• 16.05.2013, 14:09:21
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Goldene Wiener Auszeichnungen für Sven Boltenstern und Wolfgang Feuchtmüller

Wien (OTS) - Der Wappensaal des Wiener Rathauses war heute,
Donnerstag außergewöhnlich gut besucht: Wiens Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny zeichnete Professor Sven Boltenstern,
Schmuckdesigner, und Dr. Wolfgang Feuchtmüller, Direktor der
Notartreuhandbank und Vizepräsident der Freunde des Theaters in der
Josefstadt, mit dem "Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien" aus.
Zahlreiche Gäste waren gekommen, um der Feierstunde beizuwohnen,
darunter die türkische Botschafterin Ayse Sezgin, die Botschafter i.
R. Franz Ceska, Alexander Christiani und Wolfgang Schallenberg,
Stadträtin Veronika Matiasek, Thomas, Musikvereinschef und Ossi
Schellmann von der Summerstage. Das Theater an der Josefstadt war mit
den Direktoren Herbert Föttinger und Alexander Götz vertreten, die
Wirtschaft mit Willibald Cernko, Bank Austria, sowie Günter Geyer und
Robert Lasshofer von der Wiener Städtischen. Zum Schluss der
Feierstunde griff der Ehrengast Sven Boltenstern selbst zu seinem
Violoncello und musizierte gemeinsam mit Clemens und Dominique
Hellsberg aus Haydns Londoner Trio.

"Die Musik ist das verbindende Element unserer beiden Ehrengäste,
wie könnte es in Wien auch anders sein", so Mailath. "Sven
Boltenstern holt sich als Schmuckdesigner und Bildhauer seine
Inspiration aus der Musik. Wolfgang Feuchtmüller kann nicht genug für
seinen Einsatz für die Musik, insbesondere die Musik, gedankt
werden". Der Stadtrat legte im Rahmen der Ehrung einmal mehr ein
Bekenntnis zur öffentlichen Kulturfinanzierung ab: "Wie ein Blick in
andere europäische Länder zeigt, ist das in dieser krisenhaften
Wirtschaftssituation nicht selbstverständlich. Österreich und Wien
versuchen jedoch, diesen gesellschaftlichen Konsens aufrecht zu
erhalten".

Elisabeth Augustin, Mitglied des Burgtheaters, hielt die Laudatio
auf Schmuckdesigner Sven Boltenstern und "enttarnte" sich dabei als
dessen Nichte: "Sven Boltenstern ist ein Weltenbürger und ein
großzügiger Mensch. Er verwöhnt seine Freunde mit Zuwendung, Zeit,
kulinarisch und auch mit seiner Schmuckkunst. Er ist dabei mit beiden
Beinen auf dem Boden geblieben und schafft Schmuck, den man sich
leisten kann. In seinen Ausstellungen von Salzburg über Dubai bis New
York hat er immer seine Heimatstadt Wien vertreten". Seine große
Liebe gelte auch der Musik, er setze die wienerische Tradition der
Hauskonzerte fort.

Heinrich Kraus, ehemaliger kaufmännischer Direktor des Theaters in
der Josefstadt, schilderte in seiner Laudatio Wolfgang Feuchtmüllers
schillernde Seiten als erfolgreicher Banker und als segensreicher
Networker für Kunst, Kultur und Gesellschaft. Durch seine Verbindung
mit Peter Pühringer und dessen Privatstiftung sei es Feuchtmüller
gelungen, den Vermögensverwalter und Fondsmanager als Mäzen für
zahlreiche Kultur- und Sozialeinrichtungen zu gewinnen, etwa für die
Wiener Philharmoniker, den Musikverein, die Konzerthalle für die
Sängerknaben im Augarten und für das Theater in der Josefstadt sowie
den Kammerspielen.

