Wiener Immobilienstudie 2013: 40 Prozent der Wiener besitzen private Immobilien, Rechtliches Hintergrundwissen oft lückenhaft

Wien (OTS) - Wie viele Immobilien besitzen die Wiener? Was wissen sie über die rechtlichen Details? Um darauf Antworten zu bekommen, führte die Österreichische Notariatskammer eine Umfrage durch. Das Ergebnis:
40 Prozent der Wiener nennen eine Immobilie ihr Eigen, das Wissen über die rechtlichen Details ist lückenhaft. "Das ist für die Notare ein klarer Auftrag", betont Dr. Werner Schoderböck, Präsident der Notariatskammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Wiener besitzen österreichweit zwar die wenigsten Immobilien, dennoch ist der Immobilienmarkt mit 4,6 Mrd. Euro pro Jahr der umsatzstärkste in Österreich. Die Salzburger besitzen die meisten Immobilien. Hier hat jeder Zweite eine Immobilie. Gekauft werden Immobilien in Wien bevorzugt mit dem Partner (45 Prozent). Knapp ein Viertel gibt an, die Immobilie geerbt zu haben. 18 Prozent erwerben die Immobilie alleine, 16 Prozent bekommen sie geschenkt. Mehr Schenkungen gibt es nur in Niederösterreich mit 17 Prozent.

Fragt man die Wiener, warum sie Immobilien erwerben, ist die Schaffung eines Eigenheims mit 60 Prozent auf Platz eins. Jeder Zweite sieht in Immobilien auch eine Geldanlage. In Vorarlberg ist dies nur für knapp 30 Prozent ein Grund. Dahinter folgen Altersvorsorge (36 Prozent) sowie Einnahmen durch Vermietung/Verpachtung (30 Prozent). Ein Drittel der Wiener erwartet durch den Immobilienkauf einen Gewinn durch Wertsteigerung. Ein Kauf für (Enkel-)Kinder ist für 30 Prozent relevant.

Der wichtigste Aspekt bei Immobiliengeschäften ist für die Wiener mit 82 Prozent die sichere sowie rechtlich einwandfreie Abwicklung. Dahinter folgt die kompetente Beratung (75 Prozent). Dass Gebühren und Provisionen niedrig sind, ist für zwei Drittel der Wiener ausschlaggebend. Eine steuerschonende Transaktion ist für 65 Prozent wichtig. "Für die meisten Menschen ist der Kauf einer Immobilie die kostspieligste Anschaffung im Leben. Oft wird jahrelang gespart und später jahrzehntelang finanziert", weiß Schoderböck, und betont: "Der Notar kennt die rechtlichen Vorschriften und kann vom ersten Moment an für klare Verhältnisse sorgen."

Die Wiener liegen beim rechtlichen Wissen unter dem Österreichschnitt. So wissen nur rund 68 Prozent, dass die Immobilie und der Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden. Dass die Unterschriften beglaubigt werden müssen, weiß knapp die Hälfte. Über die treuhändige Verwahrung des Kaufpreises ist noch ein Drittel informiert. Ihren Wissensstand über rechtliche Rahmenbedingungen schätzen die Wiener unterdurchschnittlich ein. So meinen 30 Prozent der Kärntner "sehr gut" über die treuhändige Verwahrung des Kaufpreises Bescheid zu wissen, aber nur sieben Prozent der Wiener.

Vor einem Immobilienkauf wenden sich ein Drittel an ein Immobilienbüro, 30 Prozent an einen Makler. Das Internet ist für ein Drittel erste Anlaufstelle. Fast 30 Prozent holen sich Rat beim Notar. 27 Prozent befragen Freunde und Familie. Beim Verkaufen wenden sich 32 Prozent an ein Immobilienbüro bzw. an einen Makler. 30 Prozent an den Notar.

60 Prozent der Befragten, die eine Immobilie verschenken oder vererben möchten, wenden sich an den Notar. Dahinter folgen Familie und Freunde (21 Prozent) sowie das Internet (15 Prozent). Bei rechtlichen Details ist der Notar gefragter Ansprechpartner. Sein Know-how sehen die Wiener bei der Beglaubigung der Unterschriften (77 Prozent) und der grundbücherlichen Durchführung (66 Prozent). Auch bei der treuhändigen Verwahrung des Kaufpreises (60 Prozent), der Vertragserrichtung und Überprüfung (53 Prozent) ist die Expertise des Notars gefragt.

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