"demokrazija-ja-ja. . .": WIENWOCHE 2013 fokussiert Freiheit, Gleichheit und Solidarität

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Wien (OTS/OTS) - Von 12. bis 29. September 2013 befragen 16 künstlerische, aktivistische und diskursive Projekte die Prinzipien der Demokratie aus heutiger Sicht. Sie überprüfen ihre Gültigkeit für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und stellen alternative Modelle exemplarisch zur Diskussion: von Demokratie-historischen Stadtspaziergängen, rebellischen Aktionslabors sowie Roma-Rap gegen populistische Hetze über Haubenküche aus Abfall und eine Initiative für kommunale Obstbäume bis hin zu filmisch dokumentierten Geschichten von Migrant_innen und Projekten rund um das Wiener "Refugee Protest Camp".

Nach einem viel diskutierten Auftakt im vergangenen Jahr steht das Kulturprojekt WIENWOCHE vor seiner zweiten Auflage, die von 12. bis 29. September 2013, in der heißen Phase des Nationalratswahlkampfs stattfindet. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Kulturschaffende folgten der im Jänner 2013 lancierten Ausschreibung und reichten ihre Projektvorschläge ein. Nach der öffentlichen Sitzung mit einem unabhängigen Beirat hat die künstlerische Leitung von WIENWOCHE eine Auswahl von 16 Projekten getroffen, die zwischen 12. und 29. September 2013 an unterschiedlichen Orten Wiens realisiert und präsentiert werden.

"demokrazija-ja-ja. . .", das Motto von WIENWOCHE 2013, verweist auf deren demokratiepolitische Stoßrichtung. Die im Rahmen von WIENWOCHE 2013 realisierten Projekte stellen in experimentellen Formaten und anhand unterschiedlicher thematischer Zugänge die Frage, wer Anspruch auf die Verheißungen der Demokratie - Freiheit, Gleichheit, Solidarität - hat bzw. wem diese verwehrt bleiben. Sie beleuchten Ein- und Ausschließungsprozesse und lassen jene zu Wort kommen, deren Recht auf demokratische Errungenschaften in Österreich und Europa limitiert wird. Dazu zählt auch das Recht, eigene Anliegen im öffentlichen Raum zu artikulieren, ohne aus ihm verbannt zu werden.

Die formale Bandbreite von WIENWOCHE 2013 reicht von Filmprojekten, Performances, Konzerten, Ausstellungen, Installationen sowie Interventionen im öffentlichen Raum bis hin zu Kampagnen, Diskussionen, Workshops und Stadtspaziergängen zu den zeitgeschichtlichen Kampfplätzen der demokratischen Entwicklung Österreichs. Details zu den Projekten und Mitwirkenden bei WIENWOCHE 2013 finden sich unter: www.wienwoche.org/2013/de/224/projekte

"Wenn Max Weber feststellt, Politik sei das Bohren harter Bretter, so gilt dies umso mehr für eine radikaldemokratische Kulturpolitik. Die Projekte von WIENWOCHE 2013 sind ein Beitrag zur Bohrarbeit. Manche von ihnen werden vielleicht für Aufsehen und Stadtgespräche sorgen, alle aber versuchen auf ihre Weise, ein selbstbestimmtes, solidarisches und gerechtes Miteinander voranzutreiben", so Radostina Patulova vom Leitungsteam von WIENWOCHE.

Leitungsteam bis 2014 bestätigt

Träger des Kulturprojekts WIENWOCHE ist der 2011 gegründete Verein zur Förderung der Stadtbenutzung. Sein Ziel ist es, die Entwicklung gesellschaftspolitischer und kultureller Handlungsräume für künstlerische, soziokulturelle und zivilgesellschaftliche Akteur_innen - auch im Sinne einer Rückeroberung städtischen öffentlichen Raumes - zu fördern. Der Verein beruft die künstlerische Leitung und Geschäftsführung von WIENWOCHE und hat das seit 2012 für WIENWOCHE verantwortliche Team bis Ende 2014 in seinem Amt bestätigt. Es sind dies:

Can Gülcü

Lebt in Wien und Zürich, ist neben seiner Tätigkeit bei WIENWOCHE Teil des Leitungsteams der Shedhalle in Zürich. Gülcü hat an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Karl-Franzens-Universität Graz gearbeitet. Praxis zwischen bildender Kunst und politisch-partizipativer Kulturarbeit. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Fragestellungen bezüglich gesellschaftlicher, politischer und sozialer Machtverhältnisse.

Radostina Patulova

Lebt als Kulturwissenschafterin in Wien. Vielseitiges Schaffen an der Schnittstelle von politischer Kulturarbeit, Antirassismus, Migration und Aktivismus. Mitherausgeberin von "fields of TRANSFER. MigrantInnen in der Kulturarbeit", Redaktionsmitglied von "Kulturrisse - Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik" und von "www.migrazine.at - Online Magazin von Migrantinnen für alle".

Petja Dimitrova

Lebt als Künstlerin in Wien. Praxis zwischen bildender Kunst, politischer und partizipativer Kulturarbeit. Lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien, ist Vorstandsmitglied der IG Bildende Kunst, Mitglied von "Netzwerk Kritische Migrationsforschung und Grenzregime". Mitherausgeberin von "Migrationsskizzen: Postkoloniale Verstrickungen, antirassistische Baustellen" sowie von "Regime. Wie Dominanz organisiert und Ausdruck formalisiert wird".

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