Niessl/Matznetter: Verteilungsgerechtigkeit auch bei EPU und KMU zur Schaffung von Arbeitsplätzen - Burgenland an Österreichs Spitze

Hackl fordert Abschaffung des Selbstbehaltes für Selbstständige

Zagersdorf (OTS) - "Trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeit in der Krise haben sich viele Einpersonen-, Klein- und Mittelbetriebe durchgekämpft und die österreichische Wirtschaft am Laufen gehalten", erklärte Landeshauptmann Hans Niessl im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit SPÖ-Wirtschaftssprecher und SWV-Präsident, Christoph Matznetter sowie SWV-Burgenland-Präsident Oswald Hackl. Jetzt gehe es darum, so Niessl, wieder zu wachsen, Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen. Hier sei das Burgenland auf bestem Weg, "denn im letzten Jahr gab es 1.139 Neugründungen im Burgenland, gleichzeitig stieg die Beschäftigung auf 2,3%", erläuterte Niessl. Das Burgenland sei Österreichsieger bei Wirtschaftswachstum und Beschäftigung - diese Leistung haben unter anderem auch die EPU und KMU erbracht. "Das Burgenland ist das Land der kleinen Einheiten und diese kleinen Einheiten spiegeln sich auch in unserer Wirtschaftslandschaft wider."

EPU für Niessl die "Manager des Jahres"

Ein-Personen-Unternehmen haben in den vielen burgenländischen Gemeinden einen besonders hohen Stellenwert, machte der Landeshaupt deutlich. "Sie sind multifunktionale Nahversorger, die wichtige wohnortnahe Dienstleistungen anbieten", sagte Niessl und verwies dabei auf Friseurgeschäft von Sandra Horvath in Zagersdorf, wo die Pressekonferenz stattfand. Daher lege das Land Burgenland besonderen Wert auf die Förderung der burgenländischen Betriebe. "Wir investierten in den letzten fünf Jahren insgesamt 64 Millionen Euro in die Stärkung unserer Wirtschaftsregion", so Niessl.

Matznetter fordert Steuergerechtigkeit für EPU und KMU

"Jetzt geht es für die österreichische Wirtschaft darum, wieder zu wachsen, Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen. Und dafür braucht es die richtigen, politischen Weichenstellungen", betonte SPÖ-Wirtschaftssprecher Matznetter, der dem Burgenland hier eine Vorreiterrolle einräumte. Dennoch müsse gerade im Bereich der Steuergerechtigkeit, der Unternehmensfinanzierung der sozialen Absicherung für Selbstständige noch einiges getan werden. "Es kann nicht sein, dass unsere fleißigen Betriebe alle ihre Steuern zahlen, während Konzerne, wie etwa Apple, wenn überhaupt, nur zwei Prozent Steuern zahlen", so Matznetter, der von einer extremen Wettbewerbsverzerrung "zum Nachteil der kleinen Betriebe" spricht. Steuerhinterziehung müsse restriktiv verfolgt werden, sieht Matznetter die Finanzministerin gefordert.

Weiters sprach Matznetter die Unternehmensfinanzierung an. Die Problematik der Kreditklemme verschärfe sich, die Unternehmen investieren weiterhin wenig in ihre Betriebe. "Daher arbeiten wir intensiv an einer gesetzlichen Grundlage für eine neue Variante der Unternehmensfinanzierung, dem crowd funding", betonte der SPÖ-Wirtschaftssprecher. Dies würde den EPU und Kleinstunternehmen besonders helfen, Gründungen, Investitionen und Wachstum fördern, machte Matznetter klar.

Hackl fordert Abschaffung des Selbstbehaltes für Selbstständige

Der Präsident des SWV-Burgenland, Oswald Hackl, bezeichnete EPU und KMU als "wesentliche Standbeine der Kommunen". Gerade deswegen sei es so notwendig, ihre soziale Absicherung zu verbessern. "Der Selbstbehalt ist eine große finanzielle Belastung für Selbstständige, er muss endlich abgeschafft werden", forderte Hackl. Österreich habe eines der besten Sozialsysteme, dennoch haben Selbstständige nicht denselben Zugang, wie Unselbstständige. Zum neu eingeführten Krankengeld für Selbstständige sagte Hackel: "Es ist eine gute Sache, die es ohne den Druck des SWV nie gegeben hätte, doch wir müssen es weiter ausbauen und auf den vierten Tag hinunter setzen." (Schluss)

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