• 28.05.2013, 13:44:41
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Diakonie bedauert Aufhebung des Syrien-Waffenembargos durch die EU

Chalupka: Humanitäre Nothilfe ist Gebot der Stunde

Utl.: Chalupka: Humanitäre Nothilfe ist Gebot der Stunde =

Wien (OTS) - Die Diakonie Österreich unterstützt mit Nachdruck die
Linie der österreichischen Bundesregierung, wie sie Außenminister Dr.
Michael Spindelegger beim gestrigen EU Außenminister-Treffen zur
Syrienpolitik vertreten hat. "Es ist bedauerlich, dass das
Syrien-Waffenembargos durch die EU aufgehoben wurde", betont Michael
Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich. "Es entspricht der
christlichen Überzeugung, wie sie die Diakonie lebt, dass ein Mehr an
Waffen in einer ohnehin unübersichtlichen und gespannten Situation
nicht ein mehr an Sicherheit bringen," so Chalupka weiter. Martin
Kessler, Programmleiter der Diakonie in Syrien, betont: "Jede weitere
Eskalation würde die Situation der Menschen in Syrien enorm
verschlechtern und die Flüchtlingsströme weiter anwachsen lassen.
Schon jetzt ist die Situation der Menschen, die vor dem Krieg in
ihrem Heimatland geflohen sind, dramatisch".

Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge

Aufgabe der EU und Österreichs ist es, sich mit allen ihnen zur
Verfügung stehenden diplomatischen Mitteln für die Beendigung des
Konflikts einzusetzen. Das Mandat der Hilfsorganisationen ist es, die
humanitäre Unterstützung der hunderttausenden Flüchtlinge, die zu
Opfern des Konflikts geworden sind, zu gewährleisten. In Jordanien
leben derzeit 488.000 Flüchtlinge, im Libanon 490.000, im Irak
153.000 und in der Türkei sind es mehr als 376.000. Insgesamt sind
fast 1,6 Mio Menschen aus Syrien auf der Flucht. "Was sie vereint ist
die Tatsache, dass sie alles zurückgelassen haben. Sie haben ihr zu
Hause und teilweise Familienangehörige verloren", betont der Direktor
der Diakonie Österreich.

Das Za'atari Flüchtlingscamp ist mit derzeit ca. 140.000
Flüchtlingen bereits zur fünft größte Stadt in Jordanien geworden.
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat im und um das Camp Za'atari
zunächst Nothilfe für die ankommenden Flüchtlinge geleistet.
Insbesondere wurden Lebensmittelpakete, Hygienesets, Babypakete sowie
Matratzen und Schulmaterialien verteilt. "Derzeit liegt ein Fokus der
Hilfe durch die Diakonie Katastrophenhilfe auf der Unterstützung von
Familien und Kindern, und deren psychosozialen Begleitung", berichten
Katastrophenhelfer der Diakonie aus Za'atari.

"Durch die Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern haben wir
auch Zugang zu den Familien, die nicht im Camp leben. Auf diese Weise
können wir sowohl im Camp als auch außerhalb der Camps Hilfe
leisten", betont Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Teil der Initiative "Nachbar in
Not". Spenden sind erbeten auf das
Konto: "Nachbar in Not"
Kennwort "Flüchtlingshilfe Syrien"

Ktnr: 400 400 440 00 (Erste Bank)
BLZ: 20111

IBAN: AT05 20111 40040044000
BIC: GIBAATWWXXX

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