Sicherheit und Flexibilität durch Pensionskassenmodell gewährleistet

Wien (OTS) - Stellungnahme des Fachverbandes der Pensionskassen zur Ankündigung der Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group, Pensionskassen-Berechtigte zum Wechsel in die Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) zu bewegen:

Die Sicherung der gewohnten Lebensqualität und auch des erhöhten Pflegebedarfs im Alter erfordert in Zukunft verstärkt ein Zusammenwirken aller drei Säulen des Pensionssystems. Eine gesamtheitliche Betrachtung ist daher für eine finanzielle Absicherung in der Pensionszeit notwendig. Firmenpensionen über Pensionskassen sind europaweit ein erfolgreiches Modell, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Im Österreichischen Pensionskassensystem gibt es weitgehende und vielfältige Regelungen für die Sicherung des veranlagten Pensionskapitals.
"Wer von einer Firmenpension bei einer Pensionskasse in die betriebliche Kollektivversicherung wechselt, verliert gleich einmal maßgeblich bei der Pensionshöhe" sagt Dr. Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen. "Und die langfristige Veranlagung der Pensionskassen ist sicher und erzielt bessere Erträge als alle vergleichbaren Veranlagungsformen, wie die langjährige Performanceentwicklung zeigt", ergänzt Janda.

Mit dem Wechsel von einer Pensionskasse in eine Betriebliche Kollektivversicherung (höchster zulässiger Rechnungszins 1,75 %) ändert sich automatisch auch der Rechnungszins. Das bedeutet, die Pensionshöhe sinkt: Es gilt die grobe Formel, wonach ein 1 Prozent niedrigerer Rechnungszins eine niedrigere Pension um ca. 10 Prozent verursacht.

Mit der Novelle des Pensionskassengesetzes, die mit 1.1. 2013 in Kraft getreten ist, gibt es innerhalb des Pensionskassenmodells die Möglichkeit, in einen Firmenpensionsvertrag mit garantierter Leistung, also eine Garantie der Anfangspension, zu wechseln. Diese Pensionshöhe kann also nicht niedriger werden, unabhängig von der Entwicklung der Veranlagung.

Sicherheit kann aber nicht nur über eine Garantie erreicht werden, auch eine grundsätzlich konservativ ausgerichtete Veranlagung über Jahrzehnte, wie es bei typischen Verträgen mit Firmenpension der Fall ist, erfüllt diesen Anspruch. Pensionskassen bieten die Möglichkeit der Veranlagung nach einem Lebensphasenmodell, in welchem der oder die Berechtigte nach eigener Risikoneigung und Lebensphase zwischen dynamischer, ausgewogener und konservativer Gewichtung der Veranlagung wählen kann. Jüngere Arbeitnehmer können dabei auf höheren Ertrag bei einem auch höheren Veranlagungsrisiko setzen, ältere Menschen, die einem Pensionsantritt schon näher sind, vor allem auf hohe Sicherheit bei dann geringeren Ertragschancen.

Bei Pensionskassenverträgen zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Pensionskassen monatlich Beiträge ein, die später in der Pension verzinst ausbezahlt werden. Derzeit haben rund 815.500 Österreicher Anspruch auf eine Firmenpension. Insgesamt veranlagen die 17 Pensionskassen ein Vermögen von rund 16,25 Mrd. Euro - sie sind damit der größte private Pensionszahler Österreichs.

Link zur Grafik "Anlageergebnis der österreichischen Pensionskassen": http://www.ots.at/redirect/wko3
(Quelle: OeKB, 1991-1997, Erhebungen des FV)

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Fachverband der Pensionskassen
Dr. Fritz Janda
Tel.: +43 (0)5 90 900 4108

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