Oxonitsch: JA zu Modellprojekten für Sprachförderung

Wien (OTS) - Der Wiener Jugend- und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch begrüßt das heute von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz vorgestellte Konzept für eine umfassende Sprachförderung. "Sprachförderung hat in städtischen Ballungsräumen wie Wien natürlich eine besonders große Bedeutung, und ist daher seit vielen Jahren ein besonderer Schwerpunkt. Als schnell wachsende Stadt und den damit verbundenen großen Herausforderungen braucht Wien möglichst schnell neue Ressourcen auf diesem Gebiet", so Christian Oxonitsch.

Wien ist bereits seit Jahren Vorreiter bei Sprachlicher Frühförderung. Die beginnt in Wien im Kindergarten und wird in der Schule mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen weitergeführt.

"Dazu zählen etwa der Forschungskindergarten, das 1+1-Fördermodell oder der Förderunterricht. Sprachförderung fängt in Wien bereits im Kindergarten an. Wir haben verschiedene Programme die schon die Kleinsten dabei unterstützen Deutsch als Erst- oder Zweitsprache zu erlernen. Dazu begleiten wir die Kinder auch beim Übergang vom Kindergarten in die Schule. Dass die Regierung plant diese Methoden jetzt auf Bundesebene zu verfolgen ist sehr erfreulich", so Oxonitsch weiter.

1+1-Fördermodell

Beim 2008 eingeführten "1+1-Fördermodell" werden Kinder ein Jahr vor Schuleintritt im Hinblick auf ihre Schulreife - also auf Sprache, soziale Kompetenz und Motorik - gescreent und bei Bedarf im Kindergarten zusätzlich gefördert. Wer dann noch nicht schulreif ist, erhält eine weitere Förderung in einer eigenen Vorschulklasse in der Schule. "Dabei hat sich gezeigt, dass Kinder, wenn sie zeitgerecht und umfassend gefördert werden, sehr rasch fit für den Schulbesuch gemacht werden können", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Schon das erste Jahr hat zu einer deutlichen Verringerung der Zahl der Kinder, die in der Volksschule weiter vorschulisch betreut werden müssen, geführt. Mit dem 1+1-Fördermodell hat Wien damals österreichweit eine Vorreiterrolle übernommen!"

Forschungskindergarten

2010 wurde auch ein eigenes Forschungsprojekt zum Thema "Spracherwerb im Kindergarten" gestartet: In einem Kindergarten im 15. Bezirk erforschte ein ExpertInnen-Team aus den Bereichen Bildungswissenschaft, Psychologie, Sprachwissenschaft und Soziologie Formen, Wege und Bedingungen des Erlernens von Erst- und Zweitsprachen von Kindern in Wiener Kindergärten. Einen Fokus bildet dabei die Untersuchung der Bedeutung von Beziehungsfaktoren und Kommunikationsformen für den Spracherwerb. Besonderes Augenmerk galt auch den speziellen Bedürfnissen von Kindern, die zwar mehrsprachig aufwachsen, aber erst im Kindergarten verstärkt mit Deutsch konfrontiert werden. Wesentlichste Ziele des Forschungskindergartens waren die Erarbeitung und Entwicklung von Methoden, Materialien und Modellen zur Steigerung der sprachlichen Kompetenzen von Kindern in der Erst- und Zweitsprache und die entsprechende Förderung der Kinder im Forschungskindergarten.

"Das Konzept der Regierung für eine umfassende Sprachförderung bietet eine wichtige Grundlage im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit von Sprachförderung und der Chance auf Mehrsprachigkeit. Es ist außerdem ein erfreulicher Schritt, der dem Wiener Bildungssystem zupass kommt und die laufenden pädagogischen Maßnahmen unterstützt", so Oxonitsch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Florian Weis
Mediensprecher Stadtrat Christian Oxonitsch
+43 1 4000 81440
Tel.: +43 676 8118 81440
florian.weis@wien.gv.at
http://www.oxonitsch.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0014