Teure Nachhilfe in Niederösterreich

AKNÖ erhob erstmalig Kosten bei Nachhilfe-AnbieterInnen

Wien (OTS/AKNÖ) - Das Geschäft mit der Nachhilfe blüht. Jährlich geben Eltern aus Niederösterreich mehr als 20 Millionen Euro aus, damit ihren Kindern beim Lernen auf die Sprünge geholfen wird. Die AKNÖ hat erstmalig die Nachhilfe-AnbieterInnen in Niederösterreich genauer unter die Lupe genommen. Fazit: Die Preisunterschiede sind gewaltig, Sparmöglichkeiten für Eltern sind aber vorhanden.

Insgesamt wurden 124 Nachhilfe-Angebote privater AnbieterInnen sowie 1.200 unterschiedliche Einzel- und Gruppen-Angebote von 77 Nachhilfe-Instituten in Niederösterreich erhoben. Dabei zeigten sich enorme Preisunterschiede. "Je nach Fach und Anbieter wird für Nachhilfeunterricht in Niederösterreich zwischen 10 und 84 Euro pro Stunde verlangt", schildert AKNÖ-Experte Günter Kastner. Auch regional gibt es große Unterschiede. So liegen die Preise im Zentralraum jeweils um 3 Euro pro Stunde über dem Niederösterreich-Durchschnitt. Im Vergleich zu Wien ist private Nachhilfe sowie institutionelle Gruppen-Nachhilfe in Niederösterreich teurer. Einzelnachhilfe in Instituten kostet da wie dort gleich viel.

Eine Stunde Einzelunterricht in einem Nachhilfe-Institut kostet im Schnitt 32 Euro.

"Am günstigsten ist der Gruppenunterricht für 2-6 Personen in Nachhilfeinstituten. Der Stundentarif dafür beträgt im Schnitt rund 20 Euro", so Kastner. Für Einzelunterricht in Instituten bezahlen die Eltern aber im Schnitt 32 Euro pro Stunde. Eine Stunde Einzelunterricht bei Privatpersonen wie SchülerInnen, StudentInnen, LehrerInnen oder anderen privaten AnbieterInnen kostet durchschnittlich 21 Euro. Dabei sind die SchülerInnen mit Kosten von 12,50 Euro pro Stunde am günstigsten. LehrerInnen verlangen schon 24 Euro.

Das Unterrichtsfach macht bei privaten Angeboten den Unterschied.

Während bei den Angeboten der Nachhilfe-Institute das Unterrichtsfach preislich kaum einen Unterschied macht, gehen die Preise privater AnbieterInnen stark auseinander. So ist private Nachhilfe in Französisch mit im Durchschnitt fast 25 Euro pro Stunde deutlich teurer als Nachhilfe in Englisch mit etwa 20 Euro. Die Preise in den Fächern Deutsch, Rechnungswesen und Mathematik bewegen sich mit 21 Euro im Mittelfeld, wobei auch hier Maximalpreise von bis zu 42 Euro gefunden wurden.

Tipps, damit die Nachhilfe günstiger und erfolgreich wird:

1. Fragen Sie Freunde oder Eltern nach guten Erfahrungen mit Nachhilfe-LehrerInnen.
2. Erkundigen Sie sich immer nach den Qualifikationen der Nachhilfe-Lehrerin oder des Lehrers.
3. Vergleichen Sie die Preise bei Lerninstituten.
4. Blöcke mit mehreren Unterrichtseinheiten sind oft günstiger.
5. Günstige Preise gibt es manchmal (nur), wenn Sie sich bei einem Institut länger binden.
6. Achten Sie bei Gruppenunterricht auf die Größe und Zusammensetzung der Gruppe: zu große Unterschiede im Leistungsstand oder bei den Lerninhalten können den Lernerfolg mindern.
7. Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Sie längerfristige Kurse beginnen.
8. Achtung: Manche Institute oder private AnbieterInnen verrechnen eine Fahrtpauschale oder einen höheren Stundenbeitrag, wenn sie zu den SchülerInnen kommen.
9. Barzahlung kann bei manchen Instituten günstiger sein.

Mehr Infos zur Erhebung finden Sie unter noe.arbeiterkammer.at/presse

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