Er habe die "ersten 80 Jahre seines Lebens in Wien verbracht und
kenne die guten und schlechten Seiten der Stadt", betonte Sven
Boltenstern in seinen Dankesworten. "Ich muss bewundern, dass aus
einer grauen Stadt, in der es nichts als dem Cafe Hawelka gab, so
eine wunderbare Stadt gemacht wurde."

"Wir sind seit Generationen Wiener", bedankte sich Wolfgang
Feuchtmüller bedankte sich bei Stadt Wien für die Auszeichnung und
bei Familie, Freunden, Team und nicht zuletzt bei seinem Chef
Willibald Cernko für deren langjährige Unterstützung.

Zwt: Biographie Sven Boltenstern
Sven Boltenstern wurde 1932 als Sohn des Architekten Erich
Boltenstern in Wien geboren. Nach der Matura absolvierte er von 1951
bis 1956 eine Goldschmiedelehre bei dem traditionsreichen Juwelier
Godina, besuchte parallel Vorlesungen an der Akademie für angewandte
Kunst und legte 1956 die Meisterprüfung ab. Boltenstern ging
anschließend nach Paris, wo er an der Ecole des Arts Décoratifs
studierte. 1957 begann er in Wien bei der Firma Hügler zu arbeiten.
Seit 1964 arbeitet er im eigenen Atelier.
Boltenstern ist ein international anerkannter Schmuckdesigner, dessen
Objekte vorwiegend Einzelanfertigungen sind. Seine Objekte wurden in
zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, unter
anderem 1972 im Österreichischen Museum für angewandte Kunst. 1993
widmete ihm das Künstlerhaus eine Personale anlässlich des
30-jährigen Jubiläums seines Ateliers, ebenso 2004 unter dem Titel
"40 Jahre Atelier Sven Boltenstern".
2004 wurde Sven Boltenstern mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für
Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

Zwt: Biographie Wolfgang Feuchtmüller
Wolfgang Feuchtmüller wurde 1948 in Wien geboren. Sein Vater war der
prominente Kunsthistoriker Rupert Feuchtmüller. Nach dem Studium der
Rechtswissenschaften an der Universität Wien und
wirtschaftswissenschaftlichen Studien an der Wirtschaftsuniversität
wirkte Wolfgang Feuchtmüller als Research Assistent an der Tulane
University in New Orleans, wo er den Master of Business
Administration verliehen bekam.
1974 trat er in den Dienst der Länderbank, wo er 1977 zum Prokuristen
bestellt wurde. In weiterer Folge wurde er Direktor der Sicherheits-
und Anlagenberatungsabteilung und nach der Fusion des Geldinstituts
mit der Zentralsparkasse im Jahr 1991 Leiter der Großkundenabteilung.
Seit 1999 ist der Jurist Direktor im Management der Bank Austria.
Im Jahr 2000 wurde er Mitglied des Vorstandes der 1997 gegründeten
Notartreuhandbank AG, deren Gesellschafter die Österreichische
Notariatskammer, die Raiffeisen Zentralbank Österreich sowie die Bank
Austria sind. Seit 2002 fungiert der Bankfachmann als
Vorstandssprecher des Instituts, das mit knapp 500 Notariaten in ganz
Österreich kooperiert. Zweck der Spezialbank ist es, Notaren und
deren Klienten Sicherheit und Verlässlichkeit bei der Verwaltung von
Treuhandgeldern zu gewährleisten.
Besondere Verdienste erwarb sich der Bankfachmann im Rahmen seines
kulturellen und sozialen Engagements. So ist er etwa Vizepräsident
und Schatzmeister des Vereins der Freunde des Theaters in der
Josefstadt, Obmann-Stellvertreter des Vereins "Unser Stephansdom",
Institutsratsmitglied im Haus der Barmherzigkeit oder
Kuratoriumsmitglied der Kardinal König-Stiftung.
Für sein berufliches wie ehrenamtliches Engagement wurde ihm im Mai
2009 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik
Österreich verliehen.

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