- 27.05.2013, 11:39:23
- /
- OTS0112 OTW0112
"demokrazija-ja-ja. . .": WIENWOCHE 2013 fokussiert Freiheit, Gleichheit und Solidarität
www.wienwoche.org
Utl.: www.wienwoche.org =
Wien (OTS/OTS) - Von 12. bis 29. September 2013 befragen 16
künstlerische, aktivistische und diskursive Projekte die Prinzipien
der Demokratie aus heutiger Sicht. Sie überprüfen ihre Gültigkeit für
unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen und stellen alternative
Modelle exemplarisch zur Diskussion: von Demokratie-historischen
Stadtspaziergängen, rebellischen Aktionslabors sowie Roma-Rap gegen
populistische Hetze über Haubenküche aus Abfall und eine Initiative
für kommunale Obstbäume bis hin zu filmisch dokumentierten
Geschichten von Migrant_innen und Projekten rund um das Wiener
"Refugee Protest Camp".
Nach einem viel diskutierten Auftakt im vergangenen Jahr steht das
Kulturprojekt WIENWOCHE vor seiner zweiten Auflage, die von 12. bis
29. September 2013, in der heißen Phase des Nationalratswahlkampfs
stattfindet. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Kulturschaffende
folgten der im Jänner 2013 lancierten Ausschreibung und reichten ihre
Projektvorschläge ein. Nach der öffentlichen Sitzung mit einem
unabhängigen Beirat hat die künstlerische Leitung von WIENWOCHE eine
Auswahl von 16 Projekten getroffen, die zwischen 12. und 29.
September 2013 an unterschiedlichen Orten Wiens realisiert und
präsentiert werden.
"demokrazija-ja-ja. . .", das Motto von WIENWOCHE 2013, verweist
auf deren demokratiepolitische Stoßrichtung. Die im Rahmen von
WIENWOCHE 2013 realisierten Projekte stellen in experimentellen
Formaten und anhand unterschiedlicher thematischer Zugänge die Frage,
wer Anspruch auf die Verheißungen der Demokratie - Freiheit,
Gleichheit, Solidarität - hat bzw. wem diese verwehrt bleiben. Sie
beleuchten Ein- und Ausschließungsprozesse und lassen jene zu Wort
kommen, deren Recht auf demokratische Errungenschaften in Österreich
und Europa limitiert wird. Dazu zählt auch das Recht, eigene Anliegen
im öffentlichen Raum zu artikulieren, ohne aus ihm verbannt zu
werden.
Die formale Bandbreite von WIENWOCHE 2013 reicht von
Filmprojekten, Performances, Konzerten, Ausstellungen, Installationen
sowie Interventionen im öffentlichen Raum bis hin zu Kampagnen,
Diskussionen, Workshops und Stadtspaziergängen zu den
zeitgeschichtlichen Kampfplätzen der demokratischen Entwicklung
Österreichs. Details zu den Projekten und Mitwirkenden bei WIENWOCHE
2013 finden sich unter: www.wienwoche.org/2013/de/224/projekte
"Wenn Max Weber feststellt, Politik sei das Bohren harter Bretter,
so gilt dies umso mehr für eine radikaldemokratische Kulturpolitik.
Die Projekte von WIENWOCHE 2013 sind ein Beitrag zur Bohrarbeit.
Manche von ihnen werden vielleicht für Aufsehen und Stadtgespräche
sorgen, alle aber versuchen auf ihre Weise, ein selbstbestimmtes,
solidarisches und gerechtes Miteinander voranzutreiben", so Radostina
Patulova vom Leitungsteam von WIENWOCHE.
Leitungsteam bis 2014 bestätigt
Träger des Kulturprojekts WIENWOCHE ist der 2011 gegründete Verein
zur Förderung der Stadtbenutzung. Sein Ziel ist es, die Entwicklung
gesellschaftspolitischer und kultureller Handlungsräume für
künstlerische, soziokulturelle und zivilgesellschaftliche
Akteur_innen - auch im Sinne einer Rückeroberung städtischen
öffentlichen Raumes - zu fördern. Der Verein beruft die künstlerische
Leitung und Geschäftsführung von WIENWOCHE und hat das seit 2012 für
WIENWOCHE verantwortliche Team bis Ende 2014 in seinem Amt bestätigt.
Es sind dies:
Can Gülcü
Lebt in Wien und Zürich, ist neben seiner Tätigkeit bei WIENWOCHE
Teil des Leitungsteams der Shedhalle in Zürich. Gülcü hat an der
Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der
Karl-Franzens-Universität Graz gearbeitet. Praxis zwischen bildender
Kunst und politisch-partizipativer Kulturarbeit. Seine
Arbeitsschwerpunkte sind Fragestellungen bezüglich
gesellschaftlicher, politischer und sozialer Machtverhältnisse.
Radostina Patulova
Lebt als Kulturwissenschafterin in Wien. Vielseitiges Schaffen an
der Schnittstelle von politischer Kulturarbeit, Antirassismus,
Migration und Aktivismus. Mitherausgeberin von "fields of TRANSFER.
MigrantInnen in der Kulturarbeit", Redaktionsmitglied von
"Kulturrisse - Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik"
und von "www.migrazine.at - Online Magazin von Migrantinnen für
alle".
Petja Dimitrova
Lebt als Künstlerin in Wien. Praxis zwischen bildender Kunst,
politischer und partizipativer Kulturarbeit. Lehrt an der Akademie
der bildenden Künste Wien, ist Vorstandsmitglied der IG Bildende
Kunst, Mitglied von "Netzwerk Kritische Migrationsforschung und
Grenzregime". Mitherausgeberin von "Migrationsskizzen: Postkoloniale
Verstrickungen, antirassistische Baustellen" sowie von "Regime. Wie
Dominanz organisiert und Ausdruck formalisiert wird".
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






