• 27.05.2013, 09:00:33
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Allianz Studie zur Mobilität: Autobesitz verliert an Bedeutung

Wien (OTS) - Trends wie Urbanisierung, steigende Benzinkosten,
alternde Gesellschaften und Digitalisierung beeinflussen die
Mobilitätsgewohnheiten maßgeblich. Während der Besitz eines eigenen
Autos in der EU und den USA sukzessive an Bedeutung verliert, steigt
die Zahl der Neuzulassungen in Schwellenländern Lateinamerikas und
Asiens. Für die Zukunft erwarten die Allianz Experten eine weitere
Änderung der Mobilitätsgewohnheiten, die sich auch auf Österreichs
Ballungszentren auswirken wird.

"Es scheint, dass der Besitz eines eigenen Autos in den meisten
Ländern Westeuropas seine Blütezeit bereits hinter sich hat",
kommentiert Dr. Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe
in Österreich, die Ergebnisse des aktuellen Allianz Risk Pulse.

Auto-Neuzulassungen in EU rückläufig

Steigende Benzinpreise, weniger Geld im Portemonnaie, aber auch
Klimabewusstsein und leichterer Zugang zu Alternativen zum Pkw-Besitz
verändern individuelle Mobilitätsgewohnheiten in Europa und
Nordamerika: So gab es in den EU-27 zwischen 2007 und 2012 einen
Rückgang von 15,6 auf 12,0 Millionen Neuzulassungen, in den USA sank
die Zahl der Neuzulassungen von 7,6 auf 7,5 Millionen. Um mehr als 50
Prozent gingen die Neuanmeldungen in Bulgarien, Ungarn, Irland,
Portugal und Spanien zurück. Besonders drastisch erscheint die
Entwicklung in Griechenland, wo die Zahl der Neuzulassungen um rund
80 Prozent einbrach. Von allen in der Studie untersuchten
europäischen Ländern verzeichnete die Schweiz den höchsten absoluten
Zuwachs. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Neuzulassungen
außerdem in Dänemark, Norwegen, Slowakei und in Österreich:
Hierzulande nahmen die Neuzulassungen von rund 298.000 im Jahr 2007
auf mehr als 336.000 Erstanmeldungen im Jahr 2012 zu - im ersten
Quartal 2013 ging jedoch die Zahl der Neuzulassungen von Pkws im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 10 Prozent zurück.

Bevölkerungszuwachs in Österreichs Ballungszentren

Die Finanzkrise und der daraus resultierende konjunkturelle
Abschwung in großen Teilen Europas haben auch die Konsumgewohnheiten
in Bezug auf Mobilität verändert und somit bereits bestehende
ökonomische Verlagerungen weiter verstärkt. Auch die steigende
Bedeutung der Urbanisierung wird sich auf die Mobilitätsgewohnheiten
auswirken, wie ein Blick auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen
zeigt: Bis zum Jahr 2030 werden Österreichs Ballungszentren rund
600.000 Menschen mehr beheimaten als 2009. So haben beispielsweise
Car-Sharing-Dienstleistungen die Möglichkeit der Nutzung eines
Fahrzeugs bei Bedarf wesentlich erleichtert - Fahrzeuge von
professionellen Car-Sharing-Anbietern gehören immer häufiger zum
Straßenbild in mittelgroßen und großen Städten. Laut Studie wird sich
die Anzahl der Car-Sharing-Nutzer allein in Europa von 700.000 im
Jahr 2011 bis 2016 auf 5,5 Millionen erhöhen.

In den Schwellenländern scheinen diese Entwicklungen jedoch noch
in weiter Ferne zu liegen: Dank steigender Haushaltseinkommen nehmen
die Mittelschicht und ihre Kaufkraft zu, was zu einer immensen
Nachfrage nach Autos geführt hat. Es ist wahrscheinlich, dass sich
dieser Trend weiter fortsetzt. Dennoch ist es nur eine Frage der
Zeit, bis ökonomische, ökologische und technische Zwänge auch
Lösungen für den sich verändernden Mobilitätsbedarf in diesen Ländern
erforderlich machen.

Downloads im Internet unter:
http://www.ots.at/redirect/allianz18

- Foto: Dr. Johann Oswald ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Pressemeldung als PDF
- Risk Pulse "Die Zukunft der Mobilität" als PDF

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