• 27.05.2013, 11:18:22
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Qualifikation trifft Wirtschaft und Entwicklung

Wien (OTS) - Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit setzt
seit Jahren erfolgreich Impulse für Berufsbildung in Entwicklungs-
und Schwellenländern. Inwiefern Entwicklungszusammenarbeit und
Wirtschaft in diesem Bereich Hand in Hand gehen, ist Thema des
heutigen DialogEntwicklung der Austrian Development Agency (ADA), der
Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in der
Diplomatischen Akademie Wien.

"Berufliche Aus- und Weiterbildung schafft bessere Aussichten auf
Beschäftigung. Der Zugang zu angemessen bezahlter Arbeit ist ein
wichtiger Schritt, um Menschen aus der Armut zu führen. Deswegen
unterstützen wir den Aufbau effizienter, qualitativ hochwertiger
Berufsbildungssysteme in unseren Partnerländern, die sich am Bedarf
der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes orientieren. Unternehmen, die
sich für mehr Employability an ausländischen Standorten engagieren,
sind dabei wichtige Partner", sagt Brigitte Öppinger-Walchshofer,
Geschäftsführerin der Austrian Development Agency (ADA).

Soziale Verantwortung wahrnehmen

"Gut ausgebildete Menschen sind der Motor für nachhaltiges
wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung",
bestätigt Michaela Seelig, Nachhaltigkeitsbeauftragte beim
Technologieführer im Bereich Feuerfestprodukte, -systeme und
Dienstleistungen der RHI AG mit Hauptsitz in Wien. "Als Good
Corporate Citizen fördern wir seit jeher soziale Projekte im Umfeld
unserer Produktionsstandorte. Im Rahmen unserer sozialen
Verantwortung in unseren Wachstumsmärkten sind Bildung und
Verbesserung der Employability junger Menschen besondere
Schwerpunkte. Denn davon profitieren alle - Gesellschaft und
Unternehmen: Das Bildungsniveau wird gehoben, die
Beschäftigungschancen junger Menschen steigen und Unternehmen können
aus einem Pool besser ausgebildeter Bewerberinnen und Bewerber
rekrutieren".

Rudolf Batliner, Bildungsexperte für Entwicklungsländer an der
ETH-Zürich mit Projekterfahrung in Asien, Lateinamerika und Afrika,
sieht gerade im Bereich der dualen Berufsbildung allerdings noch viel
zu tun. Denn das in Österreich und der Schweiz so erfolgreiche Modell
lässt sich nicht ohne weiteres 1:1 übertragen. Oft müssen erst
geeignete Strukturen im Bildungsbereich aufgebaut werden und mit
Angeboten der Wirtschaft verzahnt werden.

Jobchancen schaffen

Diese Herausforderung kennt Gerhard Schaumberger, der seit Mitte
2012 das Koordinationsbüro der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit in Chisinau leitet, gut: "Menschen fit für
den Arbeitsmarkt zu machen, ist einer unserer Schwerpunkte, auch im
Partnerland Moldau. Wir unterstützen beispielsweise zwei
berufsbildende Schulen bei der Gestaltung praxis- und
marktorientierter landwirtschaftlicher Ausbildung für Wein- und
Obstanbau - einem der wichtigsten Erwerbszweige des ärmsten Landes
Europas - und schaffen damit Jobchancen. Langfristig soll daraus ein
Modell zur Reform der landwirtschaftlichen Ausbildung im Allgemeinen
werden, um für Aufwind in der Agrarbranche zu sorgen." Einig sind
sich die ExpertInnen jedenfalls darin, dass qualifizierte
Arbeitskräfte in Entwicklungs- und Schwellenländern der Wirtschaft
und der Entwicklung gut tun.

Veranstaltungstipp: DialogEntwicklung "Qualifizierte Fachkräfte -
ein Schlüssel für Wirtschaft und Entwicklung" am 27. Mai 2013, 17.00
- 19.00 Uhr, Diplomatische Akademie,
Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Ost- und Südosteuropa bei
ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und
Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.

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