Diakonie bedauert Aufhebung des Syrien-Waffenembargos durch die EU

Chalupka: Humanitäre Nothilfe ist Gebot der Stunde

Wien (OTS) - Die Diakonie Österreich unterstützt mit Nachdruck die Linie der österreichischen Bundesregierung, wie sie Außenminister Dr. Michael Spindelegger beim gestrigen EU Außenminister-Treffen zur Syrienpolitik vertreten hat. "Es ist bedauerlich, dass das Syrien-Waffenembargos durch die EU aufgehoben wurde", betont Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich. "Es entspricht der christlichen Überzeugung, wie sie die Diakonie lebt, dass ein Mehr an Waffen in einer ohnehin unübersichtlichen und gespannten Situation nicht ein mehr an Sicherheit bringen," so Chalupka weiter. Martin Kessler, Programmleiter der Diakonie in Syrien, betont: "Jede weitere Eskalation würde die Situation der Menschen in Syrien enorm verschlechtern und die Flüchtlingsströme weiter anwachsen lassen. Schon jetzt ist die Situation der Menschen, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflohen sind, dramatisch".

Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge

Aufgabe der EU und Österreichs ist es, sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden diplomatischen Mitteln für die Beendigung des Konflikts einzusetzen. Das Mandat der Hilfsorganisationen ist es, die humanitäre Unterstützung der hunderttausenden Flüchtlinge, die zu Opfern des Konflikts geworden sind, zu gewährleisten. In Jordanien leben derzeit 488.000 Flüchtlinge, im Libanon 490.000, im Irak 153.000 und in der Türkei sind es mehr als 376.000. Insgesamt sind fast 1,6 Mio Menschen aus Syrien auf der Flucht. "Was sie vereint ist die Tatsache, dass sie alles zurückgelassen haben. Sie haben ihr zu Hause und teilweise Familienangehörige verloren", betont der Direktor der Diakonie Österreich.

Das Za'atari Flüchtlingscamp ist mit derzeit ca. 140.000 Flüchtlingen bereits zur fünft größte Stadt in Jordanien geworden. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat im und um das Camp Za'atari zunächst Nothilfe für die ankommenden Flüchtlinge geleistet. Insbesondere wurden Lebensmittelpakete, Hygienesets, Babypakete sowie Matratzen und Schulmaterialien verteilt. "Derzeit liegt ein Fokus der Hilfe durch die Diakonie Katastrophenhilfe auf der Unterstützung von Familien und Kindern, und deren psychosozialen Begleitung", berichten Katastrophenhelfer der Diakonie aus Za'atari.

"Durch die Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern haben wir auch Zugang zu den Familien, die nicht im Camp leben. Auf diese Weise können wir sowohl im Camp als auch außerhalb der Camps Hilfe leisten", betont Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Teil der Initiative "Nachbar in Not". Spenden sind erbeten auf das
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