• 06.06.2013, 09:00:31
  • /
  • OTS0012 OTW0012

Stadt Wien widmet UNESCO-Weltkulturerbe breite Debatte

Vassilakou: "Bekenntnis zum Erhalt und zur Hervorhebung des kulturellen Erbes von Wien und zur dynamischen Entwicklung der Stadt"

Utl.: Vassilakou: "Bekenntnis zum Erhalt und zur Hervorhebung des
kulturellen Erbes von Wien und zur dynamischen Entwicklung der
Stadt" =

Wien (OTS) - Ende 2001 wurde die Wiener Innenstadt in die Liste der
UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen, bereits fünf Jahre zuvor
hatte Schloss Schönbrunn Weltkulturerbestatus erlangt. Grund genug
für die Stadt Wien, diesem Erbe im Rahmen eines Symposiums eine
kritische Reflexion zu widmen. Mehr als 200 Interessierte und
ExpertInnen debattierten am Mittwoch gemeinsam mit
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou in diesem Rahmen über Gegenwart
und Zukunft von Wien als Weltkulturerbe. Vassilakou legte ein
Bekenntnis zum Erhalt und zur Hervorhebung des kulturellen Erbes von
Wien und zur dynamischen Entwicklung der Stadt ab. "Wien ist die am
schnellsten wachsende deutschsprachige Stadt. Mehr als 20.000 neue
WienerInnen gibt es jedes Jahr. Wien befindet sich in einer neuen
Gründerzeit mit Konsequenzen auch für das Weltkulturerbe und seiner
Randzonen. Wir wollen an der Stadt weiterbauen, ohne Sentimentalität,
aber mit großem Respekt für unser aller Erbe."

Vassilakou verwies auf die Herausforderungen, vor die Wien aufgrund
seines Wachstums gestellt ist: "Wir befinden uns auch heute in einer
Umbruchssituation für die Stadt: die Entwicklungen der Wende-Jahre
1989 und danach haben die Lage Wiens völlig verändert. Bereits seit
1989 sind wir um 250.000 Menschen gewachsen, bis 2035 werden es
voraussichtlich noch mal so viele sein." Wachstumsschübe in einer
Stadt hätten immer auch Maßstabssprünge in der städtebaulichen
Struktur zur Folge. Es komme zu Aufstockungen, Verdichtungen,
Erweiterungen und vielem anderen mehr. "In diesem Spannungsfeld
bewegen wir uns und diese Debatten werden wir in den nächsten Jahren
führen müssen."

Vassilakou betonte, ihr gehe es darum, diese Diskussionen offen zu
führen. "Wir müssen uns darüber klar werden, welche Restriktionen
aber auch welche Gestaltungsspielräume es gibt, über den Wert des
historischen Erbes und Entwicklungspotentiale hinaus, um Wien als
moderne Metropole des 21. Jahrhundert zu positionieren."

An dem hochkarätig besetzten Symposium nahmen unter anderem teil:
Andreas Nierhaus, Wien Museum, Dietmar Wiegand, TU Wien, Institut für
Städtebau, Landschafts architektur und Entwerfen, Christoph
Luchsinger, TU Wien, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur
und Entwerfen, Manfred Wehdorn, Wehdorn Architekten, Wilfried Lipp,
Präsident des Internationalen Rats für Denkmalpflege ICOMOS
Österreich, Vizepräsident ICOMOS International, Erich Raith, TU Wien,
Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen,
Christian Kühn, TU Wien, Institut für Architektur und Entwerfen,
Markus P. Swittalek, Vorstand Österreichische Gesellschaft für
Kulturgüterschutz, Bettina Götz, ARTEC Architekten, Vorsitzende des
Beirats für Baukultur im Bundeskanzleramt, Wolfgang Kos, Direktor
Wien Museum, Erich Raith, TU Wien, Institut für Städtebau,
Landschaftsarchitektur und Entwerfen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel