Einzigartig in Österreich: Myomkompetenzzentrum inkl. fokussierter Ultraschalltherapie

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien bietet mit dem MR-HIFU die modernste Myomtherapie Österreichs ohne Schnitt und Skalpell

Wien (OTS) - Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien werden betroffenen Frauen alle konservativen, operativen und nicht operativen-radiologischen Behandlungsmethoden zur Myomtherapie angeboten. Ebenfalls mit im Therapieangebot: die Behandlungsmethode mit dem hoch fokussierten Ultraschall. Myome werden mit der MRT-Bildgebung lokalisiert und anschließend von außen, ohne Schnitt und Skalpell, mittels Wärmeeinstrahlung erhitzt. Österreichweit ist diese Therapie einzigartig und wird nur im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien angeboten.

Myomkompetenzzentrum im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien

Im Ordensspital in der Leopoldstadt werden Myome sowohl konservativ und operativ an der Abteilung für Gynäkologie (Vorstand:
Prim. Univ.-Doz. Dr. Barbara Bodner-Adler) als auch minimal-invasiv bzw. nicht-invasiv an der Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin (Vorstand: Prim. Univ.-Prof. Dr. Thurnher) behandelt. Zum Wohle und Nutzen der Patientinnen wurde ein Kompetenzzentrum für die fächerübergreifende Behandlung von Gebärmuttermyomen gegründet: "Wir beraten gemeinsam die Befunde, Symptome und Lebenssituation der Patientinnen und schlagen ein individuelles, maßgeschneidertes Behandlungskonzept vor. Grundlage für die Wahl der richtigen und besten Therapie ist eine ausführliche frauenärztliche Untersuchung mit Erhebung der Krankengeschichte sowie Einholung der entsprechenden diagnostischen Befunde," erläutert Frau Prim. Univ.-Doz. Dr. Barbara Bodner-Adler.

Konservative gynäkologische Therapien bestehen entweder aus medikamentösen Therapien oder dem Zuwarten (da Myome in den Wechseljahren nicht mehr wachsen). Bei operativen Therapien wird nach Möglichkeit organerhaltend operiert.

Modernste Myomtherapie ohne Schnitt und Skalpell

"Immer mehr Frauen stehen operativen Eingriffen bei Gebärmuttermyomen ablehnend gegenüber. Leider wissen Frauen häufig nicht, dass es auch noch andere Therapieformen gibt. Wir interventionelle Radiologen bieten mit der Myomembolisation einen minimal-invasiven Eingriff, der nicht nur schonend sondern vor allem auch organerhaltend durchgeführt wird," informiert Prim. Univ.-Prof. Dr. Thurnher, der ergänzt: "Seit einigen Monaten bieten wir zusätzlich eine ganz neue und in Österreich bisher einmalige Therapie, die Magnetresonanz-gesteuerte fokussierte Ultraschallbehandlung (MR-HIFU), bei uns im Krankenhaus an."

Die MR-HIFU-Behandlung

Dabei werden Myome mit MRT-Bildgebung lokalisiert und mit der Energie eines gezielten Ultraschallbündels zum Einschmelzen gebracht. Diese Erwärmung führt zu einer Volumensabnahme bei den Myomen und damit zu einer Beschwerdelinderung. Dieses Verfahren ist nicht-invasiv d.h. es erfolgt kein operativer Eingriff mit Hautschnitt. Das im Untersuchungstisch eingebaute Ultraschallgerät (MRgFUS bzw. MR-HIFU) wird von einem Radiologen gesteuert und über die Magnetresonanztomographie (MRT) ständig überwacht. Der Ultraschall wird gebündelt und erzeugt in diesem Fokus Hitze unter Aussparung des umgebenden Gewebes.

"Im Myomkompetenzzentrum arbeiten wir Hand in Hand zum Wohle unserer Patientinnen. Der Vorteil für die Patientinnen liegt darin, dass wir je nach Zielsetzung der Behandlung und Wunsch der Patientinnen unterschiedliche Therapieformen anbieten können und zwar alles unter einem Dach," so die beiden Abteilungsvorstände abschließend.

Über Myome

Myome der Gebärmutter sind mit Abstand die häufigsten gutartigen Neubildungen im weiblichen Becken. Jede 2. bis 3. Frau über 30 ist davon betroffen. Zwischen 12 und 25 Prozent der Myome verursachen Beschwerden. Die häufigsten Myom-bedingten Beschwerden sind Blutungsstörungen, Unterbauchschmerzen, Krämpfe, erhöhter Harndrang, Kreuz- und/oder Beckenschmerzen oder auch Stuhlentleerungsstörungen. Myome, die direkt unter der Gebärmutterschleimhaut liegen, können auch den Eintritt einer Schwangerschaft verzögern oder verhindern. Auch das Risiko für Früh- oder Fehlgeburten wurde beobachtet. Treten Beschwerden auf, gilt es Myome zu behandeln.

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