• 28.05.2013, 15:44:12
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Österreich als Wegbereiter für ein regionales Netzwerk Nachhaltiger Energiezentren in Afrika

Um globale Entwicklung und saubere Energieversorgung zu sichern, setzt Österreich auf Know-how-Transfer nach Afrika.

Utl.: Um globale Entwicklung und saubere Energieversorgung zu
sichern, setzt Österreich auf Know-how-Transfer nach Afrika. =

Wien (OTS) - "Sichere und leistbare Energieversorgung ist eine
Grundvoraussetzung für Entwicklung und das Erreichen der
Millenniumentwicklungsziele", betonte Vizekanzler und Außenminister
Michael Spindelegger anlässlich des 3. Vienna Energy Forums in Wien.
1.000 internationale Energie-ExpertInnen, Staatschefs und
RegierungsvertreterInnen diskutieren von 28. bis 30. Mai in der
Hofburg über Möglichkeiten, die Initiative des Generalssekretärs der
Vereinten Nationen Ban Ki-moons "Sustainable Energy for all" zu
verwirklichen. Noch ist ein Fünftel der Weltbevölkerung von jeglicher
Stromversorgung ausgeschlossen. 2,7 Milliarden Menschen sind auf
Holz, Kohle, Dung oder Pflanzenreste zum Kochen und Heizen angewiesen
und dadurch auch gesundheitlichen Risken ausgesetzt. Alleine dieses
Jahr unterzeichnet die österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Verträge in Höhe von mehr als 5 Millionen Euro für Aktivitäten in
Afrika. Die neun Regionalzentren sollen eng mit dem in Wien
eingerichteten Büro für Nachhaltige Energie der Vereinten Nationen
zusammenarbeiten.

"Österreich will die Lebensbedingungen verbessern und setzt sich
seit Jahren aktiv für den Zugang zu sauberer Energie aller Menschen
ein", so Spindelegger weiter. "Die
ÖsterreichischeEntwicklungszusammenarbeit fördert zahlreiche
nachhaltige Energieprojekte in Westafrika, im südlichen Afrika,
Zentralamerika sowie in Bhutan."

Wissen weitergeben und Investitionen fördern

Mit dem Regionalzentrum für erneuerbare Energien und
Energieeffizienz (ECREEE) auf Kap Verde setzt die Westafrikanische
Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) wichtige Akzente für eine
nachhaltige Energiezukunft ihrer 15 Mitgliedstaaten. Seit 2010
arbeitet das Energiezentrum mit Unterstützung Österreichs und der
Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklungklung
(UNIDO) an alternativen Energielösungen, schafft Kapazitäten,
transferiert Wissen, entwickelt Strategien und fördert Investitionen.
"Österreich sagt mit der heutigen Vertragsunterzeichnung weitere zwei
Millionen für die nächste operative Phase des Zentrums bis 2016 zu",
erklärte Spindelegger.

Ein Energiezentrum macht Schule

Jetzt wollen auch die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) und die
Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) Regionalzentren nach
dem Vorbild von ECREEE aufbauen. Dazu wurde heute zwischen
Österreich, EAC und UNIDO ein Memorandum of Understanding
unterzeichnet, für die SADC ist eine Vereinbarung in Vorbereitung.
Ziel ist es durch regionale Aktiviäten in den Bereichen
Kapazitätsentwicklung, Politikberatung, Bewußtseinsbildung,
Investitions- und Geschäftsförderung zur stärkeren Nutzung
nachhaltiger Energietechnologien beizutragen. "Wir wollen Ost- und
das südliche Afrika dabei unterstützen, leistbare und saubere Energie
zu entwickeln. Energie muss klimafreundlich und darf nicht
gesundheitsgefährdend sein. Technologie- und Wissenstransfer sind ein
wichtiger Aspekt in diesem Prozess und die Österreichische Wirtschaft
hat in diesen Bereichen viel anzubieten. Beispielsweise hat UNIDO
gemeinsam mit Österreichischen ExpertInnen ein
Kleinwasserkraftstraining für afrikanische ExpertInnen am Rande des
Wiener Energieforums organisiert", so Spindelegger abschließend.

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