• 27.05.2013, 09:00:41
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Neue Steinwildbroschüre beim Steinwildsymposium vorgestellt

(v.l.n.r.): Sepp Loitfellner (Obmann
Steinwildhegegemeinschaft Salzburg Ost), Klaus Eisank
(Projektleitung - Nationalpark), Hans Pichler (Obmann
Steinwildhegegemeinschaft Großglockner), (m.v.l.n.r.): Karl Bauer
(Vortragender), LR Christian Ragger (Nationalpark- und
Jagdreferent), Franz Kohlmayer (Bezirksjägermeister Kärnten -
Vertretung der Kärntner Jägerschaft), Martin König
(Bezirksjägermeister Tirol), (h.v.l.nr.): Markus Lackner
(Geschäftsführer Steinwildhegegemeinschaft Großglockner) und Hans
Malliga (Obmann Steinwildhegegemeinschaft Fragant)

Matrei in Osttirol (TP/OTS) - Im Rahmen des diesjährigen
Steinwildsymposiums in Heiligenblut wurde am Wochenende die auch für
Laien höchst interessante Broschüre "Der Alpensteinbock" präsentiert.
Das 32seitige, mit Bildern und Grafiken ausführlich gestaltete
populärwissenschaftliche Heft, porträtiert das Steinwild in all
seinen Facetten und geht besonders auf ein interessantes
Forschungsprojekt über das Steinwild im Nationalpark Hohe Tauern ein.

Seit 2005 untersucht ein Forschungsprojekt das Verhalten der
königlichen Tierart im Nationalpark Hohe Tauern. Neben der
biologischen Daten und Fakten zu dieser Tierart präsentiert die
Broschüre die aktuellen Ergebnisse der Studie, welche 2012
abgeschlossen wurde.

Im Rahmen des Projektes wurden viele interessante Daten über das
Steinwild erfasst. Etwa die Raumnutzung der Steinböcke mit bis zu
13.600 ha großen Streifgebieten, oder dass es einen Zusammenhang der
Populationen rund um den Großglockner gibt, und dass die Steinböcke
lieber über den Gletscher wandern als durch ein Tal. Die Steinböcke
sind hauptsächlich in Höhenlagen zwischen 1.900 m (im Frühjahr) und
3.200 m (im Spätsommer) unterwegs. Von den Aktivitäten ist der
Steinbock hauptsächlich ein tagaktives Wild mit langen Ruhepausen zu
Mittag in der Sommerhitze und Aktivitätsspitzen in den Morgen- und
Abendstunden.

Dies und noch vieles mehr finden Interessierte in dem
Nachschlagewerk, welches bei jeder Nationalparkverwaltung bestellt
werden kann. (Kärnten: 04825 6161, Salzburg: 06562 40849, Tirol:
04875 5161-10)

Das Projekt zeigte auch auf, dass die Steinböcke in den Hohen
Tauern aber wesentlich aktiver unterwegs sind als im Schweizerischen
Nationalpark, wo es schon seit längerem eine intensive Beobachtung
der Wildart gibt. Das "WARUM" soll zukünftig wissenschaftlich
untersucht werden.

In den Nationalparkländern Kärnten, Salzburg und Tirol wird jedes
Jahr ein Steinwildsymposium veranstaltet, das heuer in Heiligenblut
abgehalten wurde. Dabei geht es in erster Linie um einen
Erfahrungsaustausch derjenigen, die sich seit 1960 - seit der
Wiedereinbürgerung des Steinwildes in den Hohen Tauern - um die edle
Wildart kümmern. Über 60 JägerInnen, Wildtiermanager und
Naturschutzvertreter aus Kärnten, Salzburg und Tirol nutzen dieses
Jahr die Gelegenheit.

Die Erforschung des Steinwildes wäre ohne die tatkräftige
Unterstützung seitens der Jägerschaft nicht möglich. Da die
Steinböcke keine Nationalpark- oder Landesgrenzen kennen und sich die
Tiere vor allem in den Wintermonaten auch außerhalb der
Nationalparkgrenzen aufhalten, ist ein umfassendes Management von
Jagd, Naturschutz und Politik notwendig, um den Lebensraum der Tiere
zu schützen.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TPK

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