklung und Führung von Social
Franchise-Partnerschaften in Österreich und Deutschland. atempo wurde
2001 in Graz von Klaus Candussi und Walburga Fröhlich gegründet und
beschäftigt rund 80 Mitarbeiter/innen - 25 Prozent davon mit
Behinderungen. Zu den atempo Social Franchise-Marken zählen capito -
barrierefreie Texte und nueva - Nutzerorientierte Evaluation. Zurzeit
hat atempo neun Social Franchise-Partner in Innsbruck, Linz,
Ravensburg, Berlin und Stuttgart. Weitere fünf sind in Vorbereitung.
Das Wort atempo kommt aus der Musik und bedeutet zurück zum
ursprünglichen Tempo. www.atempo.at
Social Franchising
Im Social Franchising werden die Vorteile des kommerziellen
Franchising auf den Non-Profit-Bereich übertragen. Social Franchising
ermöglicht es, die vorhandenen Mittel effizient einzu-setzen, indem
ein erfolgreiches Einzelprojekt, der sogenannte Prototyp, unter
Anpassung an die lokalen Bedingungen dezentral vervielfältigt wird.
Social Franchisegeber und Social Franchisenehmer müssen erfolgreich
wirtschaften und gleichzeitig ihre sozialen Ziele verfolgen.
Österreichischer Franchise-Verband (ÖFV). www.franchise.at
Pressefotos unter http://www.atempo.at/de/Presse/Pressefotos/
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