- 31.05.2013, 13:19:41
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Kath. Familienverband fordert Anrechnung der Kindererziehungszeit
KFÖ-Präsident Trendl: Stärkung der Wahlfreiheit der Familien wichtig - Papamonat sollte ausgebaut, aber nicht Pflicht werden
Utl.: KFÖ-Präsident Trendl: Stärkung der Wahlfreiheit der Familien
wichtig - Papamonat sollte ausgebaut, aber nicht Pflicht
werden =
Wien, 31.05.13 (KAP) Alle Kollektivverträge sollen bei
Gehaltsvorrückungen die Zeiten der Kindererziehung anrechnen,
fordert der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ). Dies sei
nötig, um "die unglaubliche Ungerechtigkeit gegenüber allen Eltern,
die in Karenz gehen, zu beseitigen", erklärte KFÖ-Präsident Alfred
Trendl gegenüber der Wiener Kirchenzeitung "Sonntag". Würde
Kindererziehung entsprechend angerechnet, könne man dadurch den
Einkommenseinbußen der Mütter nach der Karenz entgegenwirken.
Die Anrechnung der Kindererziehung solle nicht bloß das mittlere
Einkommen der Frauen, sondern das Gesamtmedianeinkommen von Frauen
und Männern als Bemessungsgrundlage heranziehen, so Trendl: "Dies
wäre ein wichtiger Schritt zur Anerkennung der Familienleistungen
und der Gleichbehandlung von Frauen." Er forderte auch die
Arbeiterkammer (AK) dazu auf, sich für die Anrechnung von
Kindererziehungszeiten bei Biennalsprüngen stark zu machen.
Gestärkt werden müsse aus Sicht des Familienverbands die
Wahlfreiheit der Familien, nicht jedoch das Hindrängen der Eltern zu
möglichst raschem Wiedereinstieg im Arbeitsmarkt, das ihrer
Autonomie widerspreche. In diesem Zusammenhang sei die
Teilzeitarbeit ein zu begrüßendes Instrument: "Für Eltern ist
Teilzeit oft eine unverzichtbare Maßnahme, die die Wahlfreiheit
sicherstellt und Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren
lässt", so der KFÖ-Präsident.
Trendl sprach sich für den Ausbau des freiwilligen Papamonats aus,
aber gegen eine verpflichtende Variante. "Dem Kinderwohl dient es
sicher, wenn sowohl Vater als auch Mutter in den ersten Lebenswochen
ausreichend Zeit haben, sich um das Baby zu kümmern und eine
elterliche Bindung aufzubauen". Der Papamonat dürfe aber nicht zum
Instrument der Bevormundung werden, denn die freie Entscheidung
müsse bei allem gewahrt bleiben, so Trendl.
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