• 23.05.2013, 11:50:33
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Werbewatchgroup Wien: Neue App erleichtert Teilnahme

Sexistische Werbung hat keinen Platz in Wien

Utl.: Sexistische Werbung hat keinen Platz in Wien =

Wien (OTS) - Seit heute Donnerstag steht Android- NutzerInnen eine
neue App zur Verfügung um das Melden sexistischer Werbung zu
erleichtern, für iPhones wird das Service demnächst ebenfalls
kostenlos angeboten. "Zahlreiche WienerInnen melden sexistische
Werbung auf der Plattform der Werbewatchgroup Wien. Mit der neuen App
wird es noch leichter die Beispiele direkt im öffentlichen Raum zu
fotografieren und an die Watchgroup zu senden," so Frauenstadträtin
Sandra Frauenberger. Dieses Service ist selbstverständlich anonym.

"Tagtäglich begegnen uns sexistische Darstellungen vor allem von
Frauen. Diese Abbildungen prägen unsere Vorstellungen von Frauen und
Männern. Frauen und ihre Körper werden dabei als sexualisiertes
Werbemittel eingesetzt, Rollenbilder und Geschlechterklischees werden
verstärkt und Gewalt gegen Frauen verharmlost", erklärt Frauenberger
ihren Einsatz gegen sexistische Werbung. "Sexistische Werbung ist
heute leider keine Ausnahme, sondern die Regel. Im öffentlichen Raum,
im Internet und im Fernsehen sind wir ständig von abwertenden,
eintönigen, stereotypen Bildern von Frauen und Männern umgeben. Diese
alltägliche Entwürdigung und Diskriminierung ist keine Normalität,
die erduldet werden muss. Je mehr Menschen zeigen, dass Sexismus
unerwünscht ist, desto eher wird die Werbewirtschaft darauf
reagieren. Die Erfahrungen der Watchgroup belegen, dass vielen
Menschen die tägliche Bilderflut reicht. In Wien hat sexistische
Werbung keinen Platz", betont die Gemeinderätin der Wiener Grünen
Martina Wurzer.

EU-weite Regelung notwendig

Frauenberger weiter: Politisches Ziel bleibt ein bundesweites
Verbot. Produktwerbung erfolgt aber oft grenzüberschreitend durch
international tätige Unternehmen. Aus diesem Grund ist es notwendig,
dass auf ein EU-weites Verbot sexistischer Werbung hingearbeitet
wird, etwa analog zum Verbot der irreführenden gesundheitsbezogenen
Werbung für Lebensmittel samt Sanktionen bei Verstößen. "Nur so kann
sexistischer Werbung in größerem Umfang ein Riegel vorgeschoben
werden. Die Stadt Wien setzt sich diesbezüglich auch aktiv auf
EU-Ebene für eine Regelung ein", betonen Frauenberger und Wurzer
abschließend.

Die "Werbewatchgroup Wien App" kann unter:
www.werbewatchgroup-wien.at heruntergeladen werden. (Schluss)

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