Entscheidung des Obersten Gerichtshofs: "Causa Ridder" zu Gunsten Leder & Schuh International AG endgültig rechtswirksam abgeschlossen

Wien/Graz (OTS) - Nachdem bereits im Juni 2012 mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes - daher über alle Instanzen - feststand, dass Dr. Thomas Ridder 2006 als Vorstandsvorsitzender der Leder & Schuh International AG zu Recht wegen grober Pflichtverletzung abberufen wurde, wird jetzt in einer weiteren Entscheidung des Obersten Gerichtshofes festgestellt, dass der bereits im Jahre 2010 gefällte einstimmige Endschiedsspruch, wonach Herr Dr. Ridder nicht mehr Aktionär der Leder & Schuh International AG ist, rechtskräftig ist.

Mit der aktuell an die Leder & Schuh International AG zugestellten Entscheidung des Obersten Gerichtshofes kann das Unternehmen einen Schlussstrich unter die sogenannte "Causa Ridder" aus dem Jahr 2006 ziehen. Dr. Thomas Ridder war Vorsitzender des Vorstands der Leder & Schuh International AG, bis er 2006 wegen grober Pflichtverletzung einstimmig abberufen worden war. Jetzt ist ein langjähriger Rechtsstreit, bei dem Thomas Ridder bereits ein erstes Verfahren in allen Instanzen verloren hatte, endgültig entschieden und der im Juli 2010 ergangene Schiedsspruch rechtswirksam. Denn am 24. April 2013 hat der Oberste Gerichtshof entschieden, dass der von Dr. Thomas Ridder gegen das Schiedsurteil vom Juli 2010 eingebrachten Aufhebungsklage nicht stattzugeben ist.

Das Schiedsgericht hatte einstimmig, also auch mit der Stimme des von Herrn Dr. Ridder nominierten Schiedsrichters entschieden, dass Thomas Ridder nicht mehr Aktionär ist.

Zur Vorgeschichte: In einer Sondersitzung des Aufsichtsrates der Leder & Schuh International AG am 10. April 2006 war der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Ridder einstimmig - auch mit den Stimmen der Betriebsräte - aus einem wichtigen Grund, der keinen Aufschub duldete, wegen grober Pflichtverletzung (§ 75 Abs 4 AktG) abberufen worden. Der dagegen von Thomas Ridder eingebrachten Klage war in allen Instanzen der Erfolg verwehrt. Sowohl 1. Instanz als auch 2. Instanz stellten fest, dass die Abberufung zu Recht erfolgt war, wobei das Berufungsgericht u.a. ausführte, dass objektiv betrachtet Herr Dr. Ridder seine Position im Unternehmen für eigene Interessen missbraucht und seine Verpflichtung zur Offenheit gegenüber dem Aufsichtsrat verletzt habe. Die außerordentliche Revision von Herrn Dr. Ridder wurde vom OGH im Juni 2012 zurückgewiesen.

Da alle Vergleichsbemühungen gescheitert waren, brachten die Leder & Schuh-Gesellschaften im Jahr 2008 eine Schiedsklage gegen Thomas Ridder ein. Obwohl vertraglich so vereinbart, bekämpfte Dr. Ridder zunächst die Zuständigkeit des Schiedsgerichts. Auch in dieser Frage haben alle Instanzen die Zuständigkeit bejaht.
Gegen den Endschiedsspruch wurde von Dr. Ridder eine weitere Aufhebungsklage eingebracht. Diese wurde nun nach dem Weg durch alle Instanzen vom OGH in seiner Entscheidung vom 24. April 2013 abgewiesen, womit der Endschiedsspruch endgültig rechtskräftig ist.

Das Unternehmen - Die LEDER & SCHUH Gruppe

Das Unternehmen ist einer der größten Schuhanbieter Europas. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind CORTI, DOMINICI, HUMANIC, JELLO, SHOE4YOU und STIEFELKÖNIG. Als Marktführer in Österreich, Nummer 2 in Ungarn und Slowenien, Nummer 3 in Tschechien, sowie mit wachsender Bedeutung in Deutschland und der Slowakei, gelingt es dem Unternehmen trotz zunehmendem Wettbewerbsdruck seine Marktstellung erfolgreich zu behaupten. In Bulgarien, Kroatien und Rumänien hat die LEDER & SCHUH Gruppe den Markteintritt geschafft und ist dabei, sich mit ihren Konzepten zu etablieren. In Polen wurde die Restrukturierung abgeschlossen, die drei Standorte in der Schweiz werden geschlossen. Die LEDER & SCHUH Gruppe verfügt derzeit über mehr als 370 Standorte und verfolgt seit vielen Jahren einen konsequenten Wachstumskurs. 2012 wurde ein Umsatz von 543,3 Millionen Euro erzielt, die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen stieg von 3.836 auf 4.266.

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