- 04.06.2013, 11:26:47
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BM Schmied: Ausbau ganztägiger Schulformen bringt höhere Bildungschancen und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Neuer 15a-Vertrag für die schulische Tagesbetreuung ermöglicht höheren Bildungserfolg durch gezielte individuelle Förderung und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Utl.: Neuer 15a-Vertrag für die schulische Tagesbetreuung ermöglicht
höheren Bildungserfolg durch gezielte individuelle Förderung
und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. =
Wien (OTS) - "Die schulische Tagesbetreuung und die verschränkte
Ganztagsschule sind Schlüsselprojekte für die Schulentwicklung -
dadurch können SchülerInnen bestmöglich individuell gefördert und in
ihrer persönlichen und leistungsbezogenen Entwicklung unterstützt
werden. Damit ermöglichen wir den öffentlichen Schulen, ein
Bildungsangebot auf höchstem Niveau anzubieten, das internationalen
Benchmarks gerecht wird und auch dem Vergleich mit dem fast
durchgängig ganztägigen Angebot von Privatschulen standhält. Dass
Bewegung und Sport in Form einer verpflichtenden täglichen
Bewegungseinheit genauso wie Kunst und Kultur etwa in Zusammenarbeit
mit Vereinen und Musikschulen ein wichtiger Teil des pädagogischen
Gesamtkonzepts sind, fördert die Interessen, Begabungen, Kreativität
und stärkt die Persönlichkeit", erklärt die Bildungsministerin.
Zusätzlich betont Schmied den positiven Einfluss der ganztägigen
Schulangeboten in sozial- und gesellschaftspolitischer Hinsicht:
"Individuelle ganztägige Förderung in der Schule reduziert die
Notwendigkeit von Nachhilfestunden und entlastet die Eltern
finanziell. Ganztägige Schulangebote ermöglichen die bessere
Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung. Sie verbessern durch das
breitere Förderangebot auch die Bildungschancen von Kindern aus
finanziell nicht so gut gestellten Familien und sie sind auch der
Schlüssel zu gelingender Integration und Sprachförderung für Kinder
mit einer anderen Erstsprache als Deutsch. Dass die Kinder durch mehr
Sport in der Schule im Rahmen einer täglichen verpflichtenden Sport-
und Bewegungsstunde fit werden, ist angesichts der Gesundheitsdaten
der Kinder und Jugendlichen ebenfalls ein wichtiger Aspekt."
"Mit dem heutigen Ministerratsbeschluss ist der Weg frei, dass der
15a-Vertrag zum Ausbau der schulischen Tagesbetreuung noch in dieser
Legislaturperiode im Parlament beschlossen werden kann. Wir wollen ab
2014 jährlich 160 Millionen Euro in den Ausbau der schulischen
Tagesbetreuung investieren und im Schuljahr 2018/19 damit auf rund
200.000 Plätze kommen", begrüßt Bildungsministerin Dr. Claudia
Schmied den Ministerratsbeschluss und bedankt sich bei
Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, Finanzministerin Dr. Maria
Fekter und Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammer für die gute
Zusammenarbeit bei der Vorbereitung dieser Initiative.
Damit wird der bisherige 15a-Vertrag mit jährlich 80 Millionen Euro
bis 2018 verlängert und es werden weitere 80 Millionen Euro pro Jahr
bis 2018 vom Bund bereitgestellt, womit bundesweit 160 Millionen Euro
pro Jahr für den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung zur Verfügung
stehen. Der Bund trägt laut dieser Vereinbarung die
Lehrer-Personalkosten und für die Länder sind nach einem abgestimmten
Schlüssel rund 80 bis 110 Millionen Euro pro Jahr als Zuschuss für
die Schulerhalter vorgesehen.
Die Schulerhalter (Gemeinden) haben damit bis 2018 Planungssicherheit
beim Ausbau des ganztägigen Angebots und auch die Zuschüsse werden
kräftig erhöht: Ab 2015 gibt es pro Gruppe 9.000 Euro statt bisher
8.000 Euro für das Personal im Freizeitbereich (die
Lehrerpersonalkosten trägt weiter der Bund), für die Infrastruktur
steigt der Zuschuss von 50.000 Euro auf 55.000 Euro pro Gruppe, der
Mitteleinsatz wird auf Wunsch der Länder flexibilisiert.
Besonders wichtig ist der Bildungsministerin auch, dass in Zukunft
die verschränkte Ganztagsschule gleichberechtigt mit der
Tagesbetreuung im herkömmlichen Sinn angeboten werden kann.
Mittelfristig will Ministerin Schmied gezielt die Eltern, denen bei
der Umstellung auf ganztägige Schulformen eine zentrale Rolle
zufällt, davon überzeugen, dass das optimale pädagogische Angebot für
ihre Kinder die verschränkte Ganztagsschule ist, bei der Lernen,
Wiederholen, Freizeit, Sport und Kultur in altersgerechter Form
gleichmäßig über den Tag verteilt werden und die Schule zum aktiven
Lebensraum wird, bei dem die Schulaufgaben in der Schule bleiben:
Eltern haben am Abend zu Hause Freizeit und keine Lernzeit mit ihren
Kindern.
Einige andere wichtige Neuerungen durch den 15a-Vertrag im Detail:
+ Die erweiterte Zielsetzung des Vertrags ermöglicht flexiblere
Gruppenbildung bei integrativen Betreuungsangeboten, Tagesbetreuung
mit besonderen Qualitätskriterien, verschränkte Ganztagsschulen und
damit individuellere Förderung der SchülerInnen am Standort.
+ Die Mittel können für Infrastruktur und Personal flexibel
eingesetzt werden, falls der Betrag im Vorjahr nicht ausgeschöpft
wurde.
+ Alle privaten Schulen mit Öffentlichkeitsrecht sind künftig auch
anspruchsberechtigt.
+ Personalkosten der Schulerhalter im Freizeitbereich können auch für
die Zeit bis 18:00 Uhr (bisher bis 16:00 Uhr) aus Mitteln des
15a-Vertrages beglichen werden.
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