• 06.06.2013, 11:38:52
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Wlodkowski: Nachhaltige Bewirtschaftung sorgt für mehr Wald und Holz

Woche des Waldes: Waldeigentümer feiern 300 Jahre gelebte Nachhaltigkeit

Utl.: Woche des Waldes: Waldeigentümer feiern 300 Jahre gelebte
Nachhaltigkeit =

Wien (OTS) - "In unseren Wäldern findet keine verschwenderische
Ausbeutung von Ressourcen statt, wie das bei fossilen Rohstoffen
tagtägliche Praxis ist. Im Gegenteil: Die Waldfläche wächst, der
Holzvorrat nimmt zu, der ökologisch wichtige Anteil von Mischwäldern
sowie der Totholzanteil steigen. Und das nicht trotz, sondern wegen
der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Wälder. Deshalb lehnen wir
großflächige Außer-Nutzung-Stellungen in Österreich über das bereits
bestehende Netzwerk an Nationalparks, Biosphärenparks, Naturschutz-
oder Natura 2000-Gebieten strikt ab, wie sie von selbst ernannten
'Umweltexperten' gefordert werden. Wir treten stattdessen für eine
verstärkte Berücksichtigung des ökologischen Fußabdruckes bei
Neubauten und Renovierungen ein, denn Holz hat hier viele Vorteile,
die viel zu wenig genutzt werden", erklärt Gerhard Wlodkowski,
Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich der Woche
des Waldes, die vom 10. bis 16.06.2013 unter dem Motto "Unser Wald -
Das Rezept für Nachhaltigkeit" stattfindet.

Klimaschutz durch aktive Waldbewirtschaftung und
Holzverwendung

"Dass Holzhäuser, Holzprodukte und Wärme aus Biomasse damit einen
ausgezeichneten ökologischen Fußabdruck erzeugen und dabei auch noch
regionale Wertschöpfung erzeugen, ist einer der Schlüssel, um
nationale und internationale Klimaschutzziele zu erreichen. Deshalb
darf die Rohstoffverfügbarkeit durch Außer-Nutzung-Stellungen wie
etwa aktuell in Deutschland nicht eingeschränkt werden. Unsere
Forstbesitzer machen ihre Arbeit vorbildlich, was auch die Daten der
Österreichischen Waldinventur regelmäßig beweisen. Wir brauchen
Anreize für Häuslbauer und Konsumenten, vermehrt Holzhäuser zu
errichten und Holzprodukte zu verwenden. Ein 'Konjunkturprogramm
Holzbau' wäre dafür genauso geeignet wie die Selbstverpflichtung des
Staates, öffentliche Bauten vermehrt in Holzbauweise zu errichten.
Moderne technische und architektonische Lösungen stehen dafür
ausreichend zur Verfügung", so Wlodkowski.

Bewirtschaftete Wälder und die Holzproduktion leisten einen
erheblichen Mehrwert für den Klimaschutz. Durch regelmäßige
Holznutzungen wird für eine ausreichende Verjüngung des Waldes
gesorgt, damit dieser laufend CO2 binden kann. Durch die Holzentnahme
werden große Mengen an CO2, die im Holz gebunden sind, etwa in Form
von Holzhäusern, langfristig gespeichert. Dabei werden in der
Herstellung energie- und damit CO2-intensive Baumaterialien wie
Stahl, Beton oder Ziegel ersetzt, was das Klima zusätzlich entlastet.
Am Ende des Lebenszyklus von Holzprodukten oder nach dem Recycling
können diese thermisch verwertet werden. Nur jenes CO2, das der Baum
während seines Wachstums gebunden hat, wird wieder freigesetzt. Damit
schließt sich der natürliche Kreislauf.

Prinzip Nachhaltigkeit gelebt

"Österreich kann stolz auf seine rund 145.000 Waldeigentümer sein.
Der Wald produziert mit Holz den bedeutendsten heimischen Roh- und
Werkstoff sowie Energieträger - und das seit 300 Jahren nachhaltig.
Nachhaltigkeit bedeutet heute, dass alle Waldwirkungen - von der
Nutz- über die Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung - ausgewogen
im Interesse der gesamten Gesellschaft erbracht werden. Zusätzlich
wird der Generationenvertrag in Österreichs Wäldern eindrucksvoll
gelebt, denn auch die nachfolgenden Generationen können mit
produktiven und gesunden Wäldern ein Einkommen erwirtschaften. Die
nachhaltige Forstbewirtschaftung ist die Basis für einen weiterhin
ausgezeichneten Zustand der Wälder und eine sehr erfolgreiche
Wertschöpfungskette Holz in Österreich", unterstreicht der Präsident.

"Vor 300 Jahren ging es bei der Nachhaltigkeit noch ausschließlich
um die Holzproduktion. Heute umfasst die nachhaltige
Waldbewirtschaftung aber viel mehr. Ich nehme daher die Woche des
Waldes zum Anlass, den Forstbesitzern dafür zu danken, dass sie durch
ihre Arbeit nicht nur für vielfältige Biodiversität im Wald, sondern
auch für sauberes Wasser und saubere Luft, Erholung und eine
gepflegte Kulturlandschaft sorgen, was die Bevölkerung gerne in
Anspruch nimmt", so Wlodkowski.

"Die Forderungen, die insbesondere von aktionistischen
Umweltorganisationen an die Waldbesitzer herangetragen werden, werden
immer größer. Politik und Gesellschaft haben aber eine Verantwortung
dafür, dass Arbeitsplätze und Einkommen in einem noch
funktionierenden und ausbaufähigen Wirtschaftsbereich gesichert und
nicht einseitig auf Kosten der Waldbesitzer gefährdet werden.
Nachhaltiges Wirtschaften im Wald nach ökologischen und ökonomischen
Grundsätzen ist für die Waldbesitzer seit drei Jahrhunderten eine
gelebte Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund ist es für uns auch
keine Option, großflächige Totalschutzgebiete ausweisen zu wollen. Im
Gegenteil, wir brauchen weiterhin eine Unterstützung, um die hohen
Holzerntekosten in gebirgigen Lagen durch Förderungen aus dem
Programm Ländliche Entwicklung 2014 bis 2020 auszugleichen,
Mischwälder zu fördern und eine moderne, landschaftsschonende
Erschließung im Gebirgsraum zu sichern", betont Wlodkowski.
(Schluss)

